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| praktische Deko: Oranger Sack mit Zeitungspapier gefüllt. |
Ein Wunsch-Ziel vieler Besucher sind die „North Coyote Buttes“, auch bekannt als „the Wave“. Genauer gesagt ist „The Wave“ ein Bestandteil der „North Coyote Buttes“, welche sich in der Paria Canyon - Vermillion Cliff Wilderness Area befinden.
The Wave – sowie die gesamten Coyote Buttes bestehen aus Navajo-Sandstein, der sich im Laufe von Jahrmillionen vor allem durch Erosion verfestigt hat und wiedermal atemberaubende Formen und Farben angenommen haben.
Das Gebiet ist so besonders, dass es eine „Permit Area“ ist, pro Tag dürfen nur 20 Menschen dieses Gebiet "erwandern". Zehn dieser Permits gibt es vier Monate vorher im Internet, die anderen 10 Permits werden am Vortag des Besuchs von den Rangern im BLM Office in Kanab verlost.
Wenn man vor Ort in Kanab ist, muss man jeden Morgen um 8:30 im BLM Office auflaufen, Fragebogen ausfüllen, warten und dann hoffen… 60-100 Personen die vor Ort auf Losglück hoffen sind keine Seltenheit. Auch wir hofften auf unser Glück, allerdings war ich eher pessimistisch, denn der „Lottery-Raum“ füllte sich. Man meldet sich in Gruppen bis zu 6 Personen an…wir waren zu zweit…insgesamt können aber nur 10 Leute mit. Das heisst, ein 6er und ein 4er Team und Bingo ist um.
Mit uns hofften 58 andere Menschen von insgesamt 29 Gruppen. Jeder Gruppe hatte brav eine Nummer erhalten auf die er nun hoffte.
Das Prozedere und die Stimmung glich die in einer Bingohalle, geschenkt wird hier keinem was, die Luft stand. Für andere freuen? Fehlanzeige. Schliesslich saßen manche Menschen schon den 3ten Tag hier…
Die Kugeln mit den Zahlen kullerten, wurden ausgerufen und die Chancen wurden weniger. Das letzte Mal knattere der Bingo-Zahlen-Mischer und die Dame aus dem Rangerbüro kündigte an, dass es nun um den letzten Platz am kommenden Tag geht. Manche Gruppen hatten ja mehr, andere weniger Teilnehmer. Aber wie auch immer, mehr als 10 werden nicht vom BLM Büro losgeschickt.
Es kam wie es kommen musste: Nämlich die 9.
Und das waren wir, die Zottis. Ich freute mich und schrie YES, unter Beobachtung anderen 59 Mitstreiter sowie der zwei Rangerinnen.
Doch dann kam sie. Die Frage aller Fragen:
Ob wir denn das Los annehmen oder den Platz weggeben möchten, da wir ja zu zweit sind.
60 Blicke auf uns, auf die Gewinnerzottis.
Hallo? Nochmal.
Überlegen musste ich keinesfalls und schrie energisch: „wir nehmen es! Natürlich nehmen wir es.“ Ein Raunen ging durch den Saal, dann wurde er geräumt. Ich wurde sicherlich gehasst, denn es gab einige Einzelpersonen. Mir egal. Wenn jeder an sich denkt ist an alle gedacht :)
Die Chance, an Tag darauf, oder dem darauf 2 Tickets für das Highlight in der Region zu ergattern war eher mau. Einer von uns hatte die Chance, also handeln. Also machen.
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| Gewinner sehen so aus! |
Wir haben das Bild der WAVE auf unserer Reiseführer-Titelseite und gucken somit täglich mehrmals darauf. Wir wollten sie immer beide sehen, aber ich entschied, Clemens einen Herrentag zu gönnen und somit schickte ich ihn "freiwillig" in die Wüste. Denn da musste er durch, um an die Wave zu gelangen, bewaffnet mit Topografischen Karten, GPS Daten, 4 Liter Wasser und vielen Informationen nach einem 45 Minütigen Ranger Gespräch…sowie der „Permit“ (Genehmigung) für 7,00 $.
Hier nun ein Augenzeugenbericht:
Tagwache um 6:30, Frühstück um 7:00 mit meiner Ehefrau, die sich einen SPA und Erholungstag gönnt. Dann rein ins Auto und ab von Kanab Richtung the Wave. Eine Stunde über eine Landstrasse bis zur Houserock Valley Road, die ihrem Namen alle Ehre macht.
