Wir hörten aber auch schon von sehr stürmischen Überfahrten, mit richtigem Seegang.
Wie schon berichtet, gibt es zwei Fährverbindungen vom Festland auf die /von der Halbinsel: eine nach/vonMazatlán (ca. 440 km = ca. 17 Std. Fahrt) und eine von/nach Topolobampo bei Los Mochis im Nordosten (ca. 220 km = ca. 7 Std. Fahrt).
Wir waren nun doch froh, dass wir abends länger auf das Hinauffahren auf die Fähre gewartet hatten und am Morgen als erstes vom Schiff fahren konnten, denn nach 100 m folgte die erste Befragung zu uns und unserem Vorhaben auf dieser Halbinsel, nach 300 m drückten wir 9,00€ „Hafengebühr“ ab und nach nur 500 m folgte die Erste richtige Kontrolle…hier gab es quasi eine „Weltneuheit“ die man sogleich an uns ausprobierte. Eine Radarbetriebene Waffensuchmaschine wurde eingeschaltet, ein rotes Licht blinkte und wir mussten dem 16jährigen Militärbub mit Zahnspange, Springerstiefeln und Sturmgewehr Folge leisten und brav im Kreis um die installierte „Wünschelrute“ fahren.
Das alles hatten wir allerdings schon bei 3 Lastwagen - in 3 Anläufen - sowie einem Moppedfahrer beobachtet…bei sommerlichen 30 Grad um 7:00 früh.
Hiess: Die Suppe lief. Schnurstracks.
Nochmals zur Erinnerung:
Unser Auto besitzt keine Klimaanlage, was auch während der Fahrt kein Problem darstellt. Ohne Fahrt schon eher.
Trotz grünem Licht und „todo bien“ wurde der Wagen nochmal von Innen angeschaut und wir ausgequetscht und interviewt. Nervig, aber was solls.
Sie machen ja auch nur ihren Job.
Dann stand da noch ein Männeken völlig verlassen mit Kärcher im Weg, der noch schnell jedes Auto für ein paar Rubel desinfizieren musste.
...und dann waren wir auf dem Weg hinaus, hinaus in die Welt der Abenteurer und Campingfreunde.
Die BAJA oder Baja California bzw. „Niederkalifornien“ ist eine schmale und langgezogene im Westen von Mexico liegende Halbinsel. Sie hat eine Länge von 1.200 km sowie 80 bis 220 km Breite. Auf ihr liegen die Bundesstaaten Baja California (Niederkalifornien) und Baja California Sur (Süd-Niederkalifornien). Sie ist etwa doppelt so lang wie der US-Bundesstaat Florida und der größte Teil der Fläche ist Wüstenvegetation.
Die Region um die Halbinsel ist tektonisch aktiv und die Caldera entstand bei einem Vulkanausbruch vor etwa 760.000 Jahren. Die beiden Küsten sind dabei sehr unterschiedlich. In den kalten, vom Norden und aus der Tiefe kommenden Strömungen der Pazifikküste beobachtet man Wale, die von und zu ihren südlicheren Fortpflanzungsstätten ziehen. Allerdings findet dieses Spektakel im März statt.
Hier hatten wir also Pech. Aber dafür hatten wir sie schon in Argentinien zur richtigen Zeit gesehen.
Alles geht halt nicht.
Der Golf ist dagegen eher mit dem Mittelmeer vergleichbar, da dort das Wasser wärmer ist. Mit Glück kann man Robben oder Delfine bei der Fischjagd beobachten.
Es gibt über 100 Kakteenarten, 60 von Ihnen findet man nur hier. Ich mag ja Kakteen. Sie sind einfach hübsch und dazu pflegeleicht.
Seit 1976 verbindet die einzige Hauptverkehrsstraße – die Transpeninsular – den Norden mit dem Süden. Sie reicht von der Grenze zu den USA bis zum südlichsten Punkt der Halbinsel in Cabo San Lucas, übrigens dem viertgrößten Badeort Mexikos. Eigentlich easy zu reisen, wären dann nicht noch viele wunderbare und einsame Nebenstrassen, Wege und 4 x 4 Strecken, die man ebenfalls gut und gerne befahren kann und darf.
