06.06.2012

04.06.2012 Popayán / Kolumbien

...Erst in Nachhinein erfuhren wir, dass die Strecke und Umgebung der Lagune vor einigen Jahren ein beliebtes Ziel der Guerilla war…die Straßen waren damals im extrem schlechten Zustand, Abschnitte der Strecke sind bis heute verlassen, schwer zu befahren und vor allem Aufgrund der Höhe extrem nebelig. Heute ist ein Grossteil der Stecke asphaltiert oder wird gerade bearbeitet. Daher alles „tranquillo.“

Schon bald erreichten wir die Panamericana und hofften auf einen flotten Highway…doch weder flott noch Highway waren zu finden. Teilweise 1 spurig schlängelten wir und durch die kolumbianischen Anden, immer wieder mit der Vorsicht, da extrem rasende LKW´s, Busse und Geländewagen mit Leuten im Gepäck, auch noch diese Strecke nutzen. Heisst, es sind viele Wahnsinnige unterwegs und man muss ziemlich aufpassen und oft in die Eisen gehen, da einem die gewagtesten Überholmanöver entgegen kommen. Eigentlich ist es daher eine furchtbare Strecke, wäre sie nicht zum Grossteil asphaltiert, auch mal mehrspurig und das alles in einer atemberaubenden Bergwelt, die uns zu einem Teil an Peru, später aufgrund der Steppe an den Norden Argentiniens erinnerte.
Bienvenido!
Flower Power
An-Hänger
Glückliches Paar
alte und neue PanAm
Entlang der Strecke war immer wieder Militär und Polizei anzutreffen, aber bis auf einmal winkte man uns durch und nickte uns nett zu, dicken Daumen gab es auch. Das andere Mal hielt man uns an und wollte man wissen, ob es uns gut geht. Hach, sind die auch nett hier.

In einer etwas abgelegenen Region, die auch tatsächlich ungemütlich zu fahren war, sahen wir einen älteren Mann auf der Strasse, mit einer Spitzhacke Strassenunebenheiten "ausbesserte"…er blockierte die Strasse regelrecht und wir sahen, dass das vor uns fahrende kolumbianische Grossraumtaxi anhielt und ihm quasi sofort etwas aus dem Fenster reichte,quasi Obulus für die Verbesserungsarbeiten. Als wir dann vor dem Männlein standen, war uns auch klar, was er wollte…und reichten ihm ein paar Münzen, sodass er sein sau grimmiges Gesicht und seine Hacke aus unserem Blickfeld räumte… Wäre das andere Fahrzeug nicht vor uns gewesen, hätte es sein können, dass wir seinen „Wunsch“ doch hätten hinterfragen wollen…man wird ja wohl noch fragen dürfen. Inzwischen haben wir einen Klingelbeutel neben dem Armaturenbrett. Was solls.

Die Fahrt war extrem anstrengend und heiss, waren wir an der Lagune in der Kälte gestartet, floss uns nun der Schweiss…Nach 6 Stunden Fahrt sehnten wir uns nach der Stadt hatten keinen Bock mehr. Die Stadt die wir ansteuerten sollte besonders schön sein, neben Cartagena im Norden DIE Kolonialstadt Kolumbiens.
Auch genannt die WEISSE Stadt. Wir erreichten sie um 15:00, fanden aber keine Camping-oder Hotel Übernachtungspunkte im GPS und gingen auf die Suche nach einer Bleibe für uns und Löördie.

Es dauerte etwas, aber wir wurden fündig und konnten uns später selber von der schönen Stadt überzeugen.


