08.02.2012

03.02.2012 Colca Canyon / Peru

Bei Sonnenschein machten wir uns auf und es dauert nicht lange, da schlug das Wetter um. Wir befanden uns hier in der Regenzeit, während an der Küste die Sonne schien.
Der Weg und die Sicht wurden beschwerlicher, das Wetter ebenfalls. Ausserhalb sahen wir viele schlichte, selbstgebaute Häuser. Strom gab es in den wenigsten Fällen, für das Wasser wurde noch demonstriert…
Wir passierten u.A. das wunderschöne National Reservat SALINAS AGUADA BLANCA, welches auf knapp 4.800 m lag. Das Gebiet ist von Wasser geflutet daher sehr hübsch grün. Lama, Vicunia, Esel und Co plantschten freudig am Wegesrand.
Minifriedhof
Der Regen nahm zu, es folgten ein paar Schneeflocken. Und plötzlich lag es vor uns, die „Einfahrt“ in das Colca-Tal. Trotz heftigem Nebel und Regen erkannten wir, dass es sich um eine riesige, grüne Oase handeln musste. Die kleine Ortschaft CHIVAY wirkte etwas trostlos, ggf. lag es aber auch am Regen, denn die Strassen waren schlammig und voller Schlaglöcher. Wir steuerten direkt das Hotel KOLPING an, welches gut und günstig war sowie Stell-platz für Löördie, ein sauberes Zimmer und vor allem ein trockenes Bett für uns hatte. Am nächsten Morgen mussten wir früh los, es warteten CONDORE…denn der frühe Vogel fängt bekanntlich….
Augen auf beim Strassenlauf
el Toro
Das Colca-Tal (spanisch Cañón oder Valle del Colca; auch Colca-Canyon) ist eine Schlucht. Die Schlucht / Der Canyon ist, je nachdem ob man vom höchsten Berggipfel nahe der Schlucht aus bis zum Río Colca misst oder vom Rand der Schlucht, 3.269 m bzw. 1.200 m tief. Der Grand Canyon ist dagegen (nur) etwa 1.800 m tief. Damit ist der Cañón del Colca der zweittiefste Canyon der Welt. Aus geologischer Sicht ist der Cañón del Colca mit weniger als 100 Millionen Jahren als jung zu betrachten.

Die Fahrt um 7:00 früh zum ca.1,5 Std entfernten MIRADOR DE CONDORES dem Cruz del Cóndor war wieder sehr nass und schlammig. Aber die atemberaubende Landschaft entschädigte für Alles.
einer ist immer der Esel
Darth Vader war gestern...
Zwischen 8:00 und 10:00 hat man am Cruz del Cóndor die grössten Chancen, über den Rand des Cañons aufsteigende Kondore mit bis zu drei Metern Spannweite zu sehen. Wenn ich ehrlich bin, sind die Kollegen nicht wirklich hübsch. Aber doch sehr beeindruckend wenn sie nur wenige Meter an einem vorbei segeln. Man hört, sieht und riecht sie live…Gänsehaut pur. Um PUNKT 10:00 verlassen die Vögel den Platz und gehen bis zum Nachmittag auf Nahrungssuche, was wir uns allerdings aufgrund der rieseigen gewaltigen Nebelschwaden schwierig vorstellten…
Colca Canyon
Coca Tee und Snackstation
Handwerk vom Indianer
Der Nebel ist nun saisonbedingt da. Wenn weitaus mehr Touristen ab Mai in das Tal strömen, ist die Regenzeit beendet, das Tal nicht mehr so grün und der Neben verschwunden…
Wir fanden den Nebel einfach toll. Innerhalb von Sekunden schob er sich durch das Tal und gab den Blick darauf frei oder halt nicht. Irre.
Ein Problem der Region ist die Klimaerwärmung, welche die Gletscher nicht mehr vereisen lässt….Wo es eigtl. vereist und verschneit sein sollte, waren schwarze Kuppen zu sehen…Schnee bleibt nicht – oder schwierig darauf liegen.
Weiter nördlich gibt es eine Region, da hat man aus diesem Grund ein Projekt gestartet, die Berge weiss anzumalen, dass der Schnee liegenbleibt…Dort werden wir uns in ein paar Wochen umschauen und berichten…
Das Tal genossen wir, indem wir es von vorn bis hinten durchfuhren, Abstecher in kleine Ortschaften machten und am Nachmittag nochmal bei den Condoren vorbeischauten.
Mistkäfer bei der Arbeit
6jährige Schäferrin
Auch nun gab es dichten Nebel, später Regen und wir entschieden, eine weitere Nacht in CHIVAY zu verbringen. Den Abend genossen wir in allen Restaurants am Platze…es gab auch nur fünf und in allen guckten wir uns um, bzw. testeten Pisco Sour & Pizza ;) Denn draussen regnete es in Strömen.
Taxistand
Batman
Bei herrlichem Sonnenschein (und später auch bei Schnee) machten wir uns auf in das 300 km entfernte PUNO am Titicacasee. Dort gab es ein Wiedersehen der besonderen Art...
Fussballfeld auf knapp 5.000m
Einfahrt Puno