15.07.2012

11.07.2012 Puerto Viejo / Costa Rica

Nun waren wir da, im Land Nummer 11 unserer Reise. Costa Rica, das Land was unter den Reisenden auch Schweiz von Mittelamerika genannt wird. Sehr schön und schön teuer soll es hier sein.

Wir waren gespannt, ob es sich von Kolumbien und Panama preislich sehr unterscheidet…denn die beiden Länder sind auf unserer Reise preislich gesehen am europäischsten. (Diesel, Hotel Restaurants, Supermarkt, Kosmetik)

LA PURA VIDA – "das pure Leben" lautet übrigens das Lebensmotto hier.
Na dann mal los, Abfahrt!
 Grenzübergang von/nach Panama
Costa Rica (spanisch für Reiche Küste) ist ein Staat mit ca. 4,5 Mio. Einwohnern in Zentralamerika. Er grenzt im Norden an Nicaragua und im Süden an Panama. Begrenzt wird Costa Rica im Osten durch die Karibik und im Westen durch den Pazifik. Topographisch lässt sich Costa Rica in fünf Großräume gliedern: in die vulkanischen Bergketten der Cordilleras, das Valle Central mit der Hauptstadt San José, die Schwemmlandebenen der Karibikküste, die zentrale Pazifikküste und die trockene Halbinsel Guanacaste im Nordwesten. In den Cordilleras gibt es eine Vielzahl noch aktiver und auch erloschener Vulkane.


Die Bevölkerung setzt sich zusammen aus 94 % Mestizen („Mischlingen“) und Weißen, 3 %Schwarzen, 1 % Indios, 1 % Chinesen und 1 % Sonstigen. Unter den Costaricanern mit afrikanischer Abstammung sind viele Nachkommen eingewanderter Arbeiter von den westindischen Inseln, die daher zumeist ein englisches Kreol sprechen. Costa Rica hat den geringsten Anteil rein indigener Bevölkerung unter den mittelamerikanischen Staaten. 


Der größte Teil der costaricanischen Indios lebt heute zurückgezogen und in Restgruppen in der Cordillera de Talamanca. Die Hauptstadt San José verfügt als einzige Stadt Costa Ricas über einen internationalen Flughafen. Die offizielle Landessprache ist Spanisch mit einigen costaricanischen Eigenarten. An der Atlantikküste ist auch Englisch und eine englisch-basierte Kreolsprache weit verbreitet, die dem Jamaika Patois ähnlich ist. Das in Costa Rica gesprochene Spanisch weist einige Unterschiede zum Standard-Spanisch auf. Umgangssprachlich werden die Einwohner Ticos und Ticas genannt.
http://de.wikipedia.org/wiki/Costa_Rica

Unser erster Stop lag nur 30 km hinter der Grenze. Der alte Fischerhafen Puerto Viejo liegt eingebettet zwischen Palmen Sandstränden und dichtem Regenwald, in dem Affen, Faultiere, Nasenbären, Papageien, Tukane und weitere exotische Tiere beheimatet sind. Menschen aus aller Welt scheinen sich von dieser magischen Kombination angezogen zu fühlen und haben sich hier niedergelassen: man sprich von rund 5.000 Einwohnern aus über 40 Ländern. Das sorgt schon fast für ein internationales Flair.

Puerto Viejo hat dabei seinen ursprünglichen Charakter jedoch nicht verloren, denn die Mischung aus karibisch-jamaikanischer Stimmung, versteckten Stränden aus Kolumbus' Zeiten, atemberaubender Natur, Korallenriffs und guten Kneipen und Restaurants ist noch zu sehen und zu spüren.. Die bunten Holzhäuschen des Ortes werden überragt von riesigen Kokospalmen.
Reggae-Bars am Strand landen zu "barfusstanzbaren" und tropischen Rhythmen ein.
Immobilienbüro