Popayán ist die Hauptstadt des kolumbianischen Departamento de Cauca. Die Stadt hat 219.532 Einwohner (2005) und befindet sich im Pubenza-Tal das im Südwesten Kolumbiens zwischen der westlichen und der Zentralkordillere liegt. Aufgrund ihrer Lage in 1.738 m Höhe in der Nähe des Äquators ist das Klima das Jahr über stabil bei Tagesdurchschnittstemperaturen um 19 °C. Da viele öffentliche und private Bauten traditionell weiß angestrichen sind, wird Popayán auch die weiße Stadt genannt. Sie ist Universitätsstadt, Sitz der Universidad del Cauca. Eine der Hauptsehenswürdigkeiten Popayáns ist seine koloniale Architektur. Insbesondere die Altstadt mit ihren weißen Kolonialbauten und Straßenlaternen haben einen besonderen Reiz.

Die Stadt ist toll und wirklich schön und vor allem schön weiß. Alles ist weiß! Es wirkt so unwirklich, so aufgeräumt und sauber. Zudem ist es friedlich, alle sind sehr freundlich und zuvorkommend zu uns. Per Handschlag werden wir in die Museen geleitet, man freut sich über Touristen. Allerdings herrscht hier dennoch eine gewaltige Militär und Polizeipräsenz, doch lieber so als… Die Polizei die auf den Strassen steht und den Verkehr regelt ist unser Freund und Helfer, als wir gefühlte hundert Mal um den Block fahren und einen bewachten 24 Std. Parkplatz suchen…

Sind wir denn wirklich in Kolumbien? Sollte es hier nicht böse, brutal und unfreundlich zugehen?

Die Stadt bietet alles, neben einer Vielzahl von schönen, aber wenig prunkvollen Kirchen gibt es viele Museen, von denen wir ebenfalls einen Teil besuchten. Strassenverkäufer und Strassengeschäfte finden sich in den Gassen abseits der wunderbaren und eleganten Plaza. Geschäftsleute, junge Studenten, teils elegante, teils stylische Leute, prägen das Stadtbild. Im Vergleich zu Peru und Bolivien erkennt man hier die jungen Menschen, die auch wirklich jung sind und auch so aussehen.

Uhrturm und Kathedrale auf der Plaza
Schöne katholische Kathedrale, aber wenig Prunk,
eher schlicht evangelisch
Landy-Nachbau NISSAN.
Von diesen "Überlandtaxis" fahren viele die PanAm
Uni Innenhof
Iglesia Santo Domingo und Uni-Eingang (rechts)
Alta, aus Palta wird nun Advocate...SEHR köstlich und
gross wie ein zwei Fäuste
Feuerlöscher sind in gelber Senf farbigen
Signalfarbne gekennzeichnet

Bananenchips und buntes Popcorn
Im Land des guten Cafés
süsses Gebäck
Ja, ich muss zugeben, auch die Damenwelt sieht oft extrem hübsch aus. Nicht alle – aber viele sind von Grund auf hübsch…grrr ;)) Kleiner Witz, sei Euch gegönnt, Hombres!

Leute in Tracht sieht man selten. Nur ein paar wenige Indianer aus der 60 km entfernten Stadt Sylvia sind hier zu sehen. Es gibt viele Restaurants und Bars, ein grosses Shoppingzentrum und generell Klamottenläden ohne Ende…und mit allem was das Herz begehrt. Restaurants für jeden Geschmack ebenfalls. Kostenmässig ist der Diesel mit 1 € / l teurer als in Ecuador, doch auf der ersten Blick sind Restaurant-und Hotelbesuche etwas günstiger. Mal sehen, ob das so bleibt…

Overlander aus Mexico mit einem GMC.
Sehr cooles Teil, sehr geräumig, leider für unsere
Fahrten  zu wenig Bodenfreiheit ;)
besorgter Greis (rechts)
 angesagtes Hotel Parklife an der Plaza
Für mich die Zimmer nach vorne raus UNDENKBAR
www.parklifehostel.com
Es darf weiter geschlemmt werden.
Schlichte, aber sehr gute und gut besuchte Parillada "La Viña"
POKER vs Club Colombia

