Tja, nun waren wir auch hier angekommen…in der Hauptstadt von Ecuador.
Quito – sprich KITO hat ungefähr 2 Mio. Einwohner und liegt wie bereits mitgeteilt ca. 20 km vom Äquator entfernt sowie in einem „Andenbecken“. Zudem liegt die Stadt auf einer Höhe von 2.850 m was uns nicht wirklich Probleme bereitete, Mindo lag ja am Tag davor schon auf 1.200 m. Einfach flach durch den Bauch atmen und Tee trinken sowie wieder warm anziehen. Im Vergleich zu den letzten Wochen war es hier "oben" schon schattig. Aber auch die Sonne liess sich mal blicken und dann waren es gemütliche 22 Grad.
Nun endlich wieder:
Quito ist somit noch vor der bolivianischen Hauptstadt Sucre die höchstgelegene Hauptstadt der Welt und nach Guayaquil die zweitgrößte Stadt des Landes Ecuador. Jawohl. Endlich wieder Rekorde!
Fast ganz Quito befindet sich auf sandigen Böden vulkanischen Ursprungs. Erdbeben und Aschefälle haben Quito schon öfter heimgesucht. Quito ist von 14 Vulkanen umgeben und zerstörte Gebäude in der Altstadt wurden nach Erdbeben mindestens viermal wieder aufgebaut.
Die Altstadt gehört zum Weltkulturerbe, so hat UNESCO entschieden. Nicht nur ein Haus, nö gleich die gesamte Altstadt. Nicht kleckern…
http://de.wikipedia.org/wiki/Quito
Der erste Eindruck beim Hineinfahren in die Stadt erinnerte uns irgendwie an La Paz…ein Häusermeer inmitten von Bergen und Vulkanen…ein scheinbar gewaltiges Chaos…welches sich aber recht gut bewältigen liess und wir zügig im „Ausgehviertel“ Mariscal landeten, denn hier hatten wir eine Bleibe. Nämlich bei Gerd.
Gerd wurde uns schon von vielen Overlandern empfohlen, bzw. von denjenigen, die ein Fahrzeug mit einer max. Höhe von 2,63 m haben, denn dann passt man durch das Gartentor und steht sicher vor einer alten Stadtvilla. Eine hübsche Altbauvilla mit Parkettboden, Biergarten und allen Annehmlichkeiten erwartete uns. Gerd ist auf alles vorbereitet, der Gartenplatz für Wohnmobile hat alles was das Herz begehrt. Er ist halt ein Profi, denn sein Hostal "Zentrum" führt der gebürtige Hamburger und ehemalige Kiezgröße schon seit über 10 Jahren, nachdem er der Reeperbahn und der Großen Freiheit den Rücken gekehrt und sich Quito zugewandt hat. Nun ist er 82 Jahre und rockt hier die Bude. Ein super Typ! Er ist absolut hilfsbereit und nett, es gibt nichts was es nicht gibt z.B. sehr saubere Zimmer für jeden Geldbeutel mit heissen Duschen und funktionierendem Wlan. Eine Rarität in Südamerika.
www.hostalzentrum.com
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| Gerd und Kumpel Hans |
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Linda, ein knuddeliger AKITA - japanischer Kampfhund
(pack ich noch ein) |
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| Winke Winke! Frank (Aushilfe) und Super-Gerd |
Gleich am ersten Abend brachte uns Gerd mit Hundebär Linda in das erst vor ca. 5 Jahren aus dem Boden gestampfte Beton- Ausgehviertel Mariscal, welches zu Fuss 7 Min. entfernt liegt. Bei Dunkelheit nimmt man aber sicherheitshalber ein Taxi (2,00 US), denn wie in allen Städten der Welt gibt es auch „ungemütliche“ Seitenstrassen. Im Mariscal gibt es u.a. die Plaza Forch und weitere Strassen, welche ein Gastronomisches Angebot aufweisen, dass wir erst mal nicht wussten, wo wir einkehren sollten. Es gibt nichts, was es nicht gibt. Unglaublich. Völlige Reizüberflutung.
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Überschauliche Vorspeisen:
Kartoffelkäsedurcheinander und eine Empanda,
welche in Europa grössentechnisch unter Calzone eingestuft wird |
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| Kleiner Hund ganz hoch! |
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| hier konzentriert man sich auf das Wesentliche |
Um einen ersten Überblick über diese „undurchschaubare“ Stadt zu bekommen, setzen wir uns einen Tag in den allseits beliebten Doppeldeckerbus und lernten getreu dem Motto „Hopp on & hopp off“ grob die Stadt und viele Sehenswürdigkeiten kennen (und lieben). Am Tag darauf marschierten wir nochmal per Pedes die Highlights ab. Der Flughafen befindet sich lustiger weise direkt in der Stadt, sodass wir des öfteren der Kopf im Bus eingezogen haben, da die Flieger so nah über einen düsen. Lufthansa (und sicherlich auch andere Gesellschaften) fliegen diese Stadt im Übrigen nicht an. Zu speziell sei diese Stadt wg. ihrer Lage zwischen den Vulkanen und auch bzgl. der Winde. Denn das Klima ist hier etwas sonderlich. Alles kann – nichts muss. Alle 4 Jahreszeiten können innerhalb von einer Stunder vorkommen. Quito ist quasi das Patagonien von Ecuador.
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| mit VW on Tour |
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| ducken! |
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| Grüsse nach München |
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Bei Karl ist die Welt noch in Ordnung.