Gegen 9:10 erreiche ich den Parkplatz, der Erste bin ich damit nicht. Schnell geparkt, und los. Mein Plan war um 9:00 hier einzutreffen, da ab 10:00 die beste Sonne über der Wave steht. Nun konnte ich den Zeitverlust durch eine Abkürzung wettmachen, dachte ich.
Über Stock und Stein, es gibt keinen offiziellen Weg, hastete ich Richtung Wave. Bald sah ich am GPS, dass ich trotz Abkürzung immer weiter vom Weg abkam.
Macht nichts dachte ich, da war noch ein Bogen auf meinem GPS, den kann ich vor der Wave auch noch mitnehmen. Gesagt getan. Der Bogen war, ja, wie andere auch, schön.
Nun war es dann doch 9:45 und ich schwitzte ob des hohen Tempos ganz gut. Macht nichts dachte ich, bis 10:00 bin ich da, das GPS zeigt 0,6 Meilen, das schaffe ich mit links.
Der Boden, tiefer und sehr tiefer Sand, machten das Laufen nicht einfacher, war übersät mit kleinen und grösseren Kakteen, die bei jeder Berührung gut schmerzten. Dann sah ich es vor mir, ein Blick auf das GPS und auf die Landschaft und ich wusste, ich bin im falschen Tal gelandet. Der interessante Arch hatte mich vollkommen vom Weg abgebracht.
Ein fachmännischer Blick über die Gebirgskette verriet mir, dass ein Pass in unweiter Nähe mich ins nächste Tal bringen würde. Leider war meine Kletterausrüstung noch beim Händler, sodass ich fachmännisch teils auf allen Vieren, die flachen Steine hochsprintete. Etwas unsicher war ich bezüglich des Abgangs auf der anderen Seite, doch ich vertraute auf mein Glück. Am Pass angelangt, merkte ich, dass ich wieder voll auf Kurs war und sprintete Richtung Wave.
Als ich gegen 10:20 die letzte Steigung im nassen Hemd hochjetete kam mir eine Gruppe Tschechen oder Slowaken, vielleicht auch Polen entgegen, die nur bewaffnet mit einer Kamera, den Rückweg antraten. Ich war völlig fertig, 3 Liter Wasser hatte ich noch im Schlepptau und die Jungs spazierten gemütlich retour.
Dann, endlich sah ich Sie, the Wave.
Unglaublich oder wie die Amerikaner sagen würden: Amazing oder auch breathtaking!
Die Bilder sagen mehr als 1000 Worte.
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| the Wave |
Auf dem GPS fand ich dann noch andere Punkte wie Rocky Arch, Melody Arch, Dune, Second Wave und nicht zuletzt Big Mac. Natürlich lief ich auch diese Punkte ab.
Bei der Wahl des Wanderweges hatte ich wohl eine einzigartige Route gewählt. Jedenfalls lief, sprang, kletterte und rutschte ich 4 Stunden durch das Zielgebiet, ach eine Flussquerung mit nassen Schuhen war auch dabei.
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| Le Bic Mac |
Völlig fertig kam ich gegen 17:00 wieder im Hotel an und war froh meine Kristina in den Arm zu nehmen, denn die nächste Wanderung würde ich aber wieder mit ihr unternehmen.
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| Feierabend-Bad |
Das wir nun zu zweit dort waren und man mir hier um Punkt 10:00 nicht so feierlich wie am Vortag meine Permit übergab, muss ich nicht erwähnen. Hauptsache ich hatte sie.
Was macht man noch so an einem freien Tag?
Wäsche waschen, Blog schreiben, Fotos ausmisten, mit Freunden skypen…
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| Achtung, Polizei... |
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| ...Gummipuppe |
Auf dem Weg dorthin, passiert man übrigens die Bundesstaatsgrenze und befindet sich in Arizona.
Der Weg dann zu Fuss über das Areal ist recht anstrengend, denn Wege gibt es keine. Alles verläuft per pedes querfeldein über Stock und Stein, Berge hoch, Berge runter. Und wenn man denkt, man hätte alles gesehen, kommt hinter dem nächsten Hügel wieder etwas Gewaltiges hervor. Verrückt.
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| ...bei der Arbeit... |
Ein faszinierendes WOW und absolutes Highlight!
