Die Stimmung war gut, auch nachdem wir unsere erste nervige Polizeikontrolle überlebt hatten…und eine „Spende“ abgeben mussten, da wir die Originale unserer Ausweise nicht vorzeigten, sondern nur Kopien…
Im Örtchen Santa Rosa fanden wir eine Schotterpiste. Laut GPS wäre es die, die uns zur Lagune bringen würde…oder halt eine andere. Es waren lediglich 30 km dorthin. Wäre ja schnell gemacht. Erst durchfuhren wir Dorfähnliche Gebiete. Offensichtlich eine arme Region. Nicht jeder war erfreut über uns bzw. fand unser Auto merkwürdig.
Es wurde langsam dunkel und das GPS beendete seinen Dienst. Wir beschlossen, einen anderen Weg zu nehmen. Über Feld und Schotterwege kamen wir auf eine Lichtung. Dort stand ein Lastwagen quer und zwei Herren lagen darunter. Hilfe benötigten sie auf unsere Nachfrage nicht. Wir wollten über die dahinterliegende Brücke weiter. Leider war es eine Brücke ohne „Inhalt.“ Auf lediglich zwei Balken hätten wir balancieren müssen. Über 5 Meter. War dann doch etwas sportlich, so spontan.
Wir entschieden, diesen Kraftakt zu verschieben, da es ja noch einen zweiten Weg geben würde. Also machten wir eine Kehrtwende…und fuhren retour.
Es wurde dunkel. Wir versuchten uns durchzufragen…aber Menschen und Häuser wurden immer rarer. Wenn man etwas traf, dann auf der Strasse. Fussballspielende Kinder, Rinder, Schafe, Ziegen und putzige Schweine und jede Menge Hühner machten die Anreise zu einem Slalom.
Man kannte angeblich die Laguna Blanca…Im stockfinstern standen wir nach zwei weiteren Stunden vor einem großen, verschlossenem Tor…noch zwei weitere verschlossene Tore sollten folgen…
Wir fuhren durch Felder und kreuzten zwischen Uhus, Motten und vermutlich auch anderen Wesen, öffneten nach 2,5 Stunden dann aber das Tor zum Campingplatz. Ein 14 jähriger und zeigte und das Gelände.
Ich hoffte insgeheim, dass wir im Hellen das Paradies vorfinden würden. Da schon der Badespass am Nachmittag durch die spektakuläre Anreise ausfiel, wünschte ich mir etwas Positives…
Und es kam schneller als gedacht. Es war Vollmond, das Wasser der Lagune funkelte…der Strand ebenfalls. Wir genossen unsere Ankunft mit den Füssen in Sand und Wasser und irgendwie war ich guter Dinge, dass es im Hellen noch schöner sein würde. Und ich sollte Recht behalten.
| Die Zotti Kommandozentrale |
Da das Wetter etwas bewölkt war, traten wir die Weiterreise gen Norden an. Bella Vista hörte sich auch nicht übel an, sollte am Fluss liegen und auch einen Campingplatz haben.