Die Erinnerungen waren aber schwach. Also mussten sie aufpoliert werden.
Auf der Interstate 80 gen Reno genossen wir bei Sonnenschein die Fahrt durch die bergige und nach Harz riechende Gegend.
Der etwa 497 km² große Lake Tahoe liegt auf der Grenze zwischen den Bundesstaaten Nevada und Kalifornien. Ein Drittel liegt in Nevada, der Rest in Kalifornien. Und den Unterschied sieht man: Ist es in Kalifornien fast harmlos an Hotels und Geschäften, befinden sich in den Städten und Dörfern auf Nevada Seite riesige Hotelkomplexe, Fastfoodketten und „Daddelhallen“, bzw. Casinos.
Allerdings sind diese Städte / Orte eh Mangelware, heisst, zwischendrin kann man die Natur geniessen und für die Camper gibt es sowieso teils ruhigere und einsame Campingplätze.
Der See befindet sich westlich der 3.317 m hohen Carson Range, eines östlichen Teils der Sierra Nevada. Schon die Anreise durch die bergige, mit hohen Kiefern bewachsene Landschaft war schön, zumal das Wetter perfekt war. Nicht zu warm bei lockeren 28-30 Grad.
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| Willkommen in "Truckee" |
Der See ist mit 501 m der zweittiefste und mit einer Höhe von 1.899,5 m auch einer der höchstgelegenen Seen der USA und hat eine Durchschnittstiefe von 301 m. Schon ziemlich tief eigentlich.
Der Lake Tahoe ist ein extrem beliebtes Ausflugs und Wochenendziel. Sowohl im Sommer zu Bade und Wassersportsaison als auch im tiefen Winter, wo es angeblich den besten Schnee gibt. Leider hat durch intensive Bebauung seiner Ufer viel von seiner früheren Einsamkeit verloren.
Dennoch liegt er umrandet von Kiefernwäldern in einer romantischen Gebirgslandschaft und ist für seine tiefblau erscheinende Wasseroberfläche bekannt.
Natürlich kamen auch wir zum Wochenende…somit war es knattervoll auf den Strassen, an den Stränden usw. Auf unserem ersten Campingplatz trafen wir auf Riesige RV Mobile sowie ganze Zeltlandschaften voller Familien, die sich wiederum mit befreundeten Familien dort zum Wochenende trafen.
Heisst, es waren Zustände, die wir nur aus Argentinien kannten: es war laut und die Grill lief rund um die Uhr.
Ebenfalls fanden wir weisse Strände und türkisfarbenes Wasser und wagten uns ebenfalls in das eiskalte Gewässen. Einfach fantastisch!
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| hoppla - das im prüden Amerika? |
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| Ein Clemens Suchbild |
Die hochpreisigen Campingplätze (im Vergleich zur Küste wiederum günstig) waren teilweise wegen Überfüllung geschlossen. Dennoch fanden wir immer ein schönes Plätzchen, auf überraschend netten und gut ausgestatteten Plätzen.
Alle von ihnen haben Feuerstellen und gaaanz wichtig: einen „Food-Locker“…den in der Region treiben sich Bären, die gerne an die Vorräte wollen. So kam es, dass wir erst schmunzelnd unsere Einkäufe fürs all abendliche BBQ am Lagerfeuer wegsperrten, bis zu der Nacht, wo wir die Bären um unser Auto herum extrem laut „schreien“ hörten und nächsten Morgen sahen, was sie auch mit Müllcontainern und ihrer Umgebung anstellen können.
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| wohnen kann man am See übrigens auch |
Ähnlich wie Nessie im Loch Ness soll im Lake Tahoe auch ein Seeungeheuer namens Tessie leben.
Tessie haben wir nicht getroffen, aber die Zeit am See genossen.
Landschaftlich wirklich sehr schön und zwischendrin auch wirklich putzige Ortschaften. Der See ist sehr sehenswert und eine Reise wert, Wochenenden sollte man doch vermeiden und zu dieser Jahreszeit trotz warmen Temperaturen am Tage bedenken, dass die Nächte auf 2.000 m gerne auch mal kälter werden können. 6-8 Grad des Nachts und am nächsten Morgen.
Also Feuerholz und dicke Socken sollte man dabei haben.
