24.11.2011

20.11.2011 Cerro Castillo / Chile

Am Río Jeinemeni passierten wir die Grenze, erledigten relativ schnell Zoll und Fruchtkontrolle und befanden uns kurz danach in „Chile Chico.“

Es regnete. Wir deckten uns mit neuer Wegzehrung ein, was nicht so einfach war, hatten wir doch grad unsere „Lieblingsprodukte“ in Argentinien…Aber dann ging es los: Die Fahrt verlief westlich über eine Haarnadelkurven gespickte Schotterstrasse, in atemberaubender Natur. Alles war grün und bunte Büsche am Wegesrand, blitzeblaue Seen und Lagunen liessen uns nur staunen.



Diese Schotterstrasse führte uns dann auf die berühmte Carretera Austral, die vorerst auch aus Schotter uns Erde bestand.
Die Carretera Austral (offizielle Bezeichnung Ruta CH-7) ist eine rund 1350 Kilometer lange Straße von Puerto Montt nach Villa O’Higgins an der Südgrenze der Región de Aisén.
Lange Zeit war der Süden Chiles nur per Flugzeug oder Schiff zu erreichen. Der Panamerican Highway führte nicht durch diese unwegsame Gegend, sondern über Argentinien nach Feuerland; der Grund liegt in der dichten Bewaldung des Gebietes, wohingegen das argentinische Patagonien sehr karg und somit weitaus leichter zu bebauen ist.
Im Jahre 1976 begannen die Bauarbeiten an einer Straße durch den Süden. Die Carretera Austral bildete das aufwendigste Großprojekt in Chile im 20. Jahrhundert. Ausgangspunkt für den Bau war die Stadt Puerto Montt. Mehr als 10.000 Soldaten wurden zeitweise für den Bau eingesetzt. Der Straßenbau erwies sich als äußerst schwierig, da die Landschaft von Fjorden, ,Gletschern und Gebirgszügen durchzogen ist.
Mehr als 20 Jahre wurde an der Straße gebaut. Die reine Nord-Süd-Route erwies sich als technisch unmöglich. So führen rund 1150 km von Norden nach Süden und rund 229 km von West nach Ost. Der nördliche Teil zwischen Puerto Montt und Chaitén ist noch nicht fertiggestellt. Zwischen Hornopirén und Caleta Gonzalo verkehrt eine Fähre.
Der Bau kostete rund 200 Millionen US-Dollar. Trotzdem sind weite Teile nur einfache Schotterpisten; die Wartung und Pflege erweist sich als aufwändig. Die Straße gilt als Geheimtipp.



Wir passierten u.A. das idyllische Örtchen mit Namen „Tranquilo“ und genossen die Landschaft und fuhren entlang des Sees „Lago General Carrera“, der nach dem Titicaca der grösste See Südamerikas ist. (Er liegt ebenfalls in Argentinien, bis kurz vor den Ort Perito Moreno heisst dort aber Lago Buenos Aires)
Diese extrem grünen Bäume und diesen bunten Büschen. Ich hätte mich reinwerfen können, so schön sahen sie aus.






Es ging hinab ins Tal, dort passierten wir einen Toten Wald, der dennoch sehr beeindruckend aussah. Nebelschwaden machten es unheimlich, aber auch unheimlich schön und friedlich. Bedingt durch die Kurven nahm die Fahrt keine Ende, der Tag schon.



Wir cancelten unsere Idee, bis in die nächst grössere Stadt „Coihaque / Coyhaique“ zu kommen und fanden nach 350 km um 21:00 im Parque Nacional Cerro Castillo abseits der Strasse die Laguna Chiquay mit Campingmöglichkeit, weder Gäste noch Ranger zu sehen. Die Nacht war extrem kalt aber dafür extrem kostenlos.
Am nächsten Morgen gab es Schnee zum Kaffee…es waren 4 Grad und wir waren langsam frustriert. Sollte nicht langsam mal der Sommer kommen?

23.11.2011

Zotti-Special***Zotti-Special***Zotti-Special

Wir werden immer wieder gefragt, daher hier ein kleiner Einblick in unser momentanes Leben…

Unser Auto „Lord Höördie“ ist ein Land Rover Defender (Td5) aus dem Jahr 2004. Wir haben ihn Ende Januar in Hamburg bei der sehr netten Familie LOHSE gefunden.
Er war bereits (fast) so wie er jetzt ist.