Die Straßenverhältnisse dorthin sind noch rustikaler. Leider hatten wir verpeilt, dass der Weg den wir wählten, (es gibt eine Nord und Südroute) eigentlich der Rückweg sein sollte, da die Steigung hier teilweise gewaltig und gewaltig steinig und extrem sandig war.
Umdrehen war nicht wirklich, denn die „Pfade“ sind eng und die Furchen so gewaltig….aber was soll ich sagen? Ein Toyota :) mag vielleicht Unterschiede bei Nord und Südroute bemerken unser Löördy rauschte dort bergauf und bergab, grub sich durch den Sand und über die teilweise gewaltigen Steinplatten…Das machte er alles mit links.
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| "Gatterarbeit" wie in Brasilien |
Löördie schnaufte zufrieden in der Abendsonne und wir genossen die Ruhe in der Wildnis und einem blitzendem Sternenhimmel.
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| in der Abendsonne gelten andere Temperaturen. Darauf ein Kölsch. |
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| Der Pizzaofen läuft prima :) |
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| gute Nacht, Löördie Boy! |
Beim BLM Office erhält man auf Nachfrage eine recht gute Karte. Die Straßen sind recht gut ausgeschildert, soweit man es denn Straßen nennen kann. Sand und Steinwege trifft es wohl eher.
White Pocket (36°57'22’’ N, 111°53’45’ W) sind daher kaum in einem Reisefüher oder sonstwo zu finden. White Pocket, öfters auch "White Pockets" genannt, sind ebenfalls farbenprächtigen Sandsteinhügel, für deren Besuch man keine Permit / Genehmigung benötigt, lediglich ein gutes Auto…
Wir starteten nach einer kalten und durch heulende Coyoten laute Nacht am Morgen mit einer Wanderung…und auch hier vergisst man erst mal alles um sich herum und wandert umher und fühlt sich wie in einer anderen Welt. Man ist in einer anderen Welt.
Wie auch in den North und South Coyote Buttes verliert man schnell den Überblick, weiss schon nach kurzer Zeit nicht mehr wo man hergekommen ist und wo man eigentlich hinwill. Also ein Kompass oder besser noch ein GPS ist empfehlenswert.
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| Steinrose |
Mich erinnerte das "weisse" in der Landschaft an das Muster eines Fussballs, Clemens hingegen, vermutlich hungrig, beteuerte, es sehe dort aus wie im „Buchtel-Wunderland“…soeben habe das mir unbekannte Wort recherchiert und kann es bestätigen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Buchteln
Oder lasst es mich so sagen: Man nimmt eine ordentliche Portion Vanille und Schokosauce mischt dies leicht durch, zieht anschließend etwas Pfirsichmarmelade hindurch, garniert alles mit Sahne und rührt noch einmal kurz durch. Das Gemisch lässt man dann einige Jahre, quasi Millionen gut ziehen, also bis alles hart geworden ist und verteilt das Ganze in der Wildnis. Fertig.
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| Geruchskontrolle: Köttel oder Stein? |
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| Köttelähnliche Steine |
Und wieder ein Highlight eingeheimst!
Nach der spannenden und sandigen Rückfahrt, waren wir sicher: Der Löördie muss entweder zurück nach Südamerika zur anstehenden DAKAR oder aber im Container nach Afrika :) ….wieder mal waren wir absolut zufrieden mit dem Auto, keinerlei Probleme bei Ecken, Kanten, tiefem Sand, Gestein…weder in der Steigung noch im Gefälle. Er machte alles mit, selbst wenn er mal im tiefen Sand etwas „hakte“ schüttelte er sich nur kurz Einlegung der Untersetzung (kurze Gänge) und marschierte brav weiter…
Dieses Auto macht nach wie vor einfach richtig Bock!
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| Houserock Valley Road |
Eine Einkerbung zwischen den Moquith- und Moccasin-Bergen verursacht eine Erhöhung der Windgeschwindigkeit, welche stark genug ist, um erodierten Navajo-Sandstein mitzureißen. Dieses Phänomen ist unter der Bezeichnung Venturi-Effekt bekannt. Wenn der Wind dann nach der Einkerbung das offene Tal erreicht, verringert sich die Geschwindigkeit wieder und der Sand wir dort abgelagert.
485 ha des Parks sind für die Benutzung von Quads und ähnlichen Fahrzeugen freigegeben und am Wochenende wird es auch daher wohl recht voll.