Alles Banane? Schmeckt nicht so schlimm
zum Steak wie es aussieht. 
Unser Hostal Los Balcones
wer tanzt hier in frechen Farben aus der Reihe?
Clemens und  Señor Popayán
Colonial Museum "Mosquera"
Die gesamte Tierwelt findet sich hier!
Super und irre gemacht!
"Museo de Historia Natural"
Kondor (oben)
Natürliche Drogen in der Drogerie
mein erstes und zweites ;)
kolumbianisches Feuerwasser - Aguardiente
Hüftgold...
...findet sich überall
Es lohnt sich also wirklich nach Popayán zukommen, wir haben es hier sehr genossen…und ich, die im Vergleich zu Clemens noch nie in Kolumbien war, bin besonders positiv überrascht und erfreut.

Ob das auch so bleibt? Nun will ich aber wissen, wie es weitergeht.
 Also, Abfahrt. Next Stop: Cali

…mit 2 Mio. die drittgrößte Stadt des Landes und die Heimat des Salsas. Olé!

Von der Lagune nach Popayán
280 km und 6 Stunden später...

05.06.2012

03.06.2012 Las Lajas & Laguna de la Cocha / Kolumbien

Nun waren wir auch schon fast in Kolumbien...

Die Zeit rast…und somit rasten wir auf die Grenze „Rumichara“ zu.

Es ist  die einzige Grenze zwischen Ecuador und Kolumbien, die man als Normalsterblicher nehmen sollte…die anderen sind eher für die grossen, bösen Jungs gedacht.

Und siehe da, es stimmt. Völlig problemlos ohne jegliche Lord-Kontrolle, haben wir die leider gut besuchte und überfüllte Grenze und Zollstation zwischen den beiden Ländern gemeistert.
Siehste, hat ja gar nicht weg getan, hat nur ein bisschen gedauert und etwas nervig war es, sich durch 12 Dutzend Geldwechsler aka "cambio, cambio" zu wuseln, dabei Handtasche, Pässe, Autopapiere und Schlüssel sowie den Mann zu umklammern. Soll ja nichts verloren gehen.

Nun sind wir da, in dem Land, vor dem man überall Respekt hat, da es ja auch zugegebener Maßen nicht den Besten Ruf hat. Aber wohl erfolgreich an einem besseren Ruf arbeitet, so sagten uns bis dato alle, die wir trafen und die aus dem Land mit dem Auto, Rad, Moped oder Rucksack etc. kamen.


Aufgrund der noch immer im Land agierenden GUERILLAS / FARC, ist das Gesamtfeeling schon eher „komisch“…wenn man weiss, dass es in dem Land, in dem man sich befindet noch Mord und Totschlag gibt und gerade Touristen in lustigen Autos auch ein beliebtes Ziel sind.

Schon an der Grenze trafen wir auf viele Militär-und Polizeiposten, auch in der ersten Stadt IPIALES, wo wir unsere ersten kolumbianischen PESOS zogen und eine Auto Versicherung SOAT im Supermarkt kauften, fühlten wir uns zwar beobachtet, aber sicher.
Ipilaes
Kolumbien ist eine Republik im nördlichen Teil von Südamerika und hat 46 Mio. Einwohner Es grenzt sowohl an den Pazifischen Ozean als auch an das Karibische Meer und auf dem Festland an Panama, Venezuela, Brasilien, Peru und Ecuador. Der Landesname ist von Christoph Kolumbus abgeleitet. Bogotá ist Hauptstadt sowie wirtschaftliches und kulturelles Zentrum Kolumbiens. Kolumbien liegt im Nordwesten Südamerikas und grenzt sowohl an den atlantischen(1.626 km Küstenlinie), als auch an den pazifischen Ozean. Im Südwesten grenzt Kolumbien an die Nachbarstaaten Ecuador und Peru im Südosten an Brasilien, im Nordosten an Venezuela und im Nordwesten an das seit 1903 von Kolumbien abgetrennte Panama (225 km). Die Gesamtlänge der kolumbianischen Landesgrenze beträgt 6.136 Kilometer.
http://de.wikipedia.org/wiki/Kolumbien