Es ist kein Campingwagen. Zwar hat „er“ „campingähnliche“ Züge, dadurch hat er aber nichts von seiner Sportlichkeit einbüssen müssen. Wir müssen durch Auf-oder Umbauten, seiner Grösse und Gewicht vor keiner Strasse / Situation Halt machen. Das war uns wichtig. Dennoch haben wir die Möglichkeit darin zu übernachten. Ein WC/Dusche haben wir nicht. Strom nur während der Fahrt. (wenn es funktioniert) Wasser transportieren wir in Kanistern (30 l reichen für 2-3 Tage) mit. Eine Solarpanele könnten wir noch nachrüsten, für dauerhaften Strom u.A. für unsere Kühlbox in den wärmen Gefilden.
Ausser zwei neuen Stossdämpfern in Bolivien, die wir irgendwann sowieso gebraucht hätten, ist er super in Schuss. Über 167.000 km hat er nun runter. Es quietschen nur die Bremsen. Damit meine ich: Quiiiiiiiiiietschen. Laut bzw. lautstark. Komischerweise aber auch nicht immer. Je nach Lust und Laune halt. Halt ein Charakterauto.
Oft hört uns schon von weitem. Hupen brauchen wir also nicht mehr.
Anpirschen? Ohne uns. Die genaue Ursache konnte uns aber auch die deutsche Werkstatt in Santa Cruz, Bolivien nicht nennen. Wenn wir an einer Ampel halten und das Auto nebenan die Fenster geöffnet hat, ernten wir oft böse Blicke. Aber wir quietschen erst mal weiter, bis wir eine günstigere Lösung gefunden haben, ausser „alles raus und neu machen.“
Unser Freund der Tapir aus Brasilien hat ja schliesslich auch eine Glocke um den Hals und alle hören ihn...
Wir haben ein hH: Ein „hübsches Hubdach“, welches nach 2-7 Handgriffen als Schlafzimmer fungiert. Besonders schön ist, dass man die eine Seite öffnen oder mit Mosquitonetz versehen kann, somit schläft man quasi unter dem Sternenhimmel. Das Dach wird (von Clemens) hochgedrückt (Luftfeder) und mit zwei Stangen im Innenraum fixiert. Geschlossen wird das Dach von uns beiden, wenn wir im Innenraum stehen und darauf achten, dass die Plane nicht an den Seiten eingeklemmt wird. Laut Beobachtern sehen wir in diesem Vorgang bereits sehr routiniert aus.
Inzwischen haben wir einige Vergleichshubdächer getroffen, die die Plane ergänzt, bzw. verstärkt, verdoppelt oder verdreifacht haben, damit mit Regen und Wind weniger Chance haben zu stören.
Wir sind da etwas rustikaler gestrickt: Dick anziehen und im Schlafsack einmummeln, notfalls mit Regenjacke und Mütze schlafen und ein Vino für die Bettschwere.
Obwohl die Eiskristalle an der Innenplane an der Lagune in Bolivien morgens beim Aufwachen schon gewöhnungsbedürftig waren. Aber es sind ja nicht immer -18 Grad.

Nachtrag: 28.11.11.
Der einzige Luxus an/in unserem Auto ist die Sitzheizung sowie die elektrischen Fensterheber. Eine Klimaanlage sucht man vergebens. Sie nachzurüsten wäre extrem teuer uns extrem Quatsch, denn sie würde  - laut Erfahrungsberichten - nur die Knie kühlen. In sofern nutzen wir zum kühlen die elektrischen Fensterheber sowie zwei Lüftungsklappen unter der Windschutzscheibe.
Daher haben wir auch eine besondere "Staubsituation" im Auto. Egal. Rockt dennoch!

