01.05.2012

25.04.2012 Guayaquil / Ecuador

…“alles Banane“ dauerte charmante 100 km feinste Panamerikanische Strasse, bei herrlichem Sonnenschein. Bananenplantagen, welche u.A. Marken wie del Monte und Chiquita beliefern, waren kilometerweise rechts und links zu sehen. Mittendrin mal ein Dorf welches von der Lage, mitten auf der PanAm profitierte. Alle mussten durch, alle hatten bei über 30 Grad Durst…also war es stets mühsam sich durch die Strassenverkäufer zu kämpfen, zumal überall Bodenschwellen verteilt waren. Durchdüsen war also nicht.
irgendwie ein komisches Gefühl hinter dem zu fahren...
Platz da - hier kommt ein Mazda!
auf der PanAm trifft man alles...
PanAm-Grill
Kurz nach den PanAm und der Abbiegung nach GUAYAQUIL setze Regen ein. Platzregen vom Feinsten. Lord Höördies Scheibenwischer kämpften auf Hochtouren. So was kennt er kaum. Wir erreichten nach insgesamt 190 km und 3 Stunden die grösste Stadt Ecuadors, um die viele Overlander einen weiten Bogen machen. „Nicht wirklich sehenswert und kriminiell“….so das Hörensagen. Haha, dann ist das ja dann genau unsere Baustelle! ;) (@Mama & Schwiegermama: das war ein WITZ von mir ;)) Wir fuhren, zugegeben durch eine leicht uncharmante Gegend auf die Stadt hinzu…aber keine, bzw. kaum eine Stadt auf dieser Welt hat eine idyllische Anfahrtssituation…ausser Hannover natürlich. Der Regen hörte so schnell auf wie er begonnen hatte und die Sonne liess sich wieder blicken, als wir auf einen Hügel mit bunten Häusern zufuhren. Heute wissen wir, dass es davon zwei Stück gibt. Santa Ana und las Peňas, zwei angesagte Ausgehviertel mit Bars, Kneipen und allem was dazu gehört.
Willkommen in Guayaquil!

Schweißgebadet fanden wir bei 35 Grad eine Unterkunft, nachdem wir diverse Hotels in der Stadt angesteuert und nach passender Parkplatzsituation befragt hatten… (Das Hotel Plaza Monte Carlo am Flughafen mit Parkplatz ignorieren wir vorerst)


Guayaquil (eigentlich Santiago de Guayaquil) ist die Hauptstadt der ecuadorianischen Provinz „Guayas“ und sowohl größte Stadt als auch wichtigster Hafen Ecuadors. Sie hat 2,2 Mio. Einwohner; im Großraum Guayaquil leben mehr als 3 Mio. Menschen. Damit ist Guayaquil deutlich größer als die Hauptstadt Quito. Das Klima in Guayaquil ist tropisch, also schwül-heiß. Das Jahr teilt sich in eine Trocken- und eine Regenzeit ("Winter").
http://de.wikipedia.org/wiki/Guayaquil