Wir steuerten direkt eine besonders hübsche Attraktion an:
Die Wallfahrtskirche von LAS LAJAS ist neben dem Montserrat (Bogotá) der bekannteste Wallfahrtsort Kolumbiens. Die beeindruckende und bezaubernde Kirche ist in einen Canyon gebaut. Ebenfalls der Altar. Wir parkten unser Auto und stiegen zur Kirche hinab. Man fühlt sich hier irgendwie wie in einer Fabelwelt mit Elfen und Feen. Genauso zauberhaft ist es hier auch und nett war man ebenfalls zu uns und rief uns „Bienvenido en Colombia“ hinterher!

ja, er ist mit dem Radl da...
ehemalige Eingangstür
in der Region isst man noch CUY...oder ist es für die Ecuadorianer?
Durch die grüne Bergwelt und auf der Panamerica ging es weiter Richtung Norden. Der Verkehr auf den Strassen war extrem, da halb Kolumbien sonntags unterwegs war. Neben irrsinnig vielen Geländewagen, trafen wir Pferdegespanne, überfüllte Busse und Motorräder, dafür weniger Fussgänger als in den anderen Ländern…dafür tragen die Männer meist Hut und Poncho..sah ziemlich lässig aus, also Männer, tragt Poncho mit Hut!

Gegen Nachmittag erreichten wir die „Laguna de la Cocha“, sie besteht aus einem großen Reservoir aus natürlichen Gletscher, befindet auf 2.800m Höhe und liegt 20 km ausserhalb des Dorfes PASTO. Die Lagune hat eine Fläche von über 40 km ² und eine Länge von 25 km. Die maximale Tiefe beträgt von 75 m. Sie ist das zweitgrößte natürliche Gewässer Kolumbiens, nach dem Totasee . Hier fanden sich schöne Bleiben und Unterkünfte.
Die Schönsten gehören, klar: SCHWEIZERN, die sich auch hier schon niedergelassen.
Somit verbrachten wir den Abend mit Blick auf den See vor dem Kamin, bei leckerem Fondue im „Chalet Suizo“. Übernachten durften wir hier Dank unserem Verzehr dann im angrenzenden Garten umsonst.

Der heutige Tag war also ein guter, sicherer und schöner Start in Kolumbien.
Wir sind gespannt auf die kommenden Wochen!
125 km in 3,5 Stunden

02.06.2012 love – life – Ecuador!

Nach „nur“ 47 Tagen verliessen wir das schöne Land Ecuador, denn bald soll es nach Mittelamerika gehen und von daher heisst es ab nun "Schubrakete".

Aber vorher genossen wir erneut ein paar Tage bei Gerd in Quito, denn das Auto musste in eine „Landy-Muckelei“. Schliesslich nahmen wir unseren frisch kastrieren Lord Höördie in Empfang. Unser schon lang mit herum geschlepptes Problem, dass der Motor und der Rest der Karre beim Fahren extrem heiss werden, konnte man hier endlich beheben. Leider erst hier. Kurzerhand hatte man dem Lord den Katalysator herausgeschweisst, da dieser wohl der Übeltäter für die Problematik ist. Der Diesel auf diesem Kontinent ist nicht so ideal für Katalysatoren. Das hatten wir schon von vielen gehört, die das gleiche Problem hatten, auch mit anderen Fahrzeugen. Einen daraus hervorgehenden Motorschaden wollten wir auch nicht riskieren, somit fahren jetzt „unten“ ohne. Das tun hier sehr viele aus dem Grund.

