06.10.2011

04.10.2011 La Dormida / Argentinien

Wir verliessen La Florida nicht ohne uns in das Gästebuch einzutragen. Es gibt bereits 4 prall gefüllte Gästebücher, wo sich Reisende eintragen. Auf jeder Seite fanden wir eine spannende Geschichte und ein tolles Auto. Es waren viele Europäer, einige davon hatten wir schon getroffen oder kennengelernt.

Wir starten gegen Vormittag und die 3 Regentropfen der Nacht zuvor und die paar Wolken waren zur Abfahrt verschwunden. Seit Ostern hatte es nicht mehr dort geregnet.

Mehrere Wege führen nach Mendoza, wir wählten den „bergigen“, denn so besuchten wir noch das Örtchen „San Clemente.“ Sehr idyllisch! Wir fuhren Stunden  durch die „pampinen Sierren“. Die Region rund um Córdoba ist zwar nicht berühmt für spektakuläre Landschaften, aber für kleine nette Orte mit freundlichen Menschen. Hat doch auch was. Wir folgten also der Ruta 20 bei Sonne und guter Laune.

In „San Luis“ deckten wir uns mit Lebensmitteln ein, da wir  einen Campingplatz aufsuchen wollten. Es tat uns gut,  mal wieder „mollig“ Lord Höördie zu geniessen. Wir genossen die Abwechslung zwischen Hotel und Höördie. Und bei Sonnenschein sowieso. Auf einem „Camping“ war immer was los: Wer dreht am lautesten Musik auf? Argentinier mögen Musik. Am liebsten ihre eigene und diese laut. Sehr laut. Auch nachts.

Nachdem wir in San Luis einkaufen waren, entschieden wir noch ein Stück näher nach Mendoza zu fahren. Unwissend, dass danach kaum Übernachtungsmöglichkeiten kamen. Ein Ort der namens BALDE, der bekannt für Thermalquellen war lockte mit einem Campingplatz…der versifft und dreckig war…und mit einem angeblich guten Hotel, wo uns die Kakerlaken entgegen kamen. Nun gut, weiterfahren. Und prompt standen wir in einer Fruchtkontrolle, die erst viel später erwartet hatten. Aus Angst vor Fruchtfliegen & Co. die als Überträger dienen, wird an mehreren Orten kontrolliert.
Unser Vorzeitiges Abendessen hiess somit „Apfel an Kiwi“.

Kurz danach ging uns der Sprit aus, da wir an der Tankstelle zuvor nur ½ Tank bekommen hatten, mit der Aussage: “Alle sollen etwas bekommen“…(Hä, sind wir in Bolivien?)

Jetzt wussten wir auch weshalb denn heute gab es keinen Diesel. „No hay Gasoil“…was bedeutete das?
Klaro, das was ich am liebsten mache: in Stockfinstern am Wegesrand anhalten, Kanister vom Dach zerren und tanken. Es hätte eigentlich noch regnen können, dann wäre es perfekt gewesen :-)

Fazit: Wir erfuhren, dass es in „La Dormida“ die nächste Tankstelle gab. "Dormir" kommt bekanntlich von schlafen, "da" von dort. Also, da sollten wir wohl heute schlafen…so übersetzen wir uns diesen Ort, welchen wir nicht weiter erkundeten.

Kein gemütlicher Camper, nein, mal wieder auf der Tanke. Gegen 22:00 kamen wir an, Diesel weit und breit nicht zu sehen, nur eine Menge LKW´s die schon anstanden…

Wir stellten uns etwas abseits, an den grössten Grill, den wir je auf einer Tankstelle gesehen hatten. Es roch zwar etwas merkwürdig bis giftig, dennoch machten wir es uns schnell mit Oropax in der Stadionbeleuchtung „gemütlich“.
Am nächsten Morgen machten wir uns fix auf, denn Diesel gab es immer noch nicht und der Geruch war immer noch da. Er kam von einer Müllverbrennung…die neben uns inszeniert war und loderte:
Ein Lagerfeuer für Plastik und Co. Macht man hier gerne, auch privat mal so im Garten.

Auf dem Weg in das 120 km entfernte Mendoza fanden wir dann unser Glück alias „Diesel führende Tankstelle.“
100 Km vor Mendoza: NUR Wein-und Olivenfelder

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