Wie in jedem guten Wohnzimmer haben auch wir eine ordentliche Schrankwand mit Ausziehtisch.
Ähnlich wie bei uns! Quelle
http://www.ex-tec.de/
Ähnlich wie bei uns! Quelle
http://www.ex-tec.de/
Dort lagern (wir einen Teil) unserer Klamotten und Kosmetik etc. Der Stauraum ist WELTKLASSE und wird von vielen sehr beneidet! Weitere  Schränke bieten Platz für unsere Reiseführer sowie diverse Technikgeräte und die „Hausapotheke", die wir glücklicher Weise noch nicht wirklich gebraucht haben. (Toitoitoi)

Inzwischen sind wir bei einem eigenen Küchenschrank und einem Vorratsschrank angekommen. Unsere Mini-Campingausrüstung wie zwei Sätze Geschirr und zwei Thermosbecher-und Kannen, haben wir inzwischen etwas aufgestockt… Wir „tuppern“ inzwischen wieder in diversen Grössen, haben ein Filetiermesser, eine Schöpfkelle, eine große Salatschüssel (LOGO), Nudelsieb, Holzbrettchen und Weingläser. Richtige Glas-Gläser. Die mussten einfach sein. (Sie haben diverse Fahrten und Strassen überlebt und machen stets mächtig Eindruck, wenn wir mit denen um die Ecke kommen. Die Utensilien, die wir von Freunden und Familie geschenkt bekommen haben, sind dauerhaft im Einsatz...hier ein Teil zur Ansicht..
schnelltrocknende Handtücher

Der Weltbeste Thermobecher

klein - aber grosse Wirkung - Lampe

Stirnlampe  - für freie Hände 

Allroundbeutel
...

Schutzengel fährt mit ( 4 weitere dabei)




Erstmalig in unserem Leben besitzen wir einen Kartoffelstampfer, eine Picknick-Kühlbox sowie einen Schnellkochtopf…In der „Höhe“ will der Gaskocher am liebsten ewig- bis gar nicht in die Gänge kommen. Es sei denn mit einem Schnellkochtopf. Aber findet mal in Bolivien einen handlichen Kochtopf, der weniger als 5 Liter fassen kann? Platz haben wir nämlich nur beschränkt…schon erwähnt? Platz hat übrigens kaum ein Reisender. Egal welche Grösse das Auto hat: Platz ist immer Mangelware. Dennoch haben wir nochmals aufgestockt und es gibt seit neustem einen Wasserkocher (auf Campingplätzen gibt’s Strom, wir sparen dadurch Gas-Kartuschen) und für Clemens einen Gusseiserenen Topf zum Brot backen. Ich kaufte einen Handstaubsauger um die diversen „Sand-und Aschevarianten“ aus dem Auto zu bekommen…
Windgeschützte Kochstelle für den Schnellkochtopf

Clemens´Neuer (rechts)

Kristina ´s Neuer
Zurück zum Kochtopf: Es hat gedauert, aber wir haben die sportliche 3,5 l Variante gefunden.

Kommen wir zu unserem heißen Püster.
Genauer gesagt, ist er eine mobile Heizung.
Für 15,00€ ist der „heiße“ Bolivianer zu uns gekommen. Gerne hätten wir ihn in Uruguay und Brasilien „damals“ schon eingesetzt. Für kommende Destinationen wird er uns einheizen. In Bolivien war er schon sehr wirksam. Wenn wir ihn nicht benötigen, fährt er bei den Klamotten auf dem Dach mit.

Ja, wir sind bekloppt. Aber das immerhin mit frischem Brot im sauberen Auto mit heissen Speisen und Getränken sowie nem heissen Hintern.

Klamotten sind ein Thema. Wie vermutlich in jedem Haushalt.
Allerdings wollten wir nicht nur in Outdoor-Hose, Fleece und Trekkingsandalen rumlaufen. So etwas hatten wir bis vor kurzem nämlich gar nicht. Unsere ersten „richtigen Outdoorklamotten haben wir in Bolivien, vor dem Salar zusammengekauft…Nun nutzen wir sie gerne, tragen aber auch weiterhin“ normale“ Klamotten.
Somit haben wir mehr zum „Wechseln“ dabei… zwischendrin wird Kleidung auch verschenkt. In Bolivien haben wir eine gut gefüllte Tasche in den Bergen unter das Volk gebracht.
Mitten in den Bergen steht vermutlich ein kleines Mädchen bei -15 Grad in meinem geblümten Sommerkleid. Sie wird schön bunt und schick aussehen. Aber der nächste Sommer kommt bestimmt.