Er raucht er auch nicht mehr als sonst, hat etwas mehr Power, wenn er und seine 2,5 Tonnen in Wallungen kommen…zieht nun so riiiiiiiiiiiiiiichtig ab...oder so ähnlich.
http://www.faconza.com/
Löördie als Pick-Up!
Defender V8
Kastration
...gesehen in Quito ;(
In memoriam: "George" 
Wir verliessen Quito und brausten bei Sonnenschein auf der Panamericana gen Norden, durch die noch immer grüne Bergwelt. Zwischenstopps machten wir in den Städten Otavalo, gingen fein Mittagessen in der „Lederstadt“ Cotocachi und durchfuhren Ibarra.
Von wegen die PanAm ist ein "Highway"
Edel geht die Welt...
http://www.mirage.com.ec
Der Garten voller Fasane
Unser Tisch, nette Begrüssung!
Sehr tolle Idee:
Gruss aus der Küche (od. Nachtisch)
präsentiert in einer Spieluhr
Die letzte Nacht in Ecuador wollten wir in der Ortschaft EL ANGEL verbringen, doch die hübsche, deutsche Hosteria mit Gartenlaube blieb uns verschlossen. Somit erreichten wir bei Nieselregen und Dunkelheit das Städtchen SAN GABRIEL. Nach einiger Sucherei fanden wir eine schlichte Bleibe mit sicherer Garage für uns drei…im Hotel GABRIELITA picknickten wir im Bett, denn die Stadt bot nicht sonderlich viel, außer bei Dunkelheit im Bett zu bleiben und zu picknicken. Früh morgens steuerten wir die Grenzstadt Tulcan an, nach weiteren 13 km waren wir schon fast in Kolumbien…


Quito bis San Gabriel
Adios y hasta pronto, Ecuador!


Hier unsere Punkte für Ecuador:

Dieses Land kann alles.
Ja, ich weiss, das haben wir nun schon so oft gesagt, aber Ecuador kann es auf eine besondere Weise: Kein anderes Land ist so flott und easy zu bereisen. Innerhalb von ein paar Stunden wechselt man zwischen eisigen Vulkanlandschaften in den tropischen Regenwald, quasi aus den Wanderstiefeln in die FlipFlops…Oder von der wunderschönen Küste (ohne Wüste) in die Grosstadt via Stopp in der fantastischen Vogel und Tierwelt, an einem Tag kein Problem. Und natürlich das wunderschöne Galapagos ist auch in „Mallorca-Distanz“ zu erreichen.

Der häufige Wetterwechsel macht das Reisen ebenfalls spannend. Also sollte man immer 1-3 Outfits griffbereit haben.

Alles ist machbar. Das liegt natürlich auch daran, dass das Land nicht wirklich riesig ist, grad ein bisschen grösser als Großbritannien. Gut ausgebaute Strassen und keine nervigen Import-Moppets, tun ihr übriges.

Quito aus Hauptstadt ist grandios und ein toller Gastgeber. Zudem findet man hier die mit ABSTAND (O-Ton Clemens) BEEINDRUCKENSDEN und IMPOSANTESDEN Kirchen von Südamerika. Zwar sind alle Kirchen in Ecuador sehr prunkvoll und gewaltig, aber die Sprache verschlagen hat uns LA COMPANIA DE JESUS in Quito. Baff waren wir.

Aber auch Guayaquil, wo wir insgesamt eine Woche waren, ist mit Sicherheit eine Reise wert, man sollte sich endlich von den Vorurteilen frei machen und sich von der durchaus interessanten Stadt überraschen lassen. Es geht, glaubt uns!

Alexander von Humboldt bemerkte auch schon damals, dass das Land eines der vielfältigsten der Erde ist. Leider wissen das nicht viele. Zudem ist es ein relativ teures Reiseland, im Vergleich zu den Nachbarländern. So sind meist gute Hotels und sogar teilweise Campingplätze den europäischen Preisen angepasst. Während Benzin und Diesel und somit auch Taxi-und Busfahren fast geschenkt ist, darf man sich nicht wundern, wenn man für 4 Handelsübliche Kosmetikprodukte wie Shampoo, Duschgel, Zahnpasta und Deo flotte 20,00 US auf der Uhr hat. Das wiederum holen die günstigen Obst und Gemüsepreise wieder rein…und diese schmecken hier eigentlich NOCH besser als sonst irgendwo….und die Blumen hier toppen sowieso alles bislang Dagewesene.

