18.09.2012

11.09.2012 San Diego / USA

…da muss man erst 16 Monate reisen und somit seinen 30ten Grenzübergang hinter sich bringen um das Erste und Einzige Mal NICHTS für das Auto erledigen zu müssen.
Nichts.
Das wir das den Lord weder importieren mussten oder irgendjemand mal nach Drogen und Waffen suchte oder kontrollierte fanden wir schon fast wieder frech.

Und das in einem Land, welches uns gleich von allen Seiten fotografiert und dazu unsere Stimmen, sowie all unsere 10 Fingerabdrücke jetzt hatte. Aber es dauerte nicht lang, da stoppten wir an einer Station der Border Patrol, damit ein deutscher Schäferhund um unser Auto lief und schnüffelte. Ah, das regeln die hier so. Waren wir doch seit Mexico eigentlich auf Besucher in unserem Wohnzimmer eingestellt. Dann können wir ja endlich das Chaos drinnen aufräumen, wenn keiner mehr schnüffeln kommt. So ein gesundes Chaos hat macht nämlich fast jeden Militärbub auch irgendwann kirre und er gibt auf, so unsere Erfahrung.
Bitte lächeln. Versteckte Kamera ist out.

Wir zwei Schlauberger hatten das GPS noch nicht „ge-updatet“ und fuhren quasi blind drauf los. Eine Straßenkarte hatten wir von Swantje und Stefan in Kolumbien zwar erhalten, die war aber gut eingelagert. So etwas hat zur Folge, dass man spontan in eine Stadt düst, die man eigentlich nicht auf dem Schirm hatte. Somit lernten wir SAN DIEGEO kennen.
Und auch lieben.

Nachdem wir die ersten paar Kilometer nach der Grenze durch eine kleine schnuckelige Bergwelt am Nachmittag gedüst waren, landeten wir relativ gut und schnell nach nur ca. 40 Minuten in einer wunderbaren Gegend der Stadt San Diego. Die Fahrerei über die Highways- und Interstates und wie sie nicht alle heissen machten und nicht verrückt, obwohl es mal ein anderes Tempo zu den vergangen Monaten war, was man hier vorlegte. Was und gleich ins Auge sprang und nervte waren all diese Schilder. Schilderwald ohne Ende. Man konnte kaum nen halben Meter fahren, ohne dass man kein Schild vor Augen hatte, welches besagte, was man zu tun oder zu lassen hat.

Wie soll man das denn alles so schnell lesen können? Wirklich alle paar Meter ist ein Hinweis mitten auf dem Highway, dass man hier nicht stoppen soll. Auf keinen Fall anhalten. Niemals. Bloss nicht. Wehe.
Die erlaubte Geschwindigkeit wird auch alle 100m wiederholt.

Die Geschwindigkeitsvorgaben hielten nur wir ein. Vorerst. Denn Clemens hält es bei diesen Dingen auch gerne wie die Einheimischen: Den Gegebenheiten und Gewohnheiten: anpassen.

Das man hier zügig fährt, liegt aber auch offensichtlich daran, das es hier vermehrt - und ich meine echt vermehrt – europäische, überdurchschnittlich hoch motorisierte Fahrzeuge gibt. BMW´s und Land Rover parken vermehrt in San Diego´s Vorgärten und Garageneinfahrten. Gefolgt von Mercedes, Audis, Minis und niegelnagelneuen VW´s. Hatten wir in Mexico viele, gewaltige US amerikanische Autos, vorallem HUMMER gesehen, überwogen hier die Europäer.
Wir waren im Vergleich eher "rustikal" unterwegs...so titulierte uns mal ein deutsches Ehepaar mit ihrem Caravan Camper in Argentinien. "Ihr, ja also ihr seid ja mehr so, äh, so rustikal unterwegs...."
Null  rustikal - mehr Rockstar...sollte das heissen.