Hier gibbet den Middachstisch noch für 1,75 € = 1,40 € |
Schon schön ist, dass es hier 12 Stunden am Tag hell ist. Von 6h bis 18h. Ein freudiges 12 Stundenfest. Immer. Das ganze Jahr über.
Das ist auch der Grund weshalb die Stadt neben vielen Deutschen, Schweizern und Österreichern auch noch die Holländer als Residenten beherbergt. Was treibt einen Holländer aus seiner Heimat?? Ist doch klar, die Tulpen!...bzw. die Blumen im allgemeinen. Millionen Tonnen an Blumen werden aus Ecuador jährlich exportiert…da sie bei 12 Stunden Tageslicht einfach bombastisch gelingen.
Die Altstadt ist berechtigter Weise von der UNESCO gekürt. Noch nie haben wir in einer Stadt Südamerikas so viele schöne Kirchen gesehen. Es ist unfassbar. Sind sie von aussen meist schlicht, so blitzen das Gold und die Bemalungen in Inneren. Absolut beeindruckend. Wir konnten uns nicht satt sehen. Leider darf man daher in den meisten Kirchen nicht fotografieren…
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| Basilica del Voto Nacional |
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| Umbau für den Anbau? |
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| Wäsche-Patio |
Wir kamen gerade zum Tag der Firmung, wo sich alle Familien schön zurecht gemacht hatten und die Stadt voll war mit Leuten. Alle waren glücklich und stolz und auch die Strassenverkäufer witterten ihre Chance und verkauften wie sie konnten. Das Highlight sind Torten, die Tablettweise durch die Stadt geschleppt werden und direkt vor der Kirche den Hinauskommenden angedreht werden. Aber auch Schuhe, Hüte und Capes für Hunde sind hier total in! Auch hier sind bereits Kinder im Einsatz, die Jungs sind bewaffnet mit einer kleinen Holzbank zum Schuhputzen und die Mädels mit Obst und Süssigkeiten.
Wie schon in Bolivien und Peru beobachtet, haben Kinderwagen Seltenheitswert. Kinder werden entweder getragen oder sie laufen. Wenn Mama das kleine Geschwisterchen trägt und dabei vielleicht auch stillen muss, muss der kleine Knirps halt laufen. Auch wenn er es gerade erst gelernt hat. Das tut das Kind meist brav ohne große Heulerei. Es kennt es ja nicht anders. Gestillt wird hier, wie auch in Peru, recht freizügig. Also genau da, wo es halt sein muss. An der Supermarktkasse, auf der Strasse, auf dem Moped oder einfach im Gehen.
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| Auch Quito ist Landy-City |
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Virgen auf den Hügel Panecillo in 3.000 m,
benannt nach einem kleinen Brot,
mit dem der Hügel Ähnlichkeit haben soll |
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Die ALU-Jungfrau besteht aus 7.000 Stücken
und gilt als grösste Aluminiumdarstellung
der Welt |
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| So sieht es nach einem SYSTEM aus...ist es aber nicht ;) |
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| Bordstein-Snack |
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| auch hier gibt es Leckeres |
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| auf den Hund gekommen... |
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| Iglesia Santo Domingo und Denkmal Mariscal Sucre |
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| Centro Cultural |
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Die neuen Pril-Blumen sind eingetroffen.
(Gefertigt aus PET-Deckeln) |
Wir durften uns sogar im Präsidentenpalast umsehen…ja, zwar mussten wir regelrecht einen „Daten- Striptease“ hinlegen, aber was tut man nicht alles. Präsident Rafael Correra, der seit 2007 im Amt ist, macht seine Sache sehr geschickt. So wird bei der Besichtigung oft erwähnt, dass er alle Gastgeschenke nicht behält, sondern diese im Palast für das Volk ausstellt. In seiner ebenfalls geschenkten Münzsammlung fand sich auch eine PHILAMONIKA aus Österreich. Eintritt kostete diese 1 Stündige Besichtigung nicht und man bekommt danach noch Foto von sich, gemacht im Innenhof, mit Widmung geschenkt. Wow, den Correra muss mein doch einfach mögen, zumal er sich besonders für gute, asphaltierte Strassen in Ecuador einsetzt und das gefällt uns bis dato natürlich besonders. Sollten sich Peru und Bolivien mal ne verdammt dicke Scheibe abschneiden ;).
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| Im Regierungspalast |
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| VIP |
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| diese Tafel wüsste ich zu füllen!!! |
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| Hier geht der Dank an Herrn Putin |
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| Gruss aus Wien |
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| der goldene Saal mit allen Präsidentengemälden |
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| an der Landesflagge , vor der jeder salutieren muss |
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| Wachwechsel |
In Quito kann man sicherlich ohne Probleme eine Woche verbringen…so viele Museen, Klöster, Kirchen und sonstige Sehenswürdigkeiten gibt es anzuschauen…und da ist das ebenso schöne Umland noch nicht eingerechnet…3 Tage sind aber schon schön, um einen kleinen Einblick zu bekommen.
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Kirche LA COMPANIA, von aussen schlicht
Quelle Internet
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das Innere versetze uns ins Staunen!
7 t Blattgold wurden verarbeitet.
Einfach nur fantastisch und wunderschön!
Quelle: Internet |
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| mein Blattgoldbaby im Eingang zur Kirche |
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| Iglesia San Francisco |
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| ...auch gewaltig... |
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| und wunderschön bunt! |
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| La Merced |
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| Convento San Francisco |
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| die "Unzertrennlichen" |
Danach machten wir uns auf und erkundeten das südliche Umland.
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Anreise nach QUITO
via Mindo (A) über Mitad del Mundo (B) nach Quito |
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