Die gesamte Baja ist eigentlich nicht dem großen Tourismus verfallen, was das Reisen wirklich angenehm macht. Im Süden gibt es einige Städte, die sich als Tourihotspots entwickelt haben bzw. extra diesbezüglich kreiert wurden. Unweit des Hafens in dem wir landeten befindet sich die Kleinstadt LA PAZ, sie ist Hauptstadt Bundesstaates Baja California Sur und das regionales Wirtschaftszentrum mit ca. 25.000 Einwohnern.
Der Südteil der Halbinsel umfasst 73.475 km² mit ca. 424.000 Einwohnern. Hier gibt es Flughäfen, wo Touristen landen können. Ansonsten scheinen viele Langzeitcamper (USA & Kanada) hier unterwegs zu sein sowie ein paar Overlander wie wir.
Allerdings zu dieser Jahreszeit weniger bis kaum welche oder auch keine.
Denn zZt. ist es heiss. Sehr heiss.
Klimatisch handelt es sich um eine der niederschlagsärmsten Regionen der Welt.
Super.
Ich mag das ja gerne. Ich bin ein Wüstenfloh und schon beim Anblick der Landschaft und der Hitze auf meiner Haut war ich happy.
Clemens sah eher „geht so“ glücklich bei dem Blick auf die Temperaturanzeige aus.
In La Paz wollten wir eigentlich nur Frühstücken und dann kleinere Reparaturen an Löördie durchführen…denn der Kühlschrank wollte nicht so wie wir, bzw. gar nicht mehr.
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| Das gemütliche (und noch) "natürliche" La Paz |
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| ...an einer Kreuzung müssen alle 4 Fahrzeuge halten. WER fährt? Antwort: Das grösste Auto. |
In einem schon sehr amerikanischem „Diner“ gab es Café satt und endlich mal was Deftiges ohne Bohnen und Co. Dafür alles gerne auf Englisch. Wir blieben hart und antwortenden in Spanischer Sprache. Schliesslich waren wir noch in Mexico. Die Bedienung war erfreut. Generell freut sich jeder darüber, wenn man hier spanisch spricht, denn viele tun es nicht, bzw. können oder wollen nicht, so unsere Beobachtungen. Dafür spricht hier fast jeder Englisch, bzw. Amerikanisch um den Touristen und Zugezogenen gerecht zu werden… Parkplatzwächter, Zeitungsverkäufer, Verkehrspolizisten. Strassen-und Hinweisschilder sind oftmals zweisprachig, Speisekarten sowieso.
In diesem Städtchen gab es alles, bzw. für alles gibt es Spezialisten. Der eine kümmert sich um Licht, der andere um Aircondition, der andere macht Reifen, wiederum ein anderer Ölwechsel. So kam es, dass wir über einen halben Tag damit verbrachten, bei 40 Grad im Auto durch die Gegend und teils Sandstrassen zu sausen, von Pontius zu Pilatus - und wieder zurückgeschickt wurden.
Einen „PKW Kühlschrank“ kannte und wollte nicht jeder. Und nicht jeder der Kühlschränke bearbeitete machte auch gleich die fürs Auto…aber, das war eine lustige Erfahrung, vom Schwager zum Kumpel, vom Kumpel zum Onkel, vom Onkel zum besten Freund….und dabei (fach) männisch beratschlagt worden zu sein.
Wir erkannten, dass nicht nur eine Diode des Kühlschranks defekt war, sondern auch der Schalter, der unsere beiden Batterien voneinander trennen kann. Spezialeinbau aus Hamburg. Findet das mal hier.
Nach den ersten erfolglosen Besuchen in den ersten 7 Läden wollten wir schon fast aufgeben.
Man schickte uns aber noch zu den Jungs im Hafen. SIE erkannten zumindest das Problem und hatten einen ähnlichen Schalter vorrätig. Für deren Schalten hätten wir einen neuen Platz im Auto finden müsse, so viel Größer war er als unser.
Tja, und dann nach 16 Läden und 6 Stunden war es soweit.
EXAKT den gleichen Schalten fanden wir und konnten ihn schwuppdiwupp in Eigenregie einbauen.
Das Gesamtergebnis stimmte und nun durfte wieder gekühlt werden.
