26.02.2012

23.02.2012 Tambo Colorado / Peru

Die Stadt Pisco war nur 10 Min von Paracas entfernt. Hier wollten wir das Nationalgetränk, welches den gleichen Namen trägt, gerne verkosten. Dazu ist zu sagen, dass Chilenen und Peruaner sich darüber streiten, wer diesen Traubenschnaps ins Leben gerufen hat. Uns ist es so was von egal, denn wenn er gut gemacht ist und als Pisco Sour daherkommt, ist uns wurscht aus welchem Land ;) Dennoch geht unserer Geschmack in die Richtung der Peruaner! Punkt für Peru. Leider aber direkt wieder Punktabzug, denn die Stadt Pisco ist überhaupt nicht sehenswert, was leider daran liegt, dass am 15.08.2007 ein Erdbeben (8,0 Richter Skala) die Stadt zerstört hat. Seitdem wurde aber auch nicht wirklich viel wieder aufgebaut und alle Touristen die extra herkommen, sind enttäuscht.
Gibt noch nen MINUSPUNKT.
Es hätte so schön werden können…
Wir entschieden uns dagegen, die Panam stupide nach Norden zu fahren, sondern fuhren mal wieder querfeldein, nämlich östlich in Richtung Ortschaft Humay. Dort war das besterhaltene Monument der Inkazeit an der Küste Perus zu finden. Na, und wenn es schon auf dem Weg lieg…Vorab durchfuhren wir mal wieder ein „San Clemente“ und bewunderten Weintrauben und Baumwollfelder in unzähligen Mengen, bzw. Kilometern. Hübsch sah das aus.
Men at work
Cementerio = Friedhof San Clemente
Tolle Wolle
Wattebauschen
Es war 13:30 als wir die Ruinen bestiegen, die Sonne brannte. An Ruinen, besonders ohne Infotafeln und Guide, muss ich mich erst mal gewöhnen... Habe aber vermutlich in Peru noch öfter die Gelegenheit. Dito Mumien.
Diese Inka-Ruine wurde während der Regierungszeit des Inka Pachacútec erbaut und diente damals als administratives Gebäude und Unterkunft für die Behörden und Soldaten sowie als Raststätte des Inkas auf seinen Reisen durch diese Teile des Landes.
Der Name Tambo Colorado besteht aus zwei Wörtern verschiedener Sprachen; "Tampu" bedeutet in Quechua Raststätte und “Colorado” auf Spanisch farbig, was auf die noch heute klar ersichtliche rote Farbe der Wände der Raststätte zurückzuführen ist. Aber es ist nicht nur die rote Farbe seiner Wände, welche Tambo Colorado kennzeichnen, sondern auch seine typische Inka-Architektur, welche an die Zone angepasst wurde. So wurde an Stelle der grossen Steine, die wir an den Inkagebäuden der Bergregion bewundern, hier mit der gleichen Geschicklichkeit Lehm verwendet.Der Name Tambo Colorado besteht aus zwei Wörtern verschiedener Sprachen; "Tampu" bedeutet in Quechua Raststätte und “Colorado” auf Spanisch farbig, was auf die noch heute klar ersichtliche rote Farbe der Wände der Raststätte zurückzuführen ist. Aber es ist nicht nur die rote Farbe seiner Wände, welche Tambo Colorado kennzeichnen, sondern auch seine typische Inka-Architektur, welche an die Zone angepasst wurde. So wurde an Stelle der grossen Steine, die wir an den Inkagebäuden der Bergregion bewundern, hier mit der gleichen Geschicklichkeit Lehm verwendet.
Weiter ging es Richtung Berge. Mal wieder eine flotte ANDEN-Tour, obwohl ich schon beim Gedanken an Kälte die Krise bekam…Aber sie sollte nicht lange auf sich warten lassen. Die Strasse stieg an, die Kurven nahmen zu, Dörfer und Felder an Hängen ebenfalls. Es wurde schattig.
Hoch hinaus
neue und alte Brücke...besser is.
Dann kam die Nebelphase…bis wir kaum noch sahen, was vor uns passierte. Wir krochen mit 20 km/std die einspurigen Lehmstrassen hoch, neben uns Abgründe. Zwischendrin immer wieder Baustellen mit Mensch und Maschine in Kälte und Nebel. Auch plötzlich auftauchende Schaf und Ziegenherden machten die Fahrt auf diesen engen, kurvigen und nebeligen Strassen nicht einfacher. Nur kurz dachte ich daran, was gewesen wäre, wenn wir die PanAm alias Strandroute genommen hätten…
Als wir auf über 3.000 m waren setze Regen ein. Den gab es ja auch lange nicht. Es war zwar erst 18:00 aber stockfinster. Unser eigentlich angedachtes Ziel HUANCAVELICA war noch weit entfernt und das obwohl wir schon wieder - gefühlt - ewig unterwegs waren. In einer Ortschaft die wir durchfuhren, begrüsste man uns freundlich und legte uns nahe, heute nicht mehr weiterzufahren. Es käme noch ein Pass von knapp 5.000 m und in der Ecke würde es gerade schneien. Ein Blick knieabwärts überzeugte mich spontan. Ein Hotel und einen sicheren Parkplatz gab es in dem Ort - wie auch immer er hiess – auch. Diese Region und vor allem dieser Ort sehen nicht oft Touristen, es gibt andere Wege und Routen… Mit uns hatten sie aber ihre Freude. Wir stiegen bei Kälte und strömenden Regen aus unserem „lustigen“ Auto, bewaffnet mit Kapuzenpullover, Shorts und FlipFlops.
Das heisse Duschwasser reichte grad noch für mich, Clemens wählte unfreiwillig die Kalte Variante. Danach gingen wir auf „Restaurantsuche“…was nicht so schwierig war, denn es gab nur eines, in welchen wir freundlich bedient wurden, ja sogar Extrawürste nahm man entgegen!
Patio im Hotel. Man beachte die Sofaüberzüge.
Sie leuchten im Dunkeln ;) 
Restaurant, bzw. hier sagt man CENAR (Abendessen)
lauter, flackernder TV mit Spielshow und
leere Bar  im Hintergrund
Erst im CENAR erfuhren wir, WO wir eigtl. genau waren
Später, als wir in unserem nasskalten und etwas muffigen Zimmer lagen und uns unfreiwillig in der Mitte der durchgelegten Matratze trafen, hatte ich kurzfristig die Eingebung, meine Eltern hätten mich damals bei einem Hilfskonvoi nach Rumänien in den Karpaten vergessen.

Die Entscheidung die Nacht dort zu verbringen war richtig gewesen. Am Morgen sah das Örtchen bei Sonnenschein laut Clemens sogar „richtig knuffig“ aus. CASTROVIRREYNA ist also immer eine Reise wert ;)
Knuffige Häuser
Knuffige Strasse
Gefahrene Strecke:
Paracas (A) - Pisco (B) - Tambo Colorado (C) -
Castrovirreyna (D) = 174 km

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