19.06.2012

15.06.2012 Manizales & San Vincente / Kolumbien

Manizales ist die Hauptstadt des kolumbianischen Departamentos Caldas und liegt im Haupt-Kaffeeanbaugebiet Kolumbiens, in Sichtweite des Vulkans Nevado del Ruiz.

Die Stadt wurde nach einer verheerenden Feuersbrunst im Jahr 1925 als moderne Stadt wieder aufgebaut, hat ca. 380.000 Einwohner und liegt auf 2.160 m. Beherrscht wird sie von Studenten…

Das alles wussten wir aber erst am nächsten Tag, denn die Stadt sollte lediglich als Übernachtungsplatz herhalten. Nachdem aber der Löördie bei Ankunft vor dem netten "Mountain Hostel" in der Zona Rosa entschied, einfach mal das Licht auszumachen, war klar, dass wir am Morgen noch eine Werkstatt aufsuchen müssten und freundeten uns doch unerwartet mir der Stadt an.

Die Kneipen und Restaurantviertel "Zona Rosa" und "Milan" sind durchaus brauchbar, ebenfalls sind wir durch die Werkstattsuche unfreiwillig nun mit mit diversen Seitenstrassen und Hinterhöfen vertraut.
"ich hätte gern ein Stück Parmesan zum Rotwein"...
+++
.."zu den Parmesanraspeln hätte ich nun gerne Pasta..."

Aber „Nelson“ konnte alles richten und somit fahren wir wieder mit Licht, in einem Land, wo Licht auch tagsüber Pflicht ist. Hier waren wir erneut happy, dass ein Land Rover eine einfach gestrickte Lichtmaschine hat, die jeder versteht, man uns zwar kein Originalteil, aber ein „selbstgebautes Snüffelstück“ einbauen konnte. Es lebe die Einfachheit!
souverän eingeparkt
jefe de luz
Irgendwo muss doch ne Werkstatt sein...

Wir wunderten uns am nächsten Morgen noch über unser dreckiges Auto, nach einem Regenschauer am Vorabend und erfuhren erst Tage später, dass der Vulkan NEVADO DEL RUIZ seit einigen Wochen vor sich hinspuckt….ihn besuchen konnten wir somit auch nicht, da der Nationalpark seitdem gesperrt ist.Danke, Nevado Du Spielverderber!

http://latina-press.com/news/127390-kolumbien-vulkan-nevado-del-ruiz-spuckt-asche-und-gas/

Weiter ging es zum Baden. Bzw. Gesund im Wasser plantschen. In der Ortschaft Santa Rosa sollte es wunderbare Thermen geben. Nachdem wir aber dieses überfüllte Städtchen auf Anhieb nicht knuffig fanden, wählten wir eine Alternative. Sie hiess San Vincente und lag „nur“ 18km entfernt und sollte zudem auch schönere Thermen haben als Santa Rosa. Wir fuhren durch grüne Bergwelten bis auf über 2.000 m und landeten auf einem abgeschiedenen Thermen und Hotelgelände.
Santa Rosa´s Feuerwehr
Dampf und Schwefel

Die Thermen waren in 3 Steinbecken gebaut, inmitten des eines wunderschönen Waldes. Weitere Swimmingpoolähnliche Bäder und Jacuzzi-Becken gab es ebenfalls. Die Wassertemperatur betrug zwischen 37 und 40 Grad. Zudem gab es an fast jedem Beckenrand ein selbstgeklöppeltes Türkisches Bad. Beides war bei der kühlen Aussentemperatur recht angenehm. ">

Wir campten auf dem Parkplatz und waren somit fast die Hauptattraktion…Bis Nachts kann man durch die Becken pesen…und den Sternenhimmel geniessen.