Wir hatten Glück und waren fast alleine und fanden mitten in der Pampa sogar eine heisse und saubere Dusche.
Guter Dinge starteten wir nach einer erneut frostigen Nacht und einem ebenso frostigen Frühstück bei minus 2 Grad zu unserem letzten Ziel im Bundesstaat UTAH: Dem Nationalpark Zion.
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| Reddi-Eg. Das Ei aus der Tüte...sieht nicht schön aus, ist aber praktisch beim Transport. |
Was toll ist und was ich Euch schon lange mitteilen wollte:
Bis dato zahlen wir hier in USA bei allen Attraktionen und Parks den gleichen Preis wie die Amis. Also keine Touri-Sonderpreise wie wir sie aus vielen Ländern Lateinamerikas gewohnt sind. Lediglich macht man bei Kindern und Rentnern eine Ausnahme. Sie zahlen gar nicht oder weniger. Das ist super.
Zurück zu Zion, er hat eine Fläche von 579 km² und liegt zwischen 1.128 m und 2.660 m Höhe.
Wir kamen vom Osten über den ZION MOUNT CARMEL Highway…der gleich zu Beginn fantastische Ausblicke in den Canyon sowie eine Murmelbahnartige Abfahrt bot. Zudem war der Straßenbelag im gesamten Park farblich zu den roten, steilen Felswänden angepasst. Abgefahren!
Innerhalb des Parks befindet sich eine schluchtenreiche Landschaft mit zahlreichen Canyons.
Die Canyons sind aus 170 Millionen Jahre altem braunen bis orangeroten Sandstein der Navajo-Formation entstanden. Durch seine besondere geografische Lage existieren im Park eine Vielzahl an unterschiedlichen Lebensräumen mit vielen verschiedenen Pflanzen und Tieren. Tiere sahen wir weniger, dafür umso mehr Menschen. Normalerweise fährt ähnlich wie im Grand Canyon ein Shuttlebus, wo man an verschiedenen Stationen aussteigen und wandern kann.
Das hatten wir uns alles nett zu Recht gelegt und unsere „Route“ geplant. Doch aufgrund der auch hier endenden Saison fielen die Shuttlebusse aus und man fuhr in die „Sackgasse“ auf eigene Faust.
Tja, leider war es aber nun so, dass die gefühlten MILLIONEN Besucher, denn so viele Autos waren unterwegs, alle das Gleiche wollten wie wir…denn Parkplätze waren völlig überfüllt, und die Wanderwege ebenfalls. Das konnte natürlich nach unseren letzten absolut perfekten Erlebnissen nicht wirklich punkten. Wofür der Park an sich ja nichts kann.
Der Park ist wunderschön. Da gibt es nichts zu maulen.
Diese gigantischen, meist feuerroten Wände, die engen Schluchten, die herbstlichen Bäume und das glasklare Wasser bildeten ein wunderschönes Gesamtergebnis und sind selbst nach den von uns gesehenen Canyon sehr beeindruckend.
Leider haben wir ZION irgendwie auf dem falschen Bein erwischt hat. Oder er uns.
Etwas geniessen konnten wir den Park Dank einer 2 stündigen Wanderung dann doch, obwohl auch hier viel los war.
Dennoch ein schicker Abschluss in UTAH, der unseren Aufenthalt in diesem und den angrenzenden Bundesstaaten absolut perfekt macht!
Viele WOW´s und wirkliche Highlights.
An Vielseitigkeit ist UTAH und Umgebung sicherlich schwer zu schlagen.
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| bye UTAH! |
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| Jawohl! |
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| Ca. 350 km: Kanab (A/F) - Wave (B) - South Coyote Buttes (C) - White Pocket (D) - Winter Road Fredonia (E) - State Park Pink Dunes (G) - NP Zion (H) |
Weiter geht´s….wir haben ja noch ein "Stückchen" bis zur Ostküste vor uns… und die Uhr tickt.
Unser Rückflug ist gebucht, Container für den Löödie ist angefragt...
Also, pack´mas!






































































































