...das Wetter war gewaltig, meist heiss, bzw. schwül. Kaum eine Brise. Am Nachmittag folgte täglich ein Platzregen. Danach war es quasi angenehm.
Fenster mit Aussicht
Wir mochten die Stadt auf Anhieb, denn es war zwar irgendwie anders, aber gut. Wenn man nämlich keine/kaum Erwartungen hat, kann man nur positiv überrascht werden. ;) Gleich um die Ecke unseres Hotels, war die sehr moderne und bewachte Meile „Malecón,“ die zum Flanieren und Chillen, direkt am Wasser, einlädt.
  …der ehemalige Hafendamm, der zur Uferpromenade Malecón 2000 ausgebaut wurde, und die angrenzende Hügelkuppe Cerro Santa Ana wurden durch umfangreiche Bau- und Renovierungsmaßnahmen zu attraktiven Erholungs- und Flanierzonen umgestaltet.
Mangrovenpark mitten in der Stadt
Disco Kolibri
Denkmal für Bolívar und San Martín
Kühe in HH, Bären in Berlin, Nanas in Hannover, Kolibris in Guayaquil
Pseudo-Maurischer Uhrenturm 
Restaurant und Party - Boot
Kurz vor dem Berg Santa Ana das MAAC – Museo Antropológico y de Arte Contemporáneo, ein von der ecuadorianischen Zentralbank geführtes Museum für Anthropologie und moderne Kunst. Teile der Sammlung präkolumbischer Kunst der Zentralbank, werden hier in wechselnden Ausstellungen Werke zeitgenössischer ecuadorianischer Künstler ausgestellt. Es war schön, haute uns heute aber nicht aus den Latschen, denn aus Peru waren wir in Bezug auf Keramiken und Co.KG sehr verwöhnt.
Museo Antropológico y de Arte Contemporáneo mit Cerro Santa Ana
wichtige Dinge liegen hier nah beeinander
alt...
...und neu!
Burger wachsen hier in der Hauswand
Sanitäranlagen vom Franz.
Fast überall auf diesem Kontinent zu finden.
Uruguayische Parilla. GRAND-ios
1 Kg bestes Fleisch
Likörchen aus Uruguay
mal was gesundes zwischendrin
"Piqueo" aka Snack. Liebevoll angerichtet
 Umsatzsteuer und Service kommt in Ecuador immer extra.
Hier sogar angekündigt, bzw. ausgewiesen
Die sehr ansehnliche Kathedrale befindet sich gegenüber des hübschen, durch viele Bäume Schatten spendeten „Parque Bolivar“.
Wir hatten das große Glück, die Stadt unter besonderen „Vorzeichen“ kennen zu lernen. Mein Hamburger Lieblingskoch Diego, (Restaurante Bacco & Mr. Scampi, Valentinskamp Hamburg) kündigte uns bei seiner hier ansässigen Familie an. Somit meldeten sich spontan bei uns sein Bruder Rafael und seine Schwägerin Patricia. Es ging alles so schnell und Problemlos und wir fanden uns in einem klimatisierten Wagen (!) wieder, der uns in der historischen Parque ausserhalb der Stadt brachte. Hierbei handelt es sich um einen „Geschichtspark“, bzw. ein von der Central Bank erbautes Lebenszeitmuseum zur Pflege der Tradition der Stadt und Umland. Hier wurden komplette Strassenzüge der vorletzten Jahrhundertwende restauriert und erbaut. Ebenfalls findet man im angelegten Zoo landestypische Tiere, die aus einem bedrohten Umfeld befreit wurden. Eine Oase in Stadtnähe. Ein wunderbarer Ort.
Tapir
ex-Kampfhahn
Reis
Kakao
Kaffee
Durch Patricia und Rafael sowie Schwester Fanny, bekamen wir einen besonderen Eindruck von der Stadt. Wir gingen landestypische essen im fantastischen Restaurant LO NUESTRO und liessen und von den dreien durch die Speisekarte führen. Rafael war stets darauf bedacht, dass wir alles auch probieren.
Fanny, Patricia, Los Zottis, Rafael (vRnL)
lecker Vorspeisen!
Pollo de seco - KÖSTLICH
Fischdurcheinander
Am Abend duften wir unsere zweite Parrilada live miterleben. Bei Cousin Fernando und Frau Martha steigte ein BBQ, eine große Freundesgruppe kam zusammen. Ein Teil von Ihnen kam aus Chile und hatte köstliches Fleisch im Flieger mitgebracht. Somit war es eine bunte Runde: Ecuador, Chile, Kolumbien (Patricia) Österreich und Deutschland. Ein schöner Abend, der etwas Wehmut mitbrachte, als wir die10 Freunde so ungezwungen , glücklich und genießend beisammen sahen. War es nicht fast ein Jahr her, dass wir ähnlich mit unseren Freunden in Hamburg beisammen waren? Samstag erlebten wir ein weiteres Highlight, wenn man es sich denn erlauben kann: Wir durften hinter die Mauern des wichtigen COUNTRY CLUB Guayaquil. Während Rafael mehrere Stunden, bei brennender Sonne, über den Golfplatz ging, kümmerte sich Patricia, Schwägerin Fanny und die älteste Tochter Gloria (von 4 Töchtern!!) um uns und wir genossen das DOCLE VITA. Neben Club im Club lernten wir weitere Family & Friends sowie Köstlichkeiten des Landes bei gemeinsamen Mittagessen kennen. Es war ein richtig toller, gemütlicher Familientag.
super Clubhaus
Gloria, Fanny, Patricia und Clemens im Club...
...mit Club!
(Von Walter Schneider, siehe oben)
Auch hier ist Ceviche ein Renner
Rafaels Special!!!
(Rohe Schneckensuppe)
Auch brachte uns Patricia bei, dass die IGUANAS (Leguane) auf Bananen stehen. Der Parque Bolivar heisst heute vielmehr Parque de las IGUANAS. Denn was hier abgeht, glaubt man nicht, hätt man es nicht mit eigenen Augen gesehen: Mitten in der Stadt, in der Hitze der Grosstadt leben TAUSENDE dieser Tiere. Unter und in den Bäumen, den Büschen den Treppenstufen…ÜBERALL sind sie zu finden. Die meisten von ihnen machten zur Nachmittagszeit zwar gerade Fiesta, doch für uns als IGUANA-Nfänger war es unglaublich und fast unheimlich, wenn sie die teils gewaltigen Leguane blitzschnell auf einen zu bewegen und gierig auf die Banane samt Schale zusteuern. Auch streicheln der Tiere war kein Problem.
auf Augenhöhe in der Hecke gefunden
Fütterung am Morgen
Neben dem Besten Café des Kontinents, haben wir hier auch andere Dinge kennen-und lieben gelernt: Das Küssen. Die meisten Küsse des Jahres haben wir innerhalb von 4 Tagen in Guayaquil verteilt und bekommen. Man küsst nämlich praktischerweise in Ecuador nur einmal. Geht somit Razfaz! Kein Firlefanz! Zur Begrüssung und Verabschiedung. Alle und jeden der vorbeikommt. Ich find praktisch! Toll! Also, weiter küssen! Sonntagfrüh ging ein grosser Traum in Erfüllung: „Once in a lifetime…“ Wir stiegen in den Flieger nach GALAPAGOS. Lediglich einen Flug hatten wir im Internet gebucht, somit hatten wir vor Ort zwar etwas „Arbeit,“ aber, so hatten wir gehört, wenn man etwas Zeit und Muße mitbringt, hat man die Chance ein Schnäppchen zu schlagen und kostengünsti/er auf einen der über 40 verkehrenden Yachten unterzukommen um damit einen wohl einzigartigen Einblick in das Tierparadies unserer Welt zu bekommen.. Nirgends sonst kann man mehr Tierarten finden, die noch frei in der Wildnis zu sehen sind. Schnorcheln mit Pinguinen, Tauchen mit riesigen Mantarochen oder meterlange Echsen bestaunen…auf der Suche nach dem Hammerhai! Lord Höördie hatte auch Urlaub und stand in einer gesicherten Wohnanlage bei einer weiteren Schwester von Diego. Die Gastfreundschaft die uns hier entgegengebracht wurde/wird ist sehr beeindruckend, sehr freundlich und umwerfend. Wow! Selten so etwas erlebt! 1000 Dank dafür, liebe Familie Dillon Mantilla. See you soon!
Machala bis Guayaquil.
190 km / 3 Std