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| Die 3 von der Tankstelle bzw. die coole Truppe |
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| Unser neuer (geschenkter) aus Marlin/Speerfisch genschnitzter Mitfahrer |
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| Werkstatt mit Hühnerzucht |
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| Endlich Bohnen-frei! |
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| Mexicanisches Restaurant, genannt PALAPA |
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| Der "Cheyenne" |
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| auch hier gehts schon los... |
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| Löördie grüßt Max |
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| Abendstimmung am "Malecon" |
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| Fischeintopf |
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| Und die Fassade bleibt stehen! |
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| Der gute alte Apfelstrudel |
Kinder fixierten uns im Vorbeifahren und im letzten Augenblick erfolgten ein breites Grinsen und ein freudiges Winken.
Das gleiche galt für die „bösen“ Buben, die erst grimmig schauten und plötzlich verzog sich das strenge Gesicht zu einem freundlichen Grinsen, teils mit oder ohne Zähne, tätowierten Nacken und (Ober)Armen...
Den Süden der Insel genannt LOS CABOS kann man als Tagesausflug besuchen. Es gibt zwei grössere Städte, die uns beiden nicht überzeugen konnten. Cabo San Lucas ist eine Retortenstadt für Touristen, die so unwirklich daherkommt, dass wir nach einer Fahrt durch die Gemeinde das Weite suchten. Der ca. 30 km lange „Corridor“ zwischen den beiden Städten ist durch Bettenburgen, Golfplätze, Trailerparks, Casinos fest in Touristischer Hand, wunderbar am Meer gelegen.
Die ehemalige Missionsstadt San José de los Cabos, die vor einigen Jahren noch „ursprünglich“ war, hat sich nun ebenfalls als Bettenburgen und Fastfoodkettenhochburg entwickelt.
Irgendwie schade, in den beiden Städten springt der mexikanische Funke nicht (mehr) über.
An der gesamten Küstenregion finden sich unzählige Häuser und/oder Grundstücke zum Verkauf. Wir hörten, dass dies durch die anwachsende „unruhige“ Drogen Situation in Mexico zu Stande kommt, bzw. viele damalige ansässige Ausländer doch vor Angst wieder das Weite suchen.
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| Zu Besuch im ECHTEN Hotel California... |
| "Curly Sue und die Kokosnuss" |
Die Trailerparks sind oftmals der absolute Wahnsinn…neben edlen Waschhäusern, Pools und Jacuzzianlagen sind die Plätze komplette Gartenanlagen, wo man liebevoll seinen Camper bzw. Trailer wie ein Wochenendhaus hineingebastelt hat.
Die meisten Parks sind auf "große" und "sehr große" Fahrzeuge eingestellt, sodass wir für die meisten Plätze zu klein sind, bzw. die Plätze für uns einfach zu groß und zu teuer. Für die Preise gibt es schon Hotels oder Pensionen.
Aufgrund der Hitze war es mit dem Camping nicht ganz so einfach. Nachts fielen selbst am Meer die Temperaturen nicht unter 30 Grad, „offen“ schlafen fiel aus bzgl. Mosquitos und Wind war Mangelware. Hinzu kommt bei unserem Auto, dass der Motor natürlich nach einer Tagestour auch Hitze abgibt…und wir quasi direkt darüber liegen. "Heisser Hintern" bekam ganz neue Dimensionen.
Also Camping ohne Klimaanlage ist zu dieser Zeit eher „uncool“.
Wir trafen niemanden, ausser wenigen Dauercampern in ihren riesigen „rollenden Häusern“…mit Aircon und allem SchnickScnhack.
Die Gegend ist wunderbar mit dem eigenen Auto und vor allem mit einem Campingtauglichem 4 x 4 Fahrzeug zu bereisen. Fast überall darf man stehenbleiben und sich wohl und heimisch fühlen. Die Strände am Golf entlang sind besonders schön, dort bekommt man sogar ein Schirmchen und/oder ein Hüttchen zur Verfügung gestellt. Kosten sind natürlich geringer (bis gar nicht) als in den Teils edlen RV Parks.
November bis März ist wohl die beste Reisezeit, auch auf die Gefahr hin, dass es dann voller ist. Denn zum Winter kommen 300–400 Grauwale von ihren Sommerquartieren im Nord-Pazifik in die Lagune auf dem 28 Breitengrad bei Stadt Guerreo Negro, um dort ihre Jungen zu gebären. Das zieht natürlich viele Besucher an.
