25.01.2012

16.01.2012 Pan de Azúcar / Chile

Weiter ging es Richtung Norden, nach dem Städtchen CHAŇARAL geht’s ab Richtung Nationalpark, welcher Heimat von Tieren wie Pinguinen, Ottern, Seelöwen und diversen Vögeln ist.
CHAŇARAL
Das Highlight sind aber die weissen Sandstrände, an denen man (auch wild) campieren kann.
Es gibt allerdings auch kleine, feine Campingplätze mit Sanitranlagen mit Solarduschen und „Esszimmer“ (Sitzplatz, Grill, Dach).
Aktion REIFENWECHSEL
Hier genossen wir es zwei Tage und zwei Nächte. Es war genial, dass es tatsächlich trotz Hauptsaison einsam und ruhig war. Der Strand gehörte uns. Wir wurden vom Pazifik geweckt sowie in den Schlaf gebracht, Blick auf den Pazifik und den Sternenhimmel. Grossartiges Schlafen, sage ich Euch!

Auch hier war es tagsüber recht heiss und abends kühl. Hielt uns aber nicht davon ab, die Abende grillend bei Sundowner und Vino zu verbringen. Ein ziemlich genialer Ort…obwohl das Schwimmen hier aufgrund der gewaltigen Brandung sehr gefährlich ist…aber suhlen in der Brandung ging super und kühlte uns ab.
Keiner da...
Nur wir!
Zotti Brot in der Bearbeitung
Löördie Fenster

15.01.2012 Bahìa Inglesa / Chile

Nach den Tagen in den Bergen brauchte ich mal wieder Strand und das Meer. Endlich Urlaub.
Der Wechsel geht ja in Chile glücklicher Weise relativ fix. Im Supermarkt JUMBO, beste Supermarktkette Chiles (und vermutlich ganz Südamerikas) stockten wir die Lebensmittel auf und fuhren ans Meer. Bahía Inglesa liegt mitten in der Wüste, kurz hinter der Stadt CALDERA. Bahía Inglesa hat eine kleine Strandpromenade mit Läden und Bars. Interessierte uns alles aber nicht, denn wir wollten an den Strand. Der Geheimtrip entpuppte sich als öffentlicher, lauter und dreckiger Strand, das Meer war recht anders als erwartet und müffelte. Hurra. Was für ein Urlaub.

Die Chilenen fahren am liebsten mit ihren Autos IN das Meer und hören dabei laute Musik. Soll heissen: Alle Autos standen um die Handtücher…Radio/Mukke lief in Voller Lautstärke.
Unnötig zusagen, dass wir eine Grossfamilie in ihrem festgefahrenen Auto, befreien mussten, weil sie der Ansicht waren, mit ihrem NICHT 4 x 4 Auto, quasi INS Meer fahren zu müssen. Aber wir helfen ja gerne und werden dann mit Küssen, Umarmungen und VIVA ALEMANIA Rufen verabschiedet…man tut was man kann.

So hatten wir uns das nicht vorgestellt. Also verliessen wir nach einem kurzen Besuch den Strand und widmeten uns unserem Grillabend.
Cabaňa Trend 2012
Zum erstem Mal (!) in unserer Campinglaufbahn erlebten wir einen vollen Campingplatz, denn nun waren wir in der Hautsaison und dieser Ort schien sehr beliebt. Allerdings ist zu sagen, dass es hier trotz Überfüllung recht leise, recht sauber und recht freundlich zu ging. Selbst eine WC Dame gab es und heisses Wasser zum Duschen ebenfalls.
Dennoch reisten wir am nächsten Tag weiter…es sollte nördlich Strände geben, nach denen wir auf der Suche waren. Einsam, ruhig und schön. Also fuhren wir schön weiter…und durchfuhren kleine Ortschaften...
Tsunami Evakuierungshinweis
kostenlose Sportgeräte am Wegesrand