Jeweils 1 grosse und/oder 1 kleine Reisetasche haben wir griffbereit im Auto, sodass wir nicht erst lange wühlen und suchen müssen, wenn es in ein Hotel geht. Die Taschen sind übrigens der Hit. Wie ein „Fass ohne Boden“. („Gym & Weekender“ von American Apparel)

Die Winter oder Sommerkollektion fährt also IM Auto oder AUF dem Auto in Wasser-und Staubfesten PVC Säcken mit.

Schuhe haben wir beide zu viele mit dabei. Nach und nach werden sie „abgetragen“ und entsorgt…(oder neu gekauft)

Also, Kleidung und Schuhe werden nach und nach weniger…Obwohl es sehr schwer ist, der Auswahl hier zu wiederstehen. Es gibt so viele tolle und hübsche Sachen zu unglaublichen Preisen. Unser neuestes Konzept lautet daher: Für das was man neu kauft, wird eine alte Sache weggetan...

Vorräte sollte man immer haben. Wie im richtigen Leben.
Hier ist es schwierig, manche Dinge zu bekommen. Sollten sie einem über den Weg laufen: KAUFEN. Beispielsweise gute Pasta. Die meisten Nudeln schmecken „mushi“…was so viel bedeutet wie lätschert oder labbrig. Und das hat nichts mit der Kochweise zu tun. Die Beschaffenheit ist einfach so. Also gute Produkte, Vollkorn-oder Biolebensmittel, Roggenmehl zum Brot backen oder HARIBO Gummibärchen werden gebunkert. Solange es unser Stauraum zulässt. Das gleiche gilt übrigens auch für guten Wein. Hierfür erweitern wir den Stauraum gerne spontan und es entstehen oft ungeahnte Möglichkeiten. Allerdings treffen wir auch an den unmöglichsten Stellen Flaschen wieder.  I like.

Manche Lebensmittel gibt es aber so gut wie gar nicht: z.B. Quark, Naturjoghurt, HARIBO, Lakritze oder leckere Milch und natürlich ein anständiges Schwarzbrot. Sehr selten findet man ein „Original“ in einer deutschen Kolonie. Daher backt Clemens nach wie vor selber, wenn wir einen Ofen oder eine „Glut“ zur Hand haben. Die passenden Zutaten sind nicht immer zu bekommen…Wir fahren ab und zu mit 2-3 Kilo Roggenmehl durch die Gegend, wenn wir es in einem Reformhaus bekommen haben.

Die spanische Sprache spricht Clemens schon lange. Und sehr gut. Gelernt ist gelernt. Ich auch. Immer wieder aufs Neue. Mal geht das Lernen besser, mal schlechter. Mit Händen und Füssen geht aber nach wie vor Einiges. In Brasilien und kleinen Dörfern in Paraguay und Bolivien haben wir allerdings beide unsere Hände und Füsse benötigt, da es schon eigenwillige Sprachen sind…und man entweder Spanisch nicht versteht oder nicht verstehen will. Aber wir haben alles im Griff.

Unterkünfte finden, bzw. auf Hotel-und Campingsuche in den jeweiligen Städten begeben wir uns meist spontan. Eine erste Auswahl erfolgt durch Reisefüher und Internetrecherche. Dadurch, dass wir immer auf einen gesicherten Parkplatz in Hotelnähe angewiesen sind, schauen wir spontan vor Ort. Unter den „Overlandern“ existiert ein reger Austausch an Informationen, GPS Daten und Listen…Daher wissen wir ungefähr, wo hinfahren sollen oder auch nicht. Appartements wie in Buenos Aires oder Córdoba recherchieren wir im Vorfeld. Nach Lage, Lautstärke und Parkplatzsituation im Internet, schreiben dann den/die Eigentümer/Vermittlungsagentur 1-2 Tage vorher an, besichtigen und entscheiden.

Das Campingleben ist für uns beide neu.
Klar, waren wir "Anno Filzschuh" mal zelten mit Eltern und Brüdern, oder im Sportverein über das Wochenende…aber Camping über einen wirklich längeren Zeitraum „auf rollenden Rädern“ haben wir noch nicht getan. Wir haben auch KEINEN Probelauf mit unserem Auto gemacht.
KEINEN. Wir treffen Leute, die haben Probeläufe in Tunesien, Schweden oder Timbuktu hinter sich.
Den Probelauf im Garten meiner Eltern habe ich abgeschmettert. Was wäre gewesen, hätten wir es „doof und ungemütlich“ gefunden? Ausserdem „wirkt“ es über 10.000 Kilometer entfernt der Heimat sowieso anders. Genau SO ist es richtig gewesen. Unsere erste „Campingsituation“ hatten wir in Paraguay an der Laguna Blanca. Genial.



Inzwischen haben wir uns daran gewöhnt und geniessen es. Ganz besonders in freier Wildbahn ist es immer ein richtiges Erlebnis. Alles im Auto hat selbstverständlich seinen Platz, ALLES. Jeder Zentimeter ist genutzt. Natürlich sind es sind immer ein paar Handgriffe, bevor „es dann losgeht“, aber durch Leben im Auto erlebt man die Natur tatsächlich anders, als wenn man sich in ein Hotel verkrümelt. Je nach Wetter und Laune besuchen wir aber auch so eines noch…die Abwechslung ist für uns, mit der Art von Auto und Campingmöglichkeiten, begrenzt und daher optimal.

Heimweh kommt immer seltener vor. Richtiges Heimweh haben wir (noch) nicht bzw. nicht mehr. Es ist mehr das Verlangen nach gewissen Situationen oder die Erinnerungen, die uns sagen lassen „hach, das wäre jetzt schön“ oder „ das vermisse ich“…Soll nicht heissen, dass wir Familie und Freunde nicht gerne mal bei uns hätten, aber Dank der modernen Technik wie eMail, Facebook, Skype findet eine Menge Austausch statt und wir sehen, wie es Euch geht und wie unsere 3 Neffen und 3 Nichten „wachsen und gedeihen“.

Sehr schade ist, nicht in schönen oder auch traurigen Situationen „Hand-in-Hand“ jmd. beistehen zu können. Seid Euch aber gewiss, dass wir gedanklich bei Euch sind.
Mal eben rüber „beamen“ ist leider noch nicht erschaffen. Kommt hoffentlich als nächstes.

Wir haben eine kleine Foto und Videoausrüstung dabei.
Neben der Kamera Olympus PEN EP 1 haben wir von unseren Freunden einen genialen Mini Camcorder HD von Panasonic geschenkt gekommen. Unser Allrounder ist die Panasonic Lumix Full HD, die Stoss- Wasser-Staubfest ist. Sie ist immer dabei. Klein wie eine Zigarettenschachtel. Alle 3 machen nicht nur tolle Bilder, sondern auch super Videos.
Bilder werden im Nachhinein aus Zeit- und Kenntnis-Gründen nicht bearbeitet. Nehmt was ihr kriegt ;)

Unser Blog. Er ist unser Tagebuch. Wir haben keinen doppelten Boden. Kein Schreib und Klebeheft. Nicht immer einfach, teilweise zwischen Tür und Angel zu schreiben, Bilder zu verkleinern und hochzuladen, aber unsere Eindrücke verarbeiten wir dadurch, dass wir sie aufschreiben und bebildern.

Wir sehen und erleben so Einiges. Schön wenn viele von Euch daran teilhaben wollen und den ZOTTIS regelmässig einen Besuch abstatten. Wir hörten schon von vielen, dass wir z.B. Sonntags direkt nach dem Frühstück dran kommen, bei anderen zum Kaffee & Kuchen, bei anderen vor dem Tatort oder gar Montagfrüh im Büro, bevor die Woche losgeht oder einfach mal so Zwischendurch. Das freut uns natürlich sehr. Weiterhin werden wir versuchen „aktuell“ zu sein und unsere Anekdötchen in die Welt zu senden.

Es lebe die „Zottizeitung!“ (Danke an Max V.)

Wir danken unseren treuen Fans! :-)
Bei weiteren Fragen einfach fragen!

Wir denken an Euch – denkt Ihr an uns!

Liebe Grüsse,
Eure Zottis

PS:
Wenn wir zurück sind, werden wir alles auszudrucken und binden lassen. Kommt Zeit, kommt Drucker…

18.11.2011 Cuevas de las Manos / Argentinien

Der Norden rief, daher mussten wir weiter. Die Ruta 40 entlang fuhren wir heute wieder eine beachtliche Strecke von 550 km, meist auf Schotter. Der einzige Ort den wir zwecks Tankstopps trafen nannte sich Bajo Cararoles und war ein Verkehrs-Knotenpunkt in jede Himmelsrichtung. Ausser überteuertem Diesel hatte dieser Ort nichts zu bieten. Wir hatten ein Ziel, die „CUEVAS DE LAS MANOS“, sagenhafte Höhlenmalereien, die zu den besten Argentiniens gehören sollten. Sie lagen 50 km abseits der Ruta 40, inmitten rauer Landschaft, entlang des Río de las Pinturas.
Ausser ein paar Guanakos und einigen Baufahrzeugen hatten wir die Straße für uns.



