Heeeeeeeeeeey, ab in den Süden!
...noch immer schien unser Etappenziel „San Carlos de Bariloche“ fern zu sein. Wir fuhren weiter die Ruta 40, die sich durch die raue Wüstenlandschaft bis in die Provinz „Neuquén“ zieht.
Wir machten einen kleinen Abstecher 60 km südöstlich in ein Tierschutzgebiet und besuchten die „Laguna Llancanelo“. Mehr als 100 Vogelarten, darunter Flamingos, sollen diesen Hochgebirgssee besuchen. Und ich als neuer Vogelfreund wollte das natürlich nicht verpassen!
Die Landschaft war Bilderbuchreif. Vulkane und Berge mit Schnee, mitten in der Wüste.
In einen alten und ruhigen Vulkan fuhren wir hinein und schauten uns den Kollegen mal von Innen an. Zwischendrin flogen ein paar Vögelchen und Kondore durch die Gegend, Chincillas flitzen über die meist sandigen Strassen. Das Wetter war mit 25 Grad Aussentemperatur mal wieder klasse, trotz frischem Wind.
Nach einer Kontrolle mitten im „NICHTS“ und der Abgabe unserer Daten durften wir passieren. Zwei Viehgatter später kamen wir der Lagune näher.
Mitten im Weg befand sich ein Versuchsprojekt der Tankstelle YPF, Pflanzen gross zuziehen, indem Vulkanasche auf den Sand gelegt wird. Die Asche scheint den Pflanzen tatsächlich „Wärme und Geborgenheit“ zu geben, denn im Vergleich zu den Pflanzen nebenan in der Wüste sahen sie grösser, grüner und gesünder aus…(Sollten wir einen Vulkanasche-Versand gründen…?)
Wir fuhren auf die Lagune zu. Das Wasser konnten wir schon sehen.
Spüren konnten wir nach 2 km allerdings nur den Boden unter uns. Wir merkten, dass wir trotz relativ hoher Geschwindigkeit einsackten. Hurra. So alleine ist das aber uncool. Also umdrehen. Aber wir hatten doch die Lagune mit Wasser gebucht. Fazit: Es gab kein Wasser. Die Lagune war (fast) ausgetrocknet. Weit und breit nichts zu sehen. Nullinger. Nickes. Zero.
Das was wir sahen war eine optische Täuschung.
Also stellten wir Lord Höördie in Sicherheit ab und machten uns zu Fuss auf. Wir fühlten uns fast wie auf dem Salar, besonders als wir zwei große Berge Matsch und Schlamm sahen.(Friso&Wera, wart ihr hier? ;-))
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| Lord Höördie "im Wasser" |
Auf dem Rückweg sahen wir eine große dunkle Wolke neben uns. Der Rest des Himmels war hell und freundlich. Unter der Wolke schien es zu regnen. Kalte Luft wehte zu uns herüber. Schon eher ungemütlich. Wir entschieden uns das aus Kachelmannaugen zu beobachten und verkrochen uns ins Auto. Die Wolke kam über uns. Es wurde stockfinster und es regnete. Dann kam Hagel. Dann kam Schnee. Oweh! Das war ein Spektakel.
Nach 10 Minuten war alles vorbei und wir fuhren im Trockenen auf eine Aussichtsplattform und begutachteten die Lagune. Es gab DOCH Wasser. Aber nicht viel. Die Lagune war tatsächlich ausgetrocknet. Daher auch nirgends ein „Hauch“ Flamingo.
Weiter ging es, nachdem wir in eine Ziegenwanderung an uns vorbei liessen. Es waren mindestens hundert, die gemütlich die Strasse passierten. Ohne Schäfer, ohne Hund gingen sie brav nacheinander oder in Zweierreihen über die Strasse. Immer ein Auge auf unser Auto gerichtet. Es war wunderbar mit anzusehen, wie diese Tiere aufeinander aufpassten.
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| Erster! |
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| Letzter! |
Nur 200 km südlich von Malagüe beginnt die „weltweit höchste Konzentration an Vulkankegeln“…über 800 (!) Stück. Die Landschaft ist atemberaubend. Die Weite schreit nach FREIHEIT!!! Zwischendrin ein paar Baustellen zur Strassenausbesserung bzw. Erneuerung, ansonsten wenig Verkehr. Ab und zu ein Gaucho, und eine Kuh-oder Pferdeherde. Eine Zeit lang liessen wir links die „Pampa Guanaco“ und rechts den „Río Grande“ liegen und fuhren durch die Region „Los Volcanes“…Lavagestein wohin man sah und zwischendrin flitzen ein paar Emus durch die trockene Natur.
Das heutige argentinische Naturschauspiel löste das gestrige von Platz 1 ab…
Unsere Tagesetappe betrug 506 Kilometer und völlig unbemerkt waren wir im „Argentinischen Seengebiet“ eingedrungen. Mit leerem Tank hielten wir im Wüstenort „Chos Malal“, wo man uns an der einzigen Tankstelle mitteilte, dass es „maňana“ am Nachmittag erst wieder Benzin geben würde.
http://de.wikipedia.org/wiki/Chos_Malal
Der Campingplatz und der Ort hauten uns nicht wirklich vom Hocker. Ausserdem warten ja die Waale und Seelöwen auf uns und daher können wir nicht lange rasten.
Und wer rastet der rostet. Das war schon immer so.
Wir erfuhren von einer (alleinfahrenden) Holländerin, die wir schon in Mendoza getroffen hatten, am nächsten Morgen (bei 6 Grad Innentemperatur), dass Benzin schon seit 2 Tagen „versprochen“ wurde. Wir packten unsere Sachen, gingen an unsere Dieselreerven und machten uns auf den Weg in das 180 Kilometer entfernte „Las Lajas“…Da Könnte es noch Benzin geben…(Wir erfuhren später, dass die Benzinknappheit nur existiert, weil sowohl Einheimische und Touristen Hamsterkäufe tätigen, weil sie denken, es könnte eine Benzinknappheit ausbrechen…)