Also pesten wir nun auch mit dem Löördie über die Highways und über dunkelgelbe Ampeln, diese sind ökonomischer als vor einer roten stehen zu bleiben und den Motorlaufen zu lassen.
Oder so ähnlich. Irgendwie.

Aber wo genau waren wir denn eigentlich jetzt?
Die Stadt liegt Südspitze Kaliforniens, an einem künstlichen Hafenbecken. San Diego ist die zweitgrößte Stadt im US-Bundesstaat Kalifornien und die achtgrößte der Vereinigten Staaten. Die Stadt hat 1.307.402 Einwohner, was uns jetzt nicht wirklich imponierte.
In nur 2,5 Stunden erreicht man Los Angeles und das südlich liegende mexikanische Tijuana in 30 Minuten.

Das Stadtgebiet dehnt sich immer weiter ins Landesinnere aus. Wegen des angenehmen Klimas wird San Diego von seinen Bewohnern als „America’s Finest City“ bezeichnet.
Die Jahresdurchschnittstemperatur liegt bei 17,3 °C, Regen ist rar und alle Bewohner feiern es, hier leben zu können. Jeder den wir trafen, teilte uns mit, das es die Stadt mit der besten Lebensqualität ist, umgeben von wunderschönen Stränden am Pazifik. Die Stadt wurde in den letzten Jahren zu einem der bedeutendsten Zentren der Telekommunikations- und Biotechindustrie.

Richtige Hochhäuser findet man nur in Downtown

Wir landeten durch Zufall in einem der schönen Stadtteile, der viele bunte Holzhäuser mit Vorgärten hatte. Ohne Zäune. Ohne Gitter vor den Fenstern, aber mit Veranda und Schaukelstuhl. Es war gleich zu Beginn wie im Film. Genauso hatte ich mir gewünscht und auch bekommen. Wieder fuhren wir wie in Trance durch die breiten, offenen Straßen…und genossen das angenehme Klima von 25 Grad.

In unmittelbarer Nähe, auf einer der Avenues, reihen sich sämtliche Fastfoodketten, Supermärkte, Autowaschanlagen und alles was das Herz begehrt aneinander. Immer ist irgendwo ein Center etc. wo es alles gibt.
...offene Vorgärten und die Flagge gehisst. Genau so stellt man es sich doch hier vor.
Fast alles hat 24 Stunden geöffnet und ist "befahrbar".
Hier eine Apotheke.
Erster KUMPEL
Ein passender Ort, um am Spätnachmittag eine der Futterketten aufzusuchen und dabei ein Motel zu finden, da wir heute in der Stadt bleiben wollten. Wiedermal (www.hotwire.com, hotelclub.com) fanden wir eine gute, solide Bleibe. Schon jetzt freuten wir uns neben dem ausgeprägten Campingleben der Amerikaner,  auch auf das Motel/Hotelleben in diesem Land. Riesen Zimmer, mit Kühlschrank, Mikrowelle, Kaffeemaschine, Bügeleisen und Bügelbrett, Teppichboden in dem man bis zum Knöchel versinkt…ein sauberes, großes Bad, heisses, regulierbares Wasser…TV und Internet...sowie einen Fön!!! Meine Haare kennen dieses pustende Geschöpf gar nicht mehr.
Dito: ROOMSERVICE!
Für Euch normal? Schön!..dann reist mal durch Südamerika.

Hier, wo alles gross, bzw. big and bigger ist, darf man im Übrigen das Toi Papier wieder runterspülen und nicht in das Eimerchen neben dem Lokus werfen, wie es in Süd-und Mittelamerika der Fall ist. Überall.
Aber das nur so nebenbei für diejenigen, die es interessiert oder wissen was ich meine.
Muss man sich erst mal wieder umgewöhnen.
@Wera: immer noch keine Klobürsten in Sicht :)

Wenn jemand glaubt, dass wir in Europa viele Fastfoodrestaurants haben: FALSCH.
Denn HIER gibt es auf den ersten Blick NUR Fastfoodrestaurants.
Und auf den Zeiten Blick ebenfalls.
Es ist wirklich unglaublich, was es NICHT gibt…
Es gibt ALLES und das Kettenweise.
Schön ist, dass an jedem Burger, Portion Pommes, Eis, Kaffee mit und ohne Milch neben dem Preis auch die Kalorienangabe steht. Bei allem.