Etwas negativ ist leider, dass hier die Mücken/Moskitostiche besonders lange „halten“….so 2-3 Wochen ist man mit ihnen beschäftigt…

Die Menschen sind sehr nett und extrem gastfreundlich, niemand ist uns wirklich böse gekommen, vereinzelt ist man etwas schüchtern, aber das ist ja kein Charakterfehler.

Ein strammes Regiment herrscht im Bereich „angetrunken Auto fahren“…so landet man - meist ohne Umwege – postwendend im Gefängnis. Da bleibt man dann für 21 Tage, bekommt kein Essen und muss diesbezüglich Eheparter/in, Arbeitgeber / Angestellte oder Mama konsultieren, beichten und diese bitten, das Essen ins Gefängnis zu schleppen. In Quito haben wir so ein Gefängnis gesehen, lustig, wie die Besucher die gestapelten Tupperdosen hinein und hinaus schleppten. Zudem gibt es eine flotte Geldstrafe dafür aber keine Punkte in Flensburg ;)

Glauben wir nun den Einschätzungen Einheimischer, so fehlt es diesem Land an Knowhow. Kann auch daran liegen, dass es viele junge Elternpaare gibt und die Jugendlichen antriebslos und motivationslos sind. Grosse, internationale Firmen aus Chile, Kolumbien und USA bringen ihre eigenen Mitarbeiter und somit das Knowhow aus den eigenen Ländern mit. Somit ist das Land bunt gemischt und alle „befruchten“ sich. Toll.

 Neben den sehr netten Einheimischen haben wir auch in diesem Land eine Menge „Ausländer“ getroffen, denn hier wohnt man wohl besonders gut und gerne. In keinem anderen Land Südamerikas haben wir so viel, glücklich und zufriedene „Zu`greiste“ kennengelernt. Zwar macht man hier wohl nicht die Mega –Mark, aber man ist zufrieden und kann sehr gut leben. In allen anderen Ländern gab es immer was zu meckern. Hier ist man einfach glücklich. Punkt. Heisst, jeder der eine gute Idee und etwas Geld hat, möge doch bitte herkommen.

Wir fühlten uns hier sehr sicher, obwohl die Polizeipräsenz weitaus geringer ist als in den Ländern zuvor. Zwar erzählte man uns, dass die Polizei hier sehr korrupt sei, doch das können wir  – wie so viele andere im Auto reisende – nicht bestätigen. Stets gab es eine nettes WinkeWinke und ein freundliches „Como estan y todo tranquillo?“…nach unserem „Sí, sí gracias“ folgte dann der „dicke Daumen“ und „buen viaje.“
Nicht EINMAL wurden wir kontrolliert oder angehalten. Verrückte Welt! Davon können sich Argentinier und Peruaner ne fette Scheibe von abschneiden.

Also, kommt her, lasst es Euch nicht nehmen, dieses kleine Paradies kennen-und lieben zu lernen. Kaum ein anderes Land kann man so schnell und einfach bereisen und die ganze Palette des Landes innerhalb von 2 Wochen kennen lernen, natürlich zzgl. Galapagos, der Ort, der für uns nach wie vor der Schönste und Friedlichste auf der Welt ist.

Werbekampagne
Danke für alles Ecuador, eines Tage kommen wir wieder!
Bleib so wie Du bist, denn da ist gut so!
Liebe das Leben!

Somit schliessen wir das Kapitel mit dem Sprichwort:

"Mucho mejor, si es hecho in Ecuador!" 
(Es ist viel besser, wenn es in Ecuador gemacht ist!)