Die Strände und die wilde Landschaft, die teils mit Lagunen „gepickt“ ist, sind wirklich wunderschön. Da wir uns nicht in der Saison befanden, hatten wir viele Wege und einsame Routen, Strände und ganze Tagestouren für uns alleine und trafen wenige, auch in kleinen Mini-Ortschaften, die inmitten der Wüstengebiete liegen ist nicht viel los. Teilweise sind sie sogar ausgestorben. Auf der gesamten Insel steht so viel zum Verkauf.
Wenn man wirklich Zeit hat kann man sicherlich Monate hier aushalten, vorausgesetzt man steht auf Strandurlaub, denn ausser ein paar Höhlenmalereien ist hier eher wenig Kulturprogramm.
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| Schwieriges Unterfangen sie zu öffnen und zu schälen, aber lecker: Die JACKFRUCHT http://de.wikipedia.org/wiki/Jackfrucht |
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| Schlechtes Wetter oder schlechter Architekt? |
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| Halbe Strasse weniger |
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| Ich glaub da kommt ein Gewitter |
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| gequälter Alfonso liess sich von uns nicht helfen ;( |
Auf dem Weg nach Norden stoppten wir in der Wüstenstadt GUERRO NEGRO, die die nördliche und südliche Hälfte der Halbinsel voneinander trennt, exakt auf dem 28 Breitengrad.
Das Wetter hier im Norden sowie am Pazifik war schon etwas erträglicher…vor allem in der Nacht lief einem nicht mehr der Schweiß.
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| alle lieben VW |
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| ...und die Fassade bleibt stehen? |
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| volltanken.... |
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| ...und dann ab durch de Wüste |
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| OASE |
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| Oase San Ignacio |
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| Bilderausstellung von erfolgreichen Zugriffen |
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| V |
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| RV Park |
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| Wechseln von Baja Sur zur Baja - 28 Breitengrad |
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| vertrocknete Lagune |
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| Weingut Santo Tomas |
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| Sehr lecker! Weingut liegt "zufällig" auf dem Weg nach Tecate / Grenze |
Wir wählten die Kleinstadt TECATE, wo ebenfalls ein Grenzübergang ist, der nicht so überlaufen sein soll. War er auch nicht. Dafür blöd gestaltet.
Irgendwas ist ja immer.
Es ging alles sehr schnell und schon winkte uns ein Mexicanisches Militärmännchen an einem kleinen Grenz-Schlagbaum Schalter (ähnlich wie Mautstation) und plötzlich hagelte ein Blitzlichtgewitter auf uns sein. Man begrüsste und eher nüchtern, nahm unsere Pässe und erst dann bemerkten wir, dass wir DIREKT in den USA gelandet waren und wir die mexikanische Ausreise verpasst hatten, denn sie lag nicht unmittelbar davor, wie bei unseren letzten 29 Grenzübertritten…
Wir wollten noch unsere 300 $ Deposit aus Mexico für unseren Lord zurückerstattet haben…
Die Kaugummikauenden schnell und energisch sprechenden Amerikaner fanden das erst gar nicht witzig, entschieden sich aber dann, uns freundlich gegenüberzutreten und zu helfen. Was jetzt geschah, war unwirklich und geschah wie in Trance. Wir wurden in eine seperate Spur geleitet und durften unsere Visa-Kärtchen ausfüllen, im Office nebenan zahlten wir je 6,00 $ und gaben Fingerabdrücke ab. Mit dem Stempel im Pass, dem Hinweiss, dass wir 3 Monate im Land bleiben dürfen schickte man uns – ohne jegliche KFZ-Papier oder Innenkontrolle, ohne IMPORT des Wagens, zu Fuss zu den Kollegen aus Mexico. Hier hingegen wollte man uns unsere Kohle nicht ohne Auto geben, unsere Papiere und Fotos des Fahrzeugs reichten nicht aus. Zu Fuß kurz wieder zurück (USA Einreise Nr. 2) und mit dem Auto zurück nach Mexico. Erstaunlicher Weise ging das dann doch recht schnell und prompt hatte ich 300 $ bar von den Mexicanern auf der Flosse.