26.04.2012

24.04.2012 Bosque Petrificado Puyango / Ecuador

Es zog uns wieder gen Peru…allerdings nur in Grenznähe und das auch eigentlich unfreiwillig.

Da wir nun schon in der Ecke waren, besuchten wir auch hier (nach Patagonien) einen versteinerten Wald. Der grösste dieser Wälder befindet sich übrigens in Mexico.

 „Puyango“, laut Karte eine Art Ort, lag schon ziemlich abseits und die Anreise war erneut traumhaft grün und dschungelartig. Das Wetter wurde noch heisser und die Schwüle nahm ebenfalls zu. Momentan befinden wir uns aber im „Winter“…bei über 30 Grad…denn zZt. regnet es häufig, dafür war alles enorm grün, saftig und „blumig.“
Würstlstand am Straßenrand
Hühnchenfarmen gibt es hier in Mengen 
Im sog. Sommer, welcher ca. Juni/Juli beginnt, herrscht Trockenzeit, dann sind dann alle Bäume nackig und ab und zu kommt eine kühle Brise von der Küste vorbei. Nun stand die Luft.

Rabengeier.
Er frisst vor allem As. Auch altes...
Mama und Kinderschmetterlinge
Der Naturpark hat 5000 ha mit urzeitlich versteinerten Pflanzen, die schätzungsweise 70 Mio. Jahre alt sind. Im Gestein befinden sich auch Abdrücke von Bäumen, Palmen und Farnen. Sogar Dinosaurierspuren und Profile von Meerestiere wurden gefunden und sind in einem kleinen Museum ausgestellt. Ebenfalls sind, gerade zur Sommerzeit, über 100 Vogelarten zu entdecken…wenn man sie denn sieht ;)
http://de.wikipedia.org/wiki/Versteinerter_Wald
versteinerte Baumstümpfe
sei kein Frosch...
Der Wald war logischerweise völlig anders als in Patagonien, aber nicht weniger beeindruckend. In der Dschungelartigen Umgebung, liegen Unmengen der Steine herum. Ebenfalls gab es „EL GIGANTE...“ der aber noch zum Teil vergraben war.

el  gigante
...überall findet man fremde Spuren
Babyfrosch, so gross wie ein Daumen
kleine Flitzer
25m hoher Baum, ca 120 Jahre alt.
mit äusseren Jahresringen (alle 10 Jahre)
und er ist innen hohl
Name des Baumes
Der Parkeintritt kostet inkl. 1,5 Stunden Führung durch einen Guide sowie Museumsbesuch 1,00 US pro Nase. Wie sich das wohl rechnet?
http://www.bosquepuyango.ec/en/index.php

Im Anschluss steuerten wir auf die Küste zu und durchfuhren die Region EL ORO…sahen wieder mal Bananenplantagen ohne Ende. Der Wahnsinn! Zwangsweise machten wir abends einen Übernachtungsstopp in MACHALA, einer furchtbar lauten und dreckigen 150.000 Menschen Stadt, welche die Hauptstadt der Bananenprovinz darstellt. Der Dreh und Angelpunkt des Bananenexports. Quasi ALLES BANANE hier.
Etwas ausserhalb der Stadt fanden wir ein lauschiges Plätzchen…wo wir die Planung für unseren Besuch in GUAYAQUIL machten, der grössten Stadt des Landes die am Tag darauf auf uns wartete…
GPS Aufzeichnung
Moromoro via Puyango nach Machala