24.01.2012

14.01.2012 Paso Francisco-Copiapó / Arg / Chile

Wir verliessen unseren schicken Thermenplatz als der Mond noch zu sehen war und die Vögelchen ne Siesta einlegten...also so um den späten Vormittag rum.
zurück durch das Flussbett, für Lord Höördie ein LACHER!
Es war heiss. Ein Wunder an der Wüste ist unserer Ansicht nach der flotte Temperaturwechsel. Tagsüber heiss, abends tatsächlich schlagartig schattig. Nicht schleichend, von wegen „ich hole mir mal langsam einen Pulli…“ Nö.. Schlagartig. Zack Husch. Kalt.
Wir arbeiteten uns von der platten Wüste, über gewaltige, Canyonartige Felslandschaften und Schluchten.
Friedhof Fiambalá
Achtung Steinschlag
Das Farbspiel war auch hier einfach unglaublich und liess uns anhalten und staunen. Es gab keine Farbe, die es nicht gab. Es war relativ wenig Gegenverkehr, was wir sehr genossen.
Die Welt gehörte uns. Vereinzelt Esel, Kühe und Pferde.
Auf 3.370 m. fanden wir wunderschöne, Lagunen und Salzverkrustete Landschaften.
Flamingos flogen über uns, Hasen hüpften über die Strassen. Die Welt war gut!
Darf ich vorstellen: ALFONSO
flieg Flamingo, flieg
Meister Lampe gibt Schubrakete!
Kurz vor dem ersten Grenzposten erblickten wir die LAGUNA VERDE, auf sportlichen 4.325 m. Sie war grösser und gewaltiger als unsere ERSTE Laguna Verde in Bolivien. Sie funkelte schön grünblau, inmitten der gewaltigen Berglandschaft. Die Gipfel der Berge sahen aus wie mit Puderzucker bestäubt. Es war fantastisch. In Gedenken an Wera und Friso, mit denen wir an der LAGUNA VERDE in Bolivien eine schicke Grillsituation gefeiert hatten, machte wir nun auch hier einen LUNCH-Stopp, der allerdings spärlicher ausfiel, da wir ja nichts frisches mit nach Chile nehmen durften…
1. Polizeistation vor Länderwechsel
Die Radler sind echt krass. Respekt!
Laguna Verde
Windhöschen
Kostenloser Unterschlupf für Radler und Backpacker
(Diverse auf arg. Seite - auf diesem Pass)
Das Zollprozedere ging so weit ganz gut, allerdings ist dort oben so wenig los, dass die Herrschaften etwas Langeweile verspüren und ausführlicher kontrollieren. Hier nahm man uns sogar aus gesundheitlichen Gründen die mühselig zusammengeklauten Holzscheite weg, die wir zum Nivellieren unseres Löördies an gewissen Schlafplätzen benötigen. Auch hier war man verwundert, dass wir in FlipFlops und kurzen Hosen aus dem Auto stiegen, obwohl es hier eisig und vor allem windig war. Haha, Indianer kennt keinen Schmerz!
Wir befanden uns in unmittelbare Nähe zum OJOS DEL SALADO, dem höchsten Berg und aktiven Vulkan Chiles mit 6.893 m (und damit nur 69 m niedriger als der argt. ACONCAQUA.)
Hier waren wir sogleich im PARQUE NACIONAL NEVADO TRES CRUCES gelandet, einer der aufgrund seiner Abgeschiedenheit weniger besuchten (und kostenlosen) Nationalparks Chiles.
Dann folgten knapp weitere 200 km die wir in die Zivilisation benötigten. Auch nun war es landschaftlich einzigartig. Wir konnten es nicht glauben, was wir heute schon an Schönem gesehen hatten. Auch heute mussten wir mehrmals aussteigen und uns schütteln, denn die Farben und die Berge waren einfach nur gewaltig und unglaublich beeindruckend.
Die Fahrt „ins Tal“ windete sich wie ein Wurm die sandigen Pisten hinab, kein Mensch zu sehen. Vereinzelt mal ein Mienenfahrzeug aus den umliegenden Mienen.
Hier auf über 4.000 m wohnen Zoll/Grenzbeamte
sowie Baustellen Arbeiter 
schnuckliger Salzsee
...und runter gehts immer...
Diese Schlucht ist fast 100km lang - WOW
Auch die Miene San José, in welcher2010 33 Kumpel verunglückten und gerettet wurden, lag unmittelbar in der Nähe.
Spätabends erreichten wir die Stadt COPIAPÒ, die Stadt die von Bergleuten bestimmt wird und von der aus die erste chilenische Eisennbahn fuhr.
Das Gesehen des heutigen Tages mussten wir verarbeiten.

Nach so einem Tag einfach Schlafen gehen ist unmöglich!
Wir kehrten daher in ein gut gefülltes Wirtshaus ein, der Restaurantkette BAVARIA…
http://de.wikipedia.org/wiki/Copiap%C3%B3