Ebenfalls wirklich nett und schön war unser Besuch im Anschluss in APPLE HILL, südlich vom See gelegen. Es ist Gebiet östlich von Placerville, etwa eine Stunde von Sacramento. Wie der Name schon sagt, ist Apple Hill voll von Betrieben und Kellereien. Alles rund um den Apfel…oder auch andere Früchte. Es gibt es eine Umgebungskarte, wo alle Betriebe und deren Programme erfasst sind. Somit erkunden wir einige Höfe.
Man kann Kürbisse für Halloween oder Weihnachtsbäume kaufen, aber vor allem Apfel Donuts und Apfelkuchen, Apfeltaschen, Apfel Knödel, Apfelwein, ein Grill läuft überall und oft spielt eine Live-Band, Kinder haben dort ihr eigenes Programm. Alles eine ziemlich nette Sache.
Wir fanden es extrem kitschig und extrem lustig.
Ach, zwischendrin finden sich ebenfalls kleine und gute Weingüter.
DAS machte die Sache noch interessanter.
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| Apfel-Cider und Bratwurst mit Kartoffelsalat |
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| Die Bayern waren eim Essen etwas schwach... |
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| nettes Weingut |
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| kommt ein Wagen... |
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| ...und wird beladen. |
Weiter ging es gen Süden, durch kleine Orte und Weinberge.
Wenig Touristen trafen wir hier.
Früher es eine Goldgräber-Region, so konnte sich die Region schon in den 70er-Jahren einen guten Ruf für ihre Zinfandel-Weine erarbeiten. Heute produziert man immer mehr Cabernet Sauvignon, Chardonnay, Barbere, Grenache und süße Muscat-Weine.
Die Region wird auch „NEUES NAPA“ genannt….natürlich nicht in Napa, aber sonst spricht es sich herum, dass hier die „jungen“ wilden zu finden sind.
Kleine, feine Weingüter, die kostenlose Verköstigungen anbieten und exzellente Weine haben, die im Vergleich zu Napa noch beim Einkaufen Spaß machen. El Dorado liegt östlich von Sacramento. Es liegt zu Füßen der Sierra Nevada Mountains. Die Rebflächen liegen auf einer Höhe von 360 m bis 1.050 m ü. NN. Die besten Weinberge liegen meist über 650 m hoch. Der saure Boden ist überwiegend vulkanischen Ursprungs.
Es war heiss, aber trocken.
Angeblich herrscht ein mediterranes Klima, mit mildem, meist feuchtem Winter und warmen trockenem Sommer. Wir waren also im Sommer da.
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| Vor Überrasschung tanzte ich meinen Namen. Die FWS ist auch in der Region zu finden |
Da das Gebiet ca. 150 Kilometer von der Küste des Pazifiks entfernt liegt, ist es im Hochsommer oft sehr heiß. Wir fanden die Region spitzenmässig und klapperten auch hier einige Weingüter ab und waren von NEW NAPA und seine wenige Bewohner sehr angetan.
Am Spätnachmittag erreichten wir das familiengeführte, irische Weingut Fitzt Patrick. Wow, hoch über allen lag es und wir wurden von allen herzlich aufgenommen, das Wetter war abends angenehm kühl, die Weine sehr gut. Hier wollten wir bleiben. Man musste uns nicht lange überzeugen und wir blieben und genossen somit die Gastfreundschaft und die Weine von Chefin Diana und ihrer Familie. …einfach schön, so ein Tag / Urlaub auf dem Land.
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| Mike liebt Weine und Offroad |
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| AbendBrot selbst gebacken |
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| Der gute alte Korkenbaum |
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| Bike der Juniorcheffin |
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| Als der Mond aufging... |
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| ging die Sonne unter |
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| Napa via Lake Tahoe bis Fair Play - 533 km |
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| Saubere Straßen durch hohe Strafes. Klappt. |
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| ...warum auch nicht. Wasser will auch designt sein |
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| Was genau ist nun das Wohnhaus? :) |
Zum Abend erreichten wir IHN: Den berühmten Nationalpark.
DEN Yosemite-Nationalpark (ausgesprochen „Yo-SEM-i-ti“).
Wir waren gespanntm, was hier so los war.

































