Fährt man Strandabwärts so erreicht man 12 km den Ort Manzanillo. Entlang dieser Strasse befinden sich unzählige Hotels, die alle (!) dem Landschaftsbild angepasst sind. Es sind also keine Bausünden zu sehen. Nicht mal 3 stöckige Häuser sind anzutreffen. Traumhafte Palmen Sandstrände reihen sich Bucht an Bucht aneinander und je weiter südlich man kommt, desto einsamer werden diese kleinen Paradiese…wo man im Übrigen auch ungestört und kostenlos campen kann.
Dschungel-Efeu
Auch hier besuchten wir ein Rescue Center, welches verletzte und/oder ausgesetzte, misshandelte Tiere (Brüllaffen, Faultiere, Raubkatzen, Vögel usw.) wieder aufpäppelt und wieder in die Freiheit entlässt, wenn es deren Zustand zulässt. Täglich sind nur 2 Führungen, 9:30 und 11:30 Uhr möglich um den Tieren Ruhezeiten zu gewährleisten. Man wird in kleinen Gruppen (span.od. englisch) durch das Center geführt und erläutert und kann mit jungen Brüllaffen spielen. Gründer ist ein spanisches Ehepaar, was vor einigen Jahren das Center geründet hat und dieses nun durch Spenden und Eintritt betreibt.
Toll war es hier und die 15 US / p.P haben sich  gelohnt und sind gut angelegt...
Caiman-Kinder
Äffchen
kranker Tukan
So ein schöner Tukan mit kaputtem Schnabel
schwarz-rot-gold in der Gürtelabteilung ;)
schon schick
Gute Tarnung der grünen Viper
schön (aus der Ferne)
gelbe Viper
sie ist dort die grösste und dickste...sie heisst Cristina.
kuckuck!
ich glaub ich spinne
pfiffiger Ozelot verputze vor unseren Augen eine Maus in 2 Sekunden
süsses Kerlchen, das 3-Finger Faultier
Chill-Out...und das den jeden Tag, das ganze Leben lang.
2 & 3 Finger Faultier
http://de.wikipedia.org/wiki/Faultiere
Nationaltier von Costa Rica
Der Rotaugenlaubfrosch
http://de.wikipedia.org/wiki/Rotaugenlaubfrosch
Beste Tarnung in der Schlafhaltung (unten), keine Augen sichtbar
Die Stimmung in diesem Ort ist super, man könnte wahrscheinlich ewig hier bleiben…trotz Warnungen bezüglich der örtlichen Crack-Connection sowie nächtlichen Überfällen und häufigen Autoaufbrüchen. Von alle dem haben wir nichts mitbekommen und nicht beirren lassen.

Der gesunde Menschenverstand sollte auch hier eingeschaltet sein und das Holzauge wachsam. Wir fühlten uns stets wohl und Willkommen.

Das Wetter hier ist nichts für „schwache Nerven“, da es sehr heiss und schwül, also TROPISCH ist... Am Wasser fegte aber mal eine flotte nette Briese. Nachts gab es auch mal Regen und kühlte ab.
Löördie a la Playa
Toller Einstand, Costa Rica, weiter so!
...und so teuer bist Du (bis dato) auch nicht. Auch weiter so!

Es ging an der Küste entlang gen Norden...
Moin!
Willkommen im Landy-Land!

13.07.2012

09.07.2011 Boquete / Panama

Das „Zickzackfahren“ findet nur dann statt, wenn man viele unterschiedliche Ecken eines Landes sehen möchte. Nun, wir gehören dazu.
Nach der Region „Pazifik“ peilten wir die nächste Etappe an, denn über die Karibikküste wollten wir nach Costa Rica einreisen…doch zuvor planten wir einen kurzen Aufenthalt im panamesischen Landesinnern, der Kaffeeregion.

Das kleine Städtchen BOQUETE hat ca.14.500 Einwohner und ist ca. 40 km von der Provinzhauptstadt David entfernt.
4,5 stunden für 274 Km
Santa Catalina bis Boquete
Die Bürger von Boquete nennen es auch liebevoll "das Tal des ewigen Regenbogens", denn man sagt, dass man hier oftmals mehrere Regenbogen zur gleichen Zeit bewundern kann…klar, je mehr man trinkt…umso bunter die Welt ;)

Auch hier hatten wir schon geflittert…allerdings bei Dauerregen.
Nun hofften wir auf Sonnenschein. Den gab es auch, zumindest war es in Santa Catalina bei Abfahrt extrem heiss und die Luft stand. Luft stand – Schweiss lief. Das sonst recht flache Land wurde nach und nach hügeliger und nach der Provinzhauptstadt DAVID, die ebenfalls seit zwei Jahren gewachsen ist und alle gängigen Fast-Food Ketten sowie Shoppingcentren vorzuweisen hat, stieg das Gefälle und die Temperaturen nahmen ab.
Das erkannten wir an unseren neu erworbenen Thermometer.
(Gruss somit an Friso: wir haben nun eines!)

Soll heissen: die luftigen 34°C verwandelten sich ZZ (ziemlich zügig) in 25 °C.
Hinzu kam eine leicht-luftige Brise inmitten einer satt-grünen Bergwelt. Mein Clemens war im Paradies.
Unterschlupf fanden wir bei Axel in der Pension TOPAS, bzw. Villa Dornrösschen und lernten dort direkt die zwei Weltreisenden Heike und Karl aus Kölle kennen (und lieben) und hatten auf Anhieb einen bunten Abend. Trotz Regenguss. Prost. Leider mussten die beiden am Tag darauf weiter…denn bald ruft Südamerika…

Es gibt viele Gründe dafür, dass Boquete (auf 1.200 m) so beliebt unter Touristen, Auswanderern und Pensionisten aus aller Welt, ist, die hier ihren Alterswohnsitz gewählt haben: Einer der Hauptfaktoren ist das Klima. Bei einer Jahresdurchschnittstemperatur von ca. 20°C und fast täglichem, abendlichem Nieselregeln, lässt es sich gut aushalten. Abgesehen vom Klima ist Boquete bekannt für seinen erstklassigen Kaffee, Blumen - darunter Rosen, Orchideen und Chrysanthemen sowie Erdbeeren.
Dornröschen, bist du es?
Schaukelzebra
Gullischutz aus (teuren) Sandblechen
wir kauften sinnvoll ein
oder etwa nicht?
Das Hochland in Boquete ist vulkanischen Ursprungs und erreicht eine Höhe bis zu 3.000 m.

Der Volcán Barú (3475 m) liegt ebenso in der Region sowie der Nationalpark Parque Internacional La Amistad. Den Besuch beider Attraktionen verlegten wir aufgrund des Wetters und unserer Bremsen auf „das nächste Mal“…die Bremsen sind leider momentan gar nicht Löördie-Like, bzw. not very britisch... Etwas spät machten wir uns am 11.7. auf um endlich mal wieder Karibik-Luft zu schnuppern. Der Weg dahin war spektakulär…von ganz flach stiegen wir gaaaaaaanz hoch auf und kurvten auf asphaltierten Strassen durch die grüne Bergwelt und erreichten schon bald 1.200 m Höhe. Berge und Höhe sind seit Kolumbien eher selten gesehen, wir freuten uns aber dennoch über den Ausblick und auch über den Stausee FORTUNA und rollten dann so langsam wieder aus…mit Weitblick auf die Karibik.
Danach folgen „Kaugummistrassen“…sie zieeeeeeeeeeeehen sich und zieeeeeeeeeeeehen sich…zumal wir zu spät dran waren….die geplante Grenze hatte „Sperrstunde“…und zwar um 18:00 Den beliebten Ort BOCAS DEL TORO liessen wir diesmal leider aus und behielten ihn in sehr guter Erinnerung vom „Luna de Miel“ (Honeymoon).
Für unsere neu-Leser ein paar Eindrücke (aus dem Jahre 2010)
Meine Investition damals...läuft!
Tom Selleck Gedächtnis-Wochen

Die Städte vor der Grenzstadt RÍO SIXAOLA sind alle furchtbar.
Nein, ich korrigiere: Sehr furchtbar.
Bananenplantagen, Wellblech-Ortschaften, Dreck, Lautstärke und alles das, was man nicht braucht um freiwillig eine Nacht dort verbringen zu müssen.
Die Region hat Christoph Kolumbus schon 1502 erkundet und ist auch nicht geblieben…mussten wir also auch nicht.
Also, Schubrakete auf die Grenze zu.
So eine Minigrenze haben wir bis dato noch nicht gesehen. 1 Brücke, 2 Barracken. Ankunft 17:25.
Grenze
Das Ausstempeln für uns und Löördie erfolgte innerhalb von 5 Minuten.

Nun hatten wir für die Seite gegenüber noch exakt 35 Minuten. Schwupp waren wir schon über die Brücke, dann hiess es „bienvenidos a Costa Rica!“

...hier erlebten wir unsere schnellste und freundlichste Einreise: 40 Min. inkl. aller Papiere, Kopien, Auto Versicherung sowie einem Handschlag, trotz Feierabend.
WOW. Warum nicht immer so? So macht Reisen Spaß!

Im Sonnenuntergang pesten wir durch die Bananenplantagen und steuerten das 30 km entferne Städtchen PUERTO VIEJO an ...und dabei waren wir erneut eine Stunde jünger geworden.
Yeah, it´s Reggae time!
273 km / 4 Stunden

Oh wie schön war Panama!
Ja auch diesmal hat es uns hier sehr gut gefallen und wir würden immer wieder kommen.
Leider wird das Land von den meisten Autoreisenden nur durchfahren, kaum jemand schaut rechts und links, da sich alles um die Verschiffung nach Kolumbien dreht.
Dabei gibt es hier viel zu sehen...auch wir müssen nochmal wieder kommen um wirklich alles anzuschauen! (Alle guten Dinge sind ja aber 3.)
Die Menschen hier sind nett, aber oft zurückhaltend...gerade in den ländlichen Regionen waren wir doch etwas speziell....aber als sich die Augen daran gewöhnt hatten, winkte man uns und pfiff uns hinterher.
Panama ist nicht gerade günstig, europäische Preise sind durchaus üblich. Hoffentlich bleibt das so.

Denn dann kommen wir gerne wieder und hoffen, dass es immer noch so gut nach Bananen riecht ;)