24.10.2012

18.10.2012 Monument Valley & Natural Bridges National Monument / USA

Nach 1,5 Stunden Austoben im gut sortierten Walmart Center und weiteren 2,5 Stunden gen Osten erreichten wir das berühmte Monument Valley, welches in der Four-Corners-Region, an der Grenze zwischen Arizona und Utah, westlich der Staatsgrenzen zu Colorado und New Mexico in einer Höhe von knapp 1.900 m liegt.

Vorher passierten wir die Kleinstadt KAYENTA, wo man abends etwas aufpassen sollte, wenn man sich dorthin verirren bzw. durch die Straßen zieht. Aufgrund der Lage in der Navajo Nation Reservation ist in Kayenta der Verkauf von Alkohol verboten und es heisst, dass es bedingt dadurch zu wilden Drogencocktails kommt, welche den ein oder anderen Indianer gerne mal aggressiv werden lässt.
Wie auch immer, die Kriminalitätsrate für gewaltige Übergriffe, ist hier 6 Mal höher als sonst in einer Kleinstadt des Landes.

Schon bei der Anreise durch die rote wüstenartige und Felsenwelt bildete sich endlich wieder eine feine rote Staubschicht auf dem Armaturen des Lords sowie unseren Lidern und Zähnen.

Das Monument Valley ist eine Ebene auf dem Colorado Plateau an der südlichen Grenze des US-Bundesstaates Utah zu Arizona. Wie der Antelope Canyon liegt es auch in der „Navajo-Nation-Reservation“ und wird von den Navajo-Indianern verwaltet. Bekannt ist das Gebiet für die riesigen, feuerroten Felsformationen und Tafelberge und somit diente auch das Gebiet öfter als Kulisse für berühmte Filme.

Das Wetter war wir oft auf unsere Seite. Zwar fegte ein Windchen über das Gelände, was aber bei knapp 30 Grad nicht ganz verkehrt war. Die Temperaturen im Monument Valley variieren nämlich zwischen −3 °C im Winter und durchschnittlich 30 °C im Sommer. Regen scheint es auch zu Regen und auch Schnee. Somit haben die Niederschläge, Temperaturunterschiede sowie der Wind haben wesentlich dazu beigetragen, die heutige Landschaft zu formen.
Und daraus ist aber auch echt was entstanden!
Die gigantischen Felsen und Formationen waren wiedermal und immernoch beeindruckend.

Für 5,00 $ (Person) darf man das abgegrenzte Gebiet betreten sowie einen 28 km langen Rundkurs fahren. Hier eignet sich am besten ein Geländegängiges Fahrzeug, denn es sind wohl fast die einzigen Staßen in der Region, die nicht asphaltiert, sondern löchrig, steinig uns staubig sind.

Der Indianer an sich findet Asphalt - wie sonst in diesem Land - scheinbar überflüssig. Das wiederum gefiel uns echt gut, denn es machte die gesamte Rundstrecke irgendwie authentischer, als wie sonst auf aalglatten Straßen von einem Aussichtspunkt zum anderen zu fahren und sich von perfekter Infotafel zu Intotafel zu hangeln.

Auch hier war eine Menge los…zumindest war der Parkplatz voll von PKW´s, Reisebussen und Camper, auf dem Gelände verlief es sich zum Glück und wir hatten "bisschen luft" für uns.
Wer den Loop nicht selber fahren will oder kann, bucht einfach eine Tour und wird gefahren.

Ein schickes Hotels namens THE VIEW, Restaurant und Souvernirshop und einen wohl perfekten (zZt. geschlossenen) Campingplatz gibt es ebenfalls. Das Gleiche nochmal ausserhalb des Gebiets auf der anderen Straßenseite.
Es gibt noch eine "primitive" (so nennt man das hier) (und recht dreckige) Campingmöglichkeit, mitten auf dem Acker mit Ausblick, wo wir kurz den Gedanken hatten, den Sonnenuntergang hier anzuschauen, doch entscheiden uns weiter zu fahren. Schliesslich müssen wir so langsam "Strecke machen"...unsere 3 Monate Aufenthalt gehen ja bald zu Ende und wir haben noch ein gutes Stück vor uns, wollen wir Anfang Dezember mit dem Lord in New York sein. Rumdödeln ist also nicht.

Also folgten wir dem HW 163 wo wir in der verlassenen Ortschaft MEXICAN HAT sogar noch eine "nur etwas" überteuerte Tankstelle fanden und bogen auf die 261 und somit ab in die Bergwelt.

Diese Straße schraubt sich wunderschön die Berge hinauf und man hat einen fantastischen Ausblick. Die kalte Nacht verbrachten wir in einem Waldstück vor dem Natural Monument „Natural Bridges“.

Das Phänomen in dieser Region sind überfüllte Campingplätze in den Nationalparks.
Dass wir bis dato mehr RV oder Camper in diesem Land gesehen haben als in einem Jahr in Süd-und Mittelamerika haben wir ja nun schon verdaut.
Dass man aber morgens ab 6:00 vor überfüllten Campingplätzen anstehen und auf einen Platz hoffen soll ist uns neu. Irgendwie unverständlich, da sich die „autarken“ RV´s und Campingmobile ja wunderbar in die freie und noch schönere Natur (kostenlos) stellen könnten und die eh meist sehr schlichten, dafür dennoch teuren Plätze mit lediglich Plumpsklo (welche übrigens immer sauber sind und kostenloses WC Papier ohne Ende haben! = Argentinien, haste das gehört??) den Menschen ohne WC an Bord oder mit Zelt überlassen könnten. Aber das nur mal so nebenbei. 

Am Morgen darauf besuchten wir das recht kleine und überschaubare Natural Monument „Natural Bridges“ (Natürliche Brücken) , sie liegen im „White- und Armstrong-Canyon“. Drei natürliche Steinbrücken - Sipapu, Kachina und Owachomo - wurden im Laufe von Millionen Jahren von plötzlich auftretenden Springfluten im ansonsten relativ trockenen, rund 150 m tiefen Bachbett herausgemuckelt, naja, eher herausgearbeitet.
Nr 1
Nr 2
Mini-Brücke in der Wand
Nr 3

Die Anasazi-Indianer nutzten noch bis vor zirka 700 Jahren obere Felsränge im Canyon zur Besiedlung. Einige alte Siedlungen finden sich in der Region noch zur Besichtigung.

Auch dieser kleine, feine Park hat einige schöne Aussichtspunkte, Trails und Wanderwege und gaben uns einen Vorgeschmack auf den noch kommenden NP ARCHES, den wir in ein paar Tagen erreichen würden und dort mal wieder eine richtige Wanderung durch die Bergwelt planten.
321 km von Page via Monument Valley bis Natural Bridges

Die Fahrt ging weiter durch das Schöne und Sonnige Utah, ab den Nord-Osten.
Next Stopp: Nationalpark CANYONLANDS.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen