Das frühe Aufstehen wurde belohnt, denn Galapagos scheint tatsächlich ein- oder sogar das Paradies zu sein. Aber mal der Reihe nach…
Über die Städte Quito oder Guayaquil lässt sich das Archipel Galapagos per Flugzeug erreichen. Quito ist die teurere Variante, meist über 500,00 US. Aus Guayaquil kamen wir für 350,00 US / Kopf also „günstig“ daