23.10.2012

13.10.2012 Nationalpark Grand Canyon / USA

Den Grand-Canyon-Nationalpark erreichten wir von Las Vegas nach 431 Kilometern.
Die Fahrt vorbei am Hoover Damm sowie einem Stück auf der historischen Route 66 war wiedermal problemlos.
431 km
Tagsüber freuten wir uns über 25 Grad, die Abende hingegen wurden schattiger.
Besuch im Supermarkt...Max Hühnerfüsse...
und die Böse Braunschweiger Bohrwurst
Vor dem Nationalpark liegt eine Ministadt, die lediglich H/Motels, Restaurants, Tankstelle sowie Camping und RV Plätze besitzt. Und: Ein Kino.
Ein IMAX Kino wo wir uns am Abend vor Eintritt in den Nationalpark die Geschichte des Grand Canyons mit fantastischen Bildern und Videos von National Geografic reinbeamten, besser noch, nämlich in 2D durch den Canyon flogen.
Somit blieb uns ein teurer Hubschrauber-Rundflug über den Canyon leider erspart. :)
http://www.youtube.com/watch?v=p2X4U1mQzoE

Popcorn-Gewürze

Die Bilder des Canyons stimmten uns auf die kommenden Tage ein und wir vergassen kurz die nächtliche Aussentemperatur von – 2 Grad.
Noch fix am Morgen dem wohl momentan populärsten Österreicher die Daumen gedrückt und schon waren wir im Nationalpark, in welchem der größte Teil des Canyon liegt, einer steilen, etwa 450 Kilometer langen Schlucht, die innerhalb von Millionen von Jahren vom Colorado River ins Gestein des Colorado-Plateaus gegraben wurde.
Der Canyon zählt zu den großen Naturwundern auf der Erde und wird jedes Jahr von rund fünf Millionen Menschen besucht. Wir gehörten nun auch dazu.


Das machte sich auch auf dem Parkplatz des Besuchercentrums bemerkbar. Unzählige PKW´s, Campingmobile und Menschen noch dazu. Gerne Gruppen von Chinesen und Japarnern, aber auch der Russe lässt sich hier wohl öfter blicken. Der Russe hier, ist der Israeli von Südamerika. :)

Unabhängig davon dass Wochenende war (wir Schlauberger) starteten wir am Südrand (South Rim), den die meisten Touris anzieht. Selten haben wir vorher Touristeninformationen aufgesucht, aber hier in den USA sind sie super und eigentlich immer unsere erste Anlaufstelle, denn hier gibt es erst mal gute Karten und Infos zur Umgebung, Wanderstrecken oder wir hier: kostenloses Trinkwasser. Im gesamten Park gibt es diverse „Zapfstationen“ mit kostenlosem trinkbarem "Canyonwasser."

Ein ansässiger Ranger „zerschoss“ unsere am Abend gestaltete Route durch den Park und seine Umgebung, da wir nicht wussten, dass es hier Straßen gibt, die lediglich von den Einheimischen Indianern befahren und bewohnt werden. Also sind sie nicht für uns bestimmt, denn der Indianer an sich ist nicht zwingend erfreut darüber, einen deutschen Geländewagen im Vorgarten zu haben, nur weil die Touris Lust auf ein bisschen Abenteuer und die schön asphaltierten Strassen satt hatten. Also gab es feinsten Asphalt.

Einen Teil des Parks darf man nicht mit dem Auto befahren. Daher macht man die Besichtigung am Canyonrand (und Wanderwegen) zu Fuss, alternativ düst man mit einem kostenlosen Shuttlebus durch die Gegend, frei nach dem Motto „Hopp-on-hopp-off“. Mehrere Stationen mit verschiedenen Ausblicken werden dabei angefahren.
Ja, es stimmt. Der Canyon ist wirklich beeindruckend. Man kann es nicht anders sagen.
Die Ausblicke auf die teils Feuerroten Felsformationen, besonders im Sonnenuntergang sind einfach gigantisch. Ab und zu lässt sich der harmlos aussehende Colorado River blicken.