Richtige Restaurants befinden sich in ausgewählten oder abgelegenen Bereichen, sind dann aber auch kostentechnisch eine andere Hausnummer, zumal oftmals die Steuer von ca. 13 % draufgerechnet wird und als kleine Überraschung dann Portionen.

Endlich begaben wir uns hier auf Reifensuche für den Lord und wurden fündig. Selten so günstige und gute Reifen „geschossen“. Nach über 60.000 Kilometern durfte das aber auch mal sein, ähnelten die alten inzwischen doch schon Slicks. Clemens Laptop ging noch zum Computer Doc, nachdem das gute Stück neulich im freien Fall den Boden geküsst hatte. Während wir auf beide „TERMINE“ warteten schauten wir die Stadt an und waren wirklich begeistert. Wir düsten über die Köhlbrandbrücken-ähnliche Coronadobrücke und landeten auf der gleichnamigen Halbinsel, wo uns edle und schöne Wohnviertel und super Diner, stylische Bars, Restaurants und Geschäfte begrüssten. Auch den genialen Aussichtspunkt Poin Loma, das Gaslampenviertel in Downtown besuchten wir und ein Zug durch die Gemeinde am Abend durch die Bar, Kneipen und Restaurantszene ist ja wohl Ehrensache!...zumal wir in angesagten Bars unsere „ID“ vorzeigen mussten um hineinzukommen (In diesem Land muss man 21 Jahre sein muss um Alkohol trinken zu dürfen) Leute, ich sach Euch: Das ging runter wie Öl...das Bier.

Die Klischees, das Amerikaner extrem freundlich, voll schlank oder vollschlank sind, kurze Hosen, Tennissocken und Turnschuhe tragen, gibt es nicht. Es ist die Wahrheit. Aber das ist auch gut so.

Was hab ich mich darüber geärgert, dass in den vielen, bereisten Ländern niemand aus unerfindlichen Gründen bei 40 Grad in kurzer Hose oder FlipFlops rumläuft. Hier macht man das. Es ist heiss, als tue ich was dagegen. Alles andere ist doch auch Quatsch. Gut so.

Heisst aber nicht, das hier niemand in langen Hosen und/ oder auch den moderen UGG-Boots oder Stiefeln rumspaziert. Alles ist hier möglich und alles ist erlaubt. Komisch angesehen wird man weniger.

Nach nur einem Tag hatten uns diverse Leute mit dem Auto angehalten, nur um mal eben „Hi, how are you“ zu trällern oder zu erzählen, dass er / sie eine Tante hat, die vor 27 Jahren mal auf Klassenfahrt in Heidelberg war.
Wiederum einen Neuheit für uns ist die Frage: „How are you today?“…hier erwartet man noch, dass man eine Antwort von sich gibt. Ist es bei den Latinos mehr so eine Floskel, die man halt sagt, weil man sie sagt…“Como estas?"...und niemand dort erwartet, dass man eine ausführliche Aussage zum derzeitigen Gemütszustand von sich gibt. Bloss nicht.

