29.08.2012

23.08.2012 Teotihuacan / Mexico

Um die Ruinenstätte anzuschauen, empfiehlt es sich sein Nachtquartier im Städtchen "San Juan de Teotihuacan" aufzuschlagen.
Wir warteten eine halbe Stunde bei Regenguss vor den Toren des örtlichen Campingplatzes neben der Kirche, doch niemand öffnete uns.

Somit kamen wir in den Genuss eines Traums in Mint.
Hat auch nicht jeder.
Wieder früh morgens ging es für uns zu den ca. 10 Minuten entfernten Pyramiden, welche ein Highlight auf der Ruinen-to-do-Liste Mexicos sind.  
Teotihuacán, die heutige Ruinenstätte liegt in der Nähe der heutigen Stadt San Juan Teotihuacán mit etwa 45.000 Einwohnern und befindet sich etwa 45 Kilometer nordöstlich von Mexiko-Stadt. Das Stadtgebiet war bereits seit dem sechsten vorchristlichen Jahrhundert permanent besiedelt. 
Zwischen 100 und 650 nach Christus war Teotihuacán das dominierende kulturelle, wirtschaftliche und militärische Zentrum Mesoamerikas. 

Auf dem Höhepunkt ihrer Entwicklung besaß die Stadt möglicherweise bis zu 200.000 Einwohner und war damit zu ihrer Zeit die mit Abstand größte Stadt des amerikanischen Kontinents und eine der größten Städte der Welt. Ab etwa 650 begann ihr Einfluss zu schwinden, bis die Stadt um 750 schließlich aus noch nicht vollständig geklärten Gründen weitgehend verlassen wurde. 

Die Azteken, die bei ihrer Einwanderung ins Hochland von Mexiko Teotihuacan als bereits seit mehreren Jahrhunderten verlassene Ruinenstätte vorfanden, sahen in ihr einen mythischen Ort und benannten sie mit dem bis heute fortlebenden Namen Teotihuacan (Tēotīhuacān) Sie verstanden diesen Namen als wo man zu einem Gott wird. 

Die Stadt wird seit der Zeit der Ankunft der ersten Spanier erforscht, professionelle Ausgrabungen finden jedoch erst seit etwa 1900 statt. Das Fehlen schriftlicher Hinterlassenschaften erschwerte die Forschungsarbeiten in nicht geringem Maße und bewirkte, dass viele Erkenntnisse nur durch Interpretation von Funden gewonnen werden können. Teotihuacán gehört seit 1987 zum Weltkulturerbe der UNESCO. 

Die Stadt Teotihuacán nahm auf dem Höhepunkt ihrer Entwicklung eine Fläche von mehr als 20 Quadratkilometern ein. Die Anlage der Stadt erfolgte auf der Grundlage einer Rasteranordnung, die genauestens befolgt wurde. So wurde etwa auch der Río San Juan, der die Stadt durchfließt, durch Kanalisierung dem Raster angepasst. 
Die Hauptachse der Stadt bildet die sogenannte Straße der Toten. Das nördliche Ende der Straße bildet die Mondpyramide mit dem ihr vorgelagerten Platz. Das Zentrum der Stadt bildet die Sonnenpyramide, nach der Großen Pyramide von Cholula die zweitgrößte Pyramide des amerikanischen Kontinents.
Die Sonnenpyramide liegt im Zentrum Teotihuacáns. Mit einer Grundfläche von 222 mal 225 Metern, einer Höhe von gut 65 Metern sowie einem Volumen von rund einer Million Kubikmetern ist sie die drittgrößte Pyramide der Welt. Sie wurde um 100 nach Christus in einem Arbeitsgang errichtet und war damit das erste größere Gebäude, das in Teotihuacán gebaut wurde. Ihren heutigen Namen erhielt sie von den Azteken.
noch alles leer
Strasse der Toten zur Sonnenpyramide
Blick von der Sonnenpyramide

die Sonnenpyramide
"...wolle kaufe Kette?"
Die am nördlichen Ende der Straße der Toten gelegene Mondpyramide entstand rund ein Jahrhundert nach der Sonnenpyramide. Bei einer Grundfläche von 120 mal 150 Metern erreicht sie eine Höhe von 46 Metern. Obwohl sie damit eigentlich kleiner ist als die Sonnenpyramide, liegt ihre Spitze mit der Spitze der Sonnenpyramide ungefähr auf gleicher Höhe, da die Mondpyramide auf einer kleinen Erhebung liegt. Anders als die Sonnenpyramide entstand sie in mehreren Etappen. Die früheste Mondpyramide wurde um 100 nach Christus errichtet, bis 350 folgten insgesamt sieben Bauphasen. Grabungen unter der Pyramide brachten mehrere Kammern zum Vorschein, in denen sich menschliche Überreste fanden.
Mondpyramide
Die Zottis und die Sonnenpyramide
Mondpyramide von hinten

Die Ciudadela war vermutlich eine höfische Anlage oder ein Palast, vergleichbar der Verbotenen Stadt in Peking. Die umgebenden Mauern haben eine Seitenlänge von rund vierhundert Metern und schirmen das Innere weitgehend von Blicken von außen ab. Zentrum der Anlage bildet ein Gebäudekomplex, bestehend aus Wohnanlagen sowie dem in der Mitte gelegenen Tempel des Quetzalcoatl, der „Gefiederten Schlange“.
http://de.wikipedia.org/wiki/Teotihuac%C3%A1n

Tempel Quetzalcoatl - hier wird noch gebuddelt
Spongebob bist du es? :)
Die frühen Vögel hatten mal wieder das Glück, die ersten 1,5 Stunden den Parkplatz und das Gelände alleine zu haben. Die Pyramiden sowie das gesamte Gelände sind wirklich beeindruckend, mehr noch, nachdem wir bei noch gemütlichen Temperaturen die drittgrößte Pyramide der Welt erklommen hatten.

Es ist alles sehr gradlinig und exakt, wenig Schnörkel sind zu finden. Auch hier lohnt es sich, früh vor Ort zu sein, denn ab 10:00/11:00 fahren die Reisebusse vor und schütten Menschenmassen aus, dann wird es voll. Zwar verläuft es sich recht gut, dennoch hat es mehr, wenn man alleine auf der/den Pyramide/n über der alten Stadt thront. Aber auch das hielt nicht lange an, dann fand man uns.

Unzählige Figürchen-Ketten-Tischdecken-Schmuck-Kerzenleuchter-Keramikverkäufer tummelten sich auf dem Gelände, was Wie die Motten im Licht liefen sie auf uns zu, sobald wir irgendwo auftauchten, liefen uns minutenlang hinterher. Das gab dem Ganzen leider einen negativen Beigeschmack, denn gerade bei den langen Wegen, trifft man auf unendlich viele….und es war extrem anstrengend, ihnen auszuweichen oder abzusagen. Wir "versteckten" uns im Mueseum, welches sehr lohnenswert ist.
Original und Model
Model der Stadt
Kaktusfrucht genannt TUNA
...und es wurde voller. Kein leichter Gang dort hindurch zum Auto zu kommen.
 Vielleicht ist das der Preis, den man zahlen muss, denn mit nur 3,50 € Eintritt und 2,00 € Parkgebühr pendelt sich Mexico zu den attraktiven und preisgünstigen Touristenspots ein…wären da nicht die „Folgekosten“ bei den Figürchen-Ketten-Tischdecken-Schmuck-Kerzenleuchter-Keramikverkäufern…

Gelohnt hat sich den Besuch dennoch!
Ein definitives Muss, wenn man in der Gegend ist!

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