Uns war klar, dass wir ab Abend keine Führung mehr bekamen, hofften aber, dort stehenbleiben zu können um nicht in dem furchtbaren Tank-Ort campieren zu müssen.
Wir durften und hatten einen wunderbaren Blick auf den Canyon. Es windete, aber geschützt in einer Kurve genossen wir wiedermal eine ruhige Nacht. Strahlender Sonnenschein am nächsten Morgen und Windstille.
Die UNESCO erklärte die Höhlenmalereien 1999 zum Weltkulturerbe. Hierbei handelt es sich um mehrfarbige Felsbilder, die Einbuchtungen und Nischen der Höhlenwände bedecken. Aus der Zeit um 7370 v. Chr. Stammen die Darstellungen von Abdrücken menschlicher Hände Weiter Bilder zeigen Guanakos und einige abstrakte Motive, welche in einer späteren Periode entstanden. 90 % der 800 Bilder zeigen linke Hände…eine davon mit 6 Fingern…











Chinchilla/Hasesuchbild
Im Anschluss fuhren wir die Ruta 40 weiter. Über die Ortschaft Perito Moreno erreichten wir am Spätnachmittag nach 280 km den Grenzort „Los Antiguos“, nach nur vier weiteren Kilometern wären wir am Tag drauf in Chile. Los Antiguos lag am wunderschönen Lago Buenos Aires. (Dieser See würde uns noch bis nach Chile begleiten…dort hiess er allerdings anders: General Carrera und er war nach dem Titicacasee der grösste See Südamerikas.)
es geht auch anders

Ankunft Los Antiguos

Nun hiess er aber erst mal „Restessen“ bevor uns die Chilenen Früchte und Co. wegnehmen würden. Ausserdem weihten wir Clemens vorgezogenes Weihnachtsgeschenk ein, genossen den Abend vor dem Feuer und resümierten über unseren 2,5 monatigen Argentinienaufenthalt…vom Norden waren wir bis ans Ende der Welt im Süden gefahren und hatten schon einen „kleinen“ Überblick über das Land bekommen…länger hätten wir es aber auch ausgehalten…

Fazit:
Argentinien ist ein absolut faszinierendes Land, welches sehr gross und weitläufig ist. „Mal eben“ geht hier Garnicht. Die Landschaft ist so abwechslungsreich und wunderschön. Es gibt quasi alles. Einige Male hat es uns tatsächlich die Sprache verschlagen. So viele Wow´s gibt es!
Argentinien lässt sich wunderbar (und sicher) bereisen, ob mit dem Auto, dem Motorrad, dem Rad, im Flieger, oder mit dem Bus so das Feedback von vielen Reisenden.
Die grösseren Städte sind ziemlich gut aufgestellt und es gibt alles was man kennt und benötigt. Die meisten Menschen, sind sehr freundlich und hilfsbereit, oftmals interessiert und begeistert, dass man Ihr Land besucht. Die Menschen hier sind einfach lässig, zwar lebt bei den Männern die Macho-Kultur, aber viele charmante und interessante Personen kreuzten unseren Weg. Wir finden es einfach ein ziemlich cooles Volk, mit denen man es sehr gut aushalten kann.
Glücklicherweise werden wir aus Chile, weiter nördlich auf der „VULKANROUTE“ nochmal Argentinien besuchen, so müssen wir nicht für immer Abschied nehmen! (…und auf das Fleisch freuen wir uns heute schon. Es ist unserer Ansicht nach das Beste Fleisch…und das Beste Steak, das gibt es nach wie vor in Buenos Aires!

Don´t cry for me Argentina – I´ll be back!

Nun auf nach Chile, der „schmale Gürtel“ soll ebenfalls sehr vielseitig sein. Es liegen also auch hier 2 spannende Monate vor uns.