Dann folgte eine Ehrenrunde Runde durch den Ort, hinten an der Schlange wieder angestellt und schon standen wir wieder vor der USA.
Nach erfolgreicher Einreise Nummer 3 waren wir dann aber auch wirklich drin.
Und alles war 3 x bildlich festgehalten und dokumentiert, am 11. September 2012.
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| knapp 2.000 km auf der Baja - von Süd nach Nord |
Nun zu Dir, Du unser Sombreroland.
Es war schön bei Dir.
Zwar hatten wir nun einen Monat für Dich Zeit und wettertechnisch waren wir auch eher nicht in der Topzeit unterwegs, dennoch war es wunderschön und auch wieder EINZIGARTIG.
Nun, leider konnten wir bzgl. der oben genannten Gründe viele Highlights nicht besuchen, aber dennoch haben wir uns vom schönen CHIAPAS durch die grösste Stadt der Welt bis an die Küste und dann durch den ganzen Rockzipfel BAJA gekämpft.
Es liess sich gut kämpfen.
Denn eines muss gesagt werden: Zum Reisen ist Mexico bis dato für uns das Einfachste Land gewesen.
Das liegt an verschiedenen Dingen: Die Strassen sind meistens in sehr guten Zuständen, zumal man immer die Wahl hat die Schnellstrasse CUOTA zu nehmen.
Motels/Hotels, Campingplätze und Versorgungsmöglichkeiten sind immer gegeben ebenfalls gibt es überall ausreichend Tankstellen.
Englischsprechende Tankwarte oder Polizisten gibt es am Mexico City oder, ansonsten hat die Polizei eine englische Telefonhotline, die gerne die MULTA (Strafe) ins Englische übersetzt.
Das Preisleistungsverhältnis für Restaurantbesuche und vor allem Hotelbesuche stimmt meist:
Grosse Portionen und gute, meist saubere und günstige Zimmer.
Erstaunlicher Weise hatten wir die meisten Probleme mit dem Internet in Mexico, oft keine oder schlechte Verbindungen und offene Netze im Supermarkt (wie oft in Südamerika) gab es eher selten.
Dafür kann man wunderbar mit deutschen Handys SMS verschicken und empfangen.
Das war meist auch nur in Mittelamerika der Fall und in Südamerika eher schwierig.
Absolutes Highlight für mich in diesem Land sind die Männer ;) Hier fand ich die Herren der Schöpfung in ihren oft knallengen Jeans, Cowboyschuhen und Cowboyhüten, mit Machete am Gürtel (und Handytasche) einfach cool, weil sie einfach sind wie sie sind. Nicht verkleidet. Lässig auf nem Gaul am Strassenrand langreiten und leicht den Kopf heben und damit „Hallo“ signalisieren.
Die Menschen hier waren sehr unterschiedlich. In der Region Chiapas trafen wir viele, sich auf Touristen stürzende, die leider oftmals sehr penetrant gebettelt haben, Strassensperren errichtet haben um die Autos zum Stoppen zu kriegen. Vergessen sind auch nicht die Blumenkinder von San Cristóbal.
Wir trafen viele liebe und freundliche Menschen, die sehr interessiert und freundlich zu uns waren, gerade auf der Baja, wo man uns als „Alemanes“ wirklich durchweg nett empfing. Ansonsten sind viele Menschen aber auch zurückhaltend und schauen einfach nur….
Nervig ist dagegen die Polizei. Nirgends trafen wir so unfreundliche und arrogante Polizisten, hier waren sie unserer Ansicht nach im Osten weit aus netter als im Westen.
Die Militärkontrollen sind auch so eine Sache.
Ist ja schön, dass man alle und jeden kontrolliert, um so Drogen und Waffen im Land zu unterbinden, aber 98% unserer mehrmals täglichen Durchsuchungen waren für die Katz. So oberflächlich und lieblos, tsts….das es einfach nur zeitraubend und lächerlich war, wenn man aus dem Auto aussteigen muss, von 5-10 meist pubertären Jungs in Springerstiefeln und Sturmgewehr neben dem Auto steht, wenn einer (oder zwei) von ihnen vor ihren (meist älteren Chef) in unserer Dreckwäsche, dem Schrank und dann - klar – unter den Sitzen wühlen. BOAH, laaaangweilig.