Der Grand Canyon ist etwa 450 km lang (davon liegen 350 km innerhalb des Nationalparks), zwischen 6 und 30 km breit und bis zu 1800 m tief. Der Name des Canyons stammt vom Colorado River, der früher in Teilen Grand River genannt wurde (deutsch: Gewaltiger Fluss/Canyon, aber auch Großartiger Fluss/Canyon). Das Gebiet um das Tal wird in drei Regionen aufgeteilt: Den Südrand (South Rim), der die meisten Besucher anzieht, den im Durchschnitt ca. 300 m höher gelegenen und kühleren Nordrand (North Rim) und die Innere Schlucht (Inner Canyon). Der Südrand des Grand Canyons liegt im Durchschnitt auf 2100 m ü. M., während der Colorado im Durchschnitt auf 750 m ü. M. fließt.
 http://de.wikipedia.org/wiki/Grand-Canyon-Nationalpark

Wie in anderen Nationalparks gibt es innerhalb des Parks super Versorgungsmöglichkeiten sowie (teure) Hotels und schlichte aber sschön im Wald gelegene Campingplätze. Wildes Campen ist im Nationalpark selber nicht gestattet. Dafür geht es fast überall ausserhalb auf den Gebieten des „National Forest“ oder des BLM = BUREAU OF LAND MANAGEMENT. Dort darf man einfach ein Stück von der Straße in den Wald fahren und sich ab-parken. Ziemlich genial und günstig.

Im Park verbrachten wir die Abende bei Lagerfeuer und Sternenhimmel.
Egal um welche Zeit wir ankommen: Feuer oder Grill muss sein.

Warten auf die Würstel...
...unter anderem.
Dessert View im Süden des Parks
Hingegen vieler Besucher wollten wir uns auch den Nord-Teil des Parks angucken, den erreichten wir über die fantastische Strasse 89A, durch die gewaltige und feuerrote Cayonlandschaft.
Prinzessin auf Tour
zwischendrin wohnen auch Menschen
 Schon die Anfahrt in den auf ca. 2.400 m hohen Nordteil war absolut lohnenswert und vor allem weniger besucht. Die Straßen waren unsere. Der Nationalpark ebenfalls. Fast.
Brücke über den Colorado River

Auch hier nutzen wir die genialen Aussichtspunkte und Wanderwege und waren froh, „beide“ Seiten besucht zu haben.
Hier war es nachts auch gleich ein etwas kälter als auf der 300 m niedrigeren Südseite.
Auch der Morgen war mit 4 Grad schon frisch.
Aber nach einer Tass-Kaff war die Welt fast wieder in Ordnung, dennoch wurde ordentlich immer an-gefeuert und so wir lebten gemütlich zwischen Spechten, Eichörnchen und anderen Besuchern...
Waldbrände machen irgendwie einsam

Was übrigens (im Vergleich zu Südamerika) wirklich toll für Hundebesitzer ist: (Fast) überall darf man sein Tier mitnehmen. Selbst in die Nationalparks darf der liebe Vierbeiner mit, natürlich unter besonderen Auflagen, aber er darf mit. Somit hat tatsächlich jeder Hundebseitzer neben Leine auch noch das "Sackerl fürs Kackerl" dabei...und man sieht wirklich nichts davon in der Umgebung. Respekt!
...Davon können sich Einige Länder gewaltige Scheiben abschneiden.

Zurück zum Thema:
Wir verabschiedenden uns nur ungern von der schönen und ruhigen Nordseite und vom Grand Canyon, aber dennoch machten wir uns auf nach PAGE, einer Kleinstadt in Arizona.

Neben dem Glen Canyon Dam, dem Lake Powell sollte diese Region noch weitere Highlights und WOW´s für uns bereithalten…