18.10.2011

14.10.2011 Parque Nacional Lanín & San Martín de los Andes / Argentinien

Von allen Orten entlang der chilenischen Grenze sieht man den schneebedeckten Kegel des 3.776 m hohen Volcán Lanín. Zwar waren wir nicht in Chile, wollten ihn dennoch sehen. Nicht weit von Junin de los Andes fuhren wir in den „Parque Nacional Lanín“, der 3.790km² misst und den urwaldähnlichen, patagonischen Wald schützt. Hier stehen viele Baumarten, die eigentlich wohl eher weiter südlich anzutreffen sind. Mehrere davon sind Südbuchenarten. Nun gut, hört sich ja schön an. War es aber auch.
Die Anfahrt war zauberhaft, der riesige Lago HUECHULAFQUEN (!Was für eine Name!) in tiefblau, dahinter mächtige Berge.
Das alles inmitten von Wiesen und Wäldern. Die Strecke auf der rechten Seeseite entlang bietet unvergessliche Ausblicke. Also Wasser und Berge, das hat was. Hat richtig was. Die Vegetation in der Gegend ist sehr vielfältig und abwechslungsreif. Irgendwie unwirklich, aber wirklich schön!
Entlang der Strecke liegen ebenfalls einige "Mapuche" Dörfer, die Bewohner verwalten auch die vielen Campingplätze die mitten in der Natur liegen.
Die Mapuche  sind ein indigenes Volk Südamerikas. Ihr angestammtes Gebiet erstreckt sich auf die Staaten Chile und Argentinien. Die Mapuche teilen sich in drei Volksgruppen auf: Picunche, Huilliche und die Pehuenche, die die bekannteste und größte Gruppe bilden. Die Picunche, das Volk des Nordens, wurden bereits in vorkolumbischer Zeit von den Inka als Fronarbeiter eingesetzt. Die Huilliche, auch als das Volk des Südens bezeichnet, waren traditionell zumeist Ackerbauern oder Fischer. Die Mapuche (genauer: die Pehuenche und Teile der Huilliche) widersetzten sich der spanischen Kolonisation mit erbitterter und im Gegensatz zu den meisten anderen indigenen Völkern Amerikas, häufig erfolgreicher Gegenwehr.
http://de.wikipedia.org/wiki/Mapuche

Hier wohnt offensichtlich ein Mapuche aus Österreich ;-)
 Servus!
Gegen Spätnachmittag erreichten wir den Ort San Martín de los Andes, der hauptsächlich zweimal (Sommer/Winter) im Jahr von den Touristen besucht wird.

San Martín de los Andes ist die Hauptstadt des Departamento Lácar in der Provinz Neuquén im Südwesten Argentiniens. Die Stadt liegt am Lago Lácar und befindet sich in der Nähe der Anden. San Martín de los Andes liegt etwa 1.575 km von Buenos Aires entfernt und hat ca. 25.000 Einwohner.
http://de.wikipedia.org/wiki/San_Mart%C3%ADn_de_Los_Andes
Ein Skiort war auf Anhieb zu erkennen. Schön und gemütlich sah es hier aus. Ein Ort mit Charme, der seine „architektonische“ Geschlossenheit behalten hat und natürlich auch in einer spektakulären Kulisse liegt.
Auch ausserhalb der Saison waren viele Geschäfte und Restaurant geöffnet. Da die Temperaturen fielen und der Wind zunahm, suchten wir uns nach 2 Wochen Camping-Leben ein Hotel. Wir fanden eine gemütliche „Borkenkäferbude“ die auch in Österreich oder Bayern hätte stehen können.

Auch hier galt: Zahle bar und Du erhältst Prozente.
Es war schön nach längerer Zeit ein richtiges Bett im Kreuz zu spüren sowie nach der Dusche nicht in Croques auf einem Bein in die Unterwäsche und Jeans springen, bzw. balancieren zu müssen, sondern in einem warmen Bad auf dem Duschvorleger „beidfüssig“ stehen zu können! Haha und einen Fön gab es auch noch und die Heizung im Zimmer lief auf voller Pulle. Luxus der begeistert.
kleine putzige Häuser
Österreicher unter sich 
is schee hier
Es stellte sich heraus, dass die Rinder der Region zwar glücklich waren, das angesagte Restaurant „KU“ uns aber leider die Kuh falsch „präsentierte“. Eigentlich sollte man seinen Argentinienaufenthalt NIEMALS, also wirklich NIEMALS in Buenos Aires beginnen. In Bezug auf Steaks, alias Bife versaut diese Stadt einen tatsächlich und (fast) kein Restaurant in diesem Land (bis dato) kann mithalten. (wir haben in jeder Stadt gutes, auch sehr gutes Steak bekommen, aber immer etwas ANDERES als zu Beginn in BA)

Somit konzentrierten wir uns am Tag darauf auf die örtlichen Spezialitäten,  (Forelle und Wildsau) ist ja auch schlauer und waren mehr als zufrieden. Geht doch!
Auf die Schnelle ne Forelle
Don´t call it Schnitzel.
"Milanesa con Puré
Ebenfalls war zu spüren, dass die Region auf Schokolade steht. Überall gab es Schoki in allen Varianten. Da konnte besonders einer von uns Zottis nicht nein sagen.


Zwar war das Wetter nicht so umwerfend, es hatte sogar geregnet, es war kühl und windete, dennoch machten wir uns auf „den Patt“…weitere Termin musste eingehalten werden:
Weihnachten hatten wir  „Urlaub“ gebucht und mussten daher Mitte Dezember in Santiago de Chile sein.
Und als „Bonbon“ zum Ganzen kündigte sich zu Sylvester Besuch aus Deutschland an! Yippieh!

Nun aber Schubrakete, einige Tausend Kilometer liegen noch vor uns!

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