Sonntag war Grosskampftag auf dem Gelände und bei uns ebenfalls. Alle begutachteten unser Auto und fragten uns Löcher in den Bauch. Kolumbianer sind sehr interessiert, aber auch neugierig. Nach einer weiteren Badepartie düsten wir weiter…nur ein Stück, bzw. ein Stündchen, denn wir hatten eine Caféefarm ausfindig machen können.
...selbst sind die Zottis
Das Haus findet ihr im Duden unter: ABGESCHIEDEN
Bambus

In CHINCHINÁ wollten wir endlich unseren Spitzenreiter des Südamerikanischen Cafés unter die Lupe nehmen.
49 km in 1,5 Stunden

17.06.2012

14.06.2012 Zipaquirá / Kolumbien

Wir verliessen die Hauptstadt gen Norden und erreichten nach 52 km in 1,5 Stunden das 100.000 Kopf große ZIPAQUIRÁ, welches 1606 gegründet wurde.

Hier befindet sich die so genannte Salzkathedrale, eine komplett aus Salz gebaute Kirche in einer Salzmine. Die erste Salzkathedrale wurde 1954 eröffnet, aber 1992 wegen Einsturzgefahr für Besucher geschlossen. Seit 1995 ist die neue Salzkathedrale für die Öffentlichkeit zugänglich.

Die 30 m unterirdische Salzkathedrale gehört zu den größten religiösen Bauwerken der Welt.
Denn: sie ist dreischiffig, 120 Meter lang und über rund 8.500 Quadratmetern Fläche wölben sich ihre in den salzhaltigen Felsen gesprengten Kuppeln. Im Innern der Höhlenkirche ist alles aus Salzkristall gemeißelt: zahlreiche monumentale Kreuze, zierliche Engel und einige Madonnenstatuen – alles aus Salz. Neben der Hauptkathedrale befinden sich kleine Kapellen und ein Kreuzweg (Via Crucis), dessen 14 Stationen durch eine Anzahl Labyrinth artiger Tunnel miteinander verbunden sind.

Es war einfach nur atemberaubend. Für richtig gute Fotos ist es da unten leider zu dunkel, also kommt bitte selber her und macht Euch ein Bild davon und staunt. Es ist unglaublich, wenn man im Halbdunkeln durch die Gänge läuft. Alles ist fantastisch ausgeleuchtet, bzw. illuminiert…im Wechsel der Farben sehen die leuchtenden Salzwände und Monumente unglaublich aus. Definitiv ein Highlight unsere gesamten Reise! Man kann Bogotá nicht besuchen, ohne HIER vorbeizukommen!

Salz - der Hauptakteur
INRI mal anders
Das mächtige Kirchenschiff
Da unsere Familien nicht da waren,
nahmen wir für das Foto halt eine  andere
alles Salz...

Danach ging es noch für uns in die Welt der MINEROS.

Bohrer-Babe
...bis einer heult ;)
...es einfach mal krachen lassen
Auch waren wir über die Stadt selber sehr erfreut und fanden sie nicht nur besonders knuffig sondern richtig kuschelig. Schöne, saubere Strassen und Häuser, eine Plaza mit Strassencafés und wunderschöne Kirchen. Und was noch? Natürlich sehr nette Menschen.
Die örtliche Polizeistation
Kathedrale

hübsches Kirchlein
Am liebsten wären wir hier länger geblieben und hätten den lieben Gott einen guten Mann sein lassen.
Aber die Küste rief.
Laut!
Die Karibik rief immer lauter und somit pesten wir von dannen…

Wieder über die bergigen und grünen Anden hinweg…bei recht gut asphaltierten Strassen, dafür verrückten LKW Fahrern…und bei Sonnenschein und Hitze… Aber das ist kein Meckern!
Würstlstand am Strassenrand
Sehr schwer NEIN sagen zu müssen...aus Platzgründen ;)
auf 3.900 ist es dann auch gern mal schattig
Aber auch fast in Tal kann es mal nebelig sein...
Völlig abgekämpft vor Schwindel, Übel und Hitze bei knapp 8 Stunden Serpentinenpeserei und einem 3.900 m Nebelpass erreichten wir unser Etappenziel, die Stadt MANIZIALES…ebenfalls ein Eingang zur Kaffeeregion. Ansonsten kann die Stadt nicht viel.
Gut so, also Verschnaufpause.
310 km und 8 Stunden älter...