Circa 550 km lagen vor uns.Der Weg aus Cafayate ist von Weinbergen umgeben, die teilweise in Sand und Lehm gebettet sind. Auch kleine Papageien fliegen durch die eher triste Gegend. Und natürlich stehen die hübschen Kakteen ringsherum.
Auf dem Weg liegen die „Ruinas de los Quilmes“, einer Befestigungsanlage, die Überreste einer komplexen Städtischen Siedlung, die um das Jahr 1000 entstand. Auf 30 ha Fläche wohnten damals ca. 5.000 Menschen. Die Quilmes Indianer überlebten noch den Kontakt mit den Inkas, die ab 1480 in die Gegend eindrangen, nicht aber die Belagerung durch die Spanier 1667, die die verbliebenen 2.000 Einwohner nach Buenos Aires verschleppten.
Sie ist eine der größten archäologischen Attraktionen des Landes. Die Befestigungsanlage wurde von der gleichnamigen Ethnie erbaut, um den angreifenden Spaniern zu widerstehen, was jedoch nicht gelang, da die Spanier deren Felder anzündeten und sie hungern ließen, bis die Quilmes schließlich aufgeben mussten.
Der größte Teil der Anlage liegt an einem Berghang in einer Nische, wo die gute Übersicht in kriegerischen Auseinandersetzungen entscheidend war.Die Ruinen von Quilmes wurden im vergangenen Jahrhundert von Juan Bautista Ambrosetti einem Archäologen der Universidad de Buenos Aires entdeckt. Die Restaurierung der Anlage begann 1978.
Also so ein Haufen Steine ist ja echt beeindruckend und weckte die Vorfreunde auf die peruanische Inkastadt Machu Picchu, welche wir auch noch sehen werden.
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| Museum Pachamama |
Kaum unten im Tal angekommen fuhren wir in die erste Polizeikontrolle. Insgesamt wurden wir an diesem Tag 5 Mal kontrolliert…meistens nur nach Führerschein und Wagenpapieren, aber auch nach gültiger Versicherung befragt…Hier erfuhren wir, dass wir auch in diesem Land tagsüber mit Abblendlicht fahren müssen und mussten daher eine „Multa“ in die Staatskasse werfen. bzw. landete es vermutlich in einer eher privaten Kasse. Aber hierfür waren die Nordargentinier bei uns Gringos bekannt.
Die Strasse zog sich wie Kaugummi, die Orte am Wegesrand der Ruta 38 waren öde und meist nicht besonders hübsch. Am Strassenrand waren nun Felder mit Schilf zu sehen und in den Orten sahen wir dann schliesslich Korbverkäufer. Kurz vor La Rioja stehen Kilometerweise links und rechts nur Olivenbäume, sowie Olivenverkäufer…
In der gesamten Region fanden sich am Strassenrand ebenfalls kleine Schreine mit roten Fahnen.
Der „Gauchito Gil“ als eine Art Patron von Auto-, Bus- und Lastwagenfahrern gilt, ist es üblich, zu hupen, wenn man an einem Schrein vorbeifährt, um Gauchito Gil damit zu grüßen. Im Gegenzug hofft man auf eine unbeschwerte und unfallfreie Reise. An seinem Todestag, dem 8. Januar, findet ein großes Fest zu seinen Ehren statt, an dem getrunken, gesungen und getanzt wird.
Gegen 19:00 landeten wir in La Rioja. Die Einfahrt in die Stadt war relativ unspektakulär und die Stadt wie ausgestorben.
La Rioja ist eine Stadt im nordwestlichen Argentinien und Hauptstadt der gleichnamigen Provinz La Rioja und hat 143.684 Einwohner.
Die Stadt liegt auf 543 Metern Höhe am Nordwestenende einer weiten steppenhaften Ebene, die den gesamten Südosten der Provinz mit Ausnahme einiger kleinerer Gebirgszüge bedeckt. Westlich der Stadt liegen die Sierren Sierra de Velasco und Sierra de Mazán.
La Rioja war bis in die 1970er-Jahre eine landwirtschaftlich geprägte Stadt, die vor allem als Zentrum des Weinbaus in der Umgebung Bedeutung hatte. Die Erklärung zur Sonderwirtschaftszone Anfang der 1970er brachte einen starken Industrialisierungsschub für die Stadt, die heute eines der Zentren der argentinischen Pharmaindustrie ist.
Wir fanden eine zentralgelegene Unterkunft und machten uns auf den Weg zu einem „Sundowner“. Doch alles was wir am Wegesrand trafen und aussah wie ein Café, Bar oder Restaurant war geschlossen. Wir trauten unsren Augen nicht und fühlten uns wie damals in Corumbá…Doch wir fanden schliesslich Menschen. In den umliegenden Kirchen waren sie zu finden. Der Ort ist sehr fromm, somit waren vermutlich alle Menschen in der Kirche. Die Kirchen waren (fast) überfüllt. Es war aber sehr schön anzusehen. Wir erkundeten also die umliegende Gegend.
Ab 20:30 öffneten dann auch wieder die Restaurants. Zuerst besuchten wir die angesagteste „Bar“…die uns aber nach 45 Minuten Modern Talking DVD in voller Lautstärke für ein Abendessen etwas zu trendy vorkam…
Wir entschieden uns für eine regionale „Parrillada“. In Salta hatten wir nur leider nur einmal ein sehr gutes Steak bekommen. Ob es hier besser ist? Oder stimmt der Mythos, dass man in Buenos Aires das BESTE Steak bekommt? Fazit: Wir müssen nochmal nach Buenos Aires.
Das Restaurant „La Vieja Casona“ füllte sich ab 21:30. Busladungen an Menschen wurden ausgekippt. Der letzte Gast betrat um 0:00 das Restaurant. Der Grill glühte auf Hochtouren, Steaks aber vor allem Zicklein fand man darauf.
Es war mal wieder für uns nur schwer unvorstellbar, dass man am Sonntagabend, quasi nach dem Tatort, zum Essen geht. Der Abend war wunderbar, alle Menschen sehr nett und das Restaurant hatte eine tolle Atmosphäre. Zwar rustikal, aber landestypisch.
Wir beschlossen, nach einer „Durchfahrt“ am nächsten Morgen weiter zu fahren.
Soooo „getouched“ hatte uns der Ort auch nicht und wir waren gespannt auf Córdoba…der Ort, der 1978 die deutsch-österreichische Fussballfreundschaft in Gang brachte...




































