Also ich kann Euch auf Anhieb 20 verdammt gute Verstecke in unserem kleinen Wohnzimmer nennen, die von denen keiner sehen wollte…
Dicke, PS starke Autos und Pick-Ups mit guten Fahren sowie die coolsten Truckfahrer machten uns die Fahrten durch das Hochland erträglich…
Wären SIE nicht da, wäre es perfekt: DIE TOPES!...oder Bodenwellige Bodenschwelle.. Das ist echter Nervkram und daher haben wir oft die Topesfreie CUTOA gewählt und nach Monaten in Südamerika echt gute Strassen G E N O S S E N ! ! !
Das Essen in dem Land hat uns nicht ganz „getouchted“…was aber auch daran liegen könnte, dass wir beide nicht so die Taco-Mais-Fladen-Tortilla-Fans sind, was nicht heisst, dass wir hier nicht gut und gerne gegessen haben…wiedermal zu oft zu gut, wieder hat keine Diät geklappt. Denn auch hier gibt es wunderbare Salate, köstliche Guacamole, Salsas, Steaks und selbst an Bohnen und Co zum Frühstück haben wir uns schnell und gerne gewöhnt.
Kulinarische Highlights aber hier waren für uns: Echt scharfe Sossen sowie viele gute Biere, auf dessen Flaschen man hier im Übrigen wieder Pfand bezahlt, was wir seit Deutschland nicht mehr hatten. Die Lightbierwelle scheint aus den USA eingetroffen zu sein, alles auch in Light erhältlich.
Für uns völlig unverständlich, denn ein Bier ist ein Bier. Punkt.
Es gibt super Supermärkte, mit fantastischen Broten und Teilchen, Teilchen Teilchen.
Wer Süßzeug mag wird Mexico lieben.
Ebenfalls Gemüse und Obst in Hülle und Fülle.
Also, mit dem Auto / Camper ist es wirklich toll und easy, man bekommt eine Aufenthaltsdauer für sein Campingauto für 10 Jahre. Eine KFZ Versicherung ist NICHT mehr obligatorisch, wir haben dennoch eine abgeschlossen, bei der guten alten AXA, dessen Büros sich in jeder Stadt finden.
Das Land ist riesig. Nicht umsonst bereisen es viele länger als geplant bzw. kommen nicht weiter. Gibt es doch tatsächlich Leute, die eigentlich schon in Argentinien sein wollten, aber seit 3 Jahren hier in Mexico sind weil es zu schön, zu vielseitig, zu einfach ist…
Tja einfach VIVA MEXICO!
Fazit: Wirklich toll und wirklich schön.
Kann man gut machen und gut geniessen.
Vor allem als „Übergangsland“ zwischen der USA und Mittel/Südamerika ist es gut, denn danach wird es doch etwas anders, bzw. „ursprünglicher“.
Ein Vergleich zwischen dem „gefährlichsten“ Landstrich Mittelamerika und dem grossen Südamerika ist nur schwer zu bewerkstelligen, zumal wir im südlichen Teil weit aus intensiver und länger unterwegs waren.
Aber: schon allein Landschaftstechnisch wegen WOW-Faktor gewinnt ganz klar Südamerika. Hinzukommen: Land und Leute, Essen…Getränke…und überhaupt :)
| Viva... |
| ...Mexico! |
Somit schliessen wir das Kapitel LATEINAMERIKA nach 458 Tagen, 60.000 gefahrenen und unfallfreien Landy-Kilometern, sowie 230 Übernachtungsplätzen.
Wir freuen uns auf unsere letzte „Bonus-Runde“ in den USA, die mit Sicherheit wieder ganz anders werden wird.
Wir sind offen und gespannt…auf den AMERICAN WAY OF LIFE…
Wir starten natürlich im wunderschönen „golden State Ca-ca-ca-california!“


































































































