Ja, gefiel uns hier, obwohl die Preise für Hotel und Restaurants gepfeffert sind. Also europäisch. Meinlieberherrgesangsverein. Daran müssen wir uns erst mal wieder gewöhnen. Hatte man uns in Mexico noch Corona-Bier hinterhergeworfen, sollten wir in einer coolen, aber recht „normalen“ Bar 5,00 $ dafür hinlegen. Pro Stück. Den Besuch hielten wir dann eher kurz.
Der Friedhof über der Stadt.
2 x Sturmfrisur to go. Danke.
Blick von POINT LOMA
Big Brother is watching you
Clemens und der Hinkelstein (von Links nach Rechts :))
selbst oben auf der Coronado Brücke ist man vor Hinweisen und Ratschlägen nicht sicher
4 km Brücke!...bis zur Coronado Peninsula, der wunderschönen Halbinsel.
wo genau soll man fahren? :)
!!!
Einfach Leben - einfach Österreich. Prosit!
Unser erstes "Diner!"
Apple Pie vor der Nase, Cola ausm Plastikbecher und eine privateMusicbox
Köstliche Burger mit Cole Slaw /Krautsalat und Jalapenos
Für unseren treuen Leser & Skyper Andi F. aus Pf. in B. :)
Beachhäuser von den Beachboys
Das Wort Sex trifft man nie/selten. HIER ist es Geschäft für Erwachsene.
Auto und Hundewaschstrasse

Getoppt wurde die wirklich schöne, freundliche, moderne und liebenswerte Stadt durch exzellente Strände von Süd nach Nord sowie angrenzende Vororte, die es ebenfalls richtig in sich hatten….zB.  LA JOLLA, und CARLSBAD die zügig hinter der Grosstadt folgen.
Man darf überall parken, vorrausgesetzt der Parkplatz gehört zu dem Laden, in dem man sich  gerade befindet.
Die Auswahl der richtigen beginnt bei dem Teig und dem Käse..
Neue Schluppen für Löördie.
Statt 250 € ((DL) nur 150 €/Stück.
USA rockt! ( Reifenpreise in Costa Rica, Panama und Co. wie in Deutschland.)
Also wenn ich denn müsste, würde ich mir überlegen, her zu ziehen.
Oder wenn ich könnte?
Oder doch eher wenn ich wollte?
Wie auch immer.
Is ja nicht so.
whoop-whoop, auf gen Norden!
wolkig aber warm. So 26 Grad. Pi mal Daumen
neulich auf der Ladefläche
Wienerschnitzel is in da house!
Das Wichtige hat VORRANG!
Zucht und Ordnung in San Clemente
San Clemente Beach - Hier gehen die Kids nicht zum Fussball- sondern zum Surfunterreicht.
Mein Clemente in Clemente :)

Weiter ging es an der wunderbaren Küstenstrasse 101, wo wir viele sogenannte „Seebäder“ mit fantastischen Stränden und tollen Häusern, sowie guter Infrastruktur passierten und manche Orte schön, andere einfach schöner waren. Wir erreichten nach einer Halbtagestour die Stadt LA nach dem schönen SAN CLEMENTE, dem edlen und hübschen LAGUNA BEACH, Newport Beach....Long Beach..Dann waren wir da, in der Stadt der Städte: Los Angeles.
Salatportionen aus Schüsseln, DAS gefällt mir.
Löördie macht sich schon gut...in der neuen Nachbarschaft...?! :)
Flog mir der Vogel einfach vor die Linse...

In Long Beach besuchten wir die QUEEN MARY I
Lord Höördie, alias Löördie und Ihre Hoheit Queen Mary I
...Horst war auch nicht weit, ne.
Voll geschnitten. Dann gab es ein Rennen, mit dem Lambo. :)
In the neighborhood
immernoch warm - immeroch diesig
tolle,  gemütliche Wohngegend. Vermutlich recht güntig :) so direkt am Meer.
In diesem RV Park zahlt man ca. 60 $ / Nacht. Lage: Hinter dem Flughafen, neben einer 4 spuriger Strasse und hinter Kraftwerk. Uns wollte man aber nicht "your car is not accepted..."...als zu gross als ZELT und zu klein als RV...das erste Mal,dass man den Lord nicht akzeptiert hatte.
Ha.
Nun waren wir auch hier angekommen.

Irgendwie unwirklich alles.
Aber alles wirklich schön.
von Ensendada (A) nach Tecate (B) beides Mexico bis San Diego (C) bis Los Angeles (D)
Also genossen wir die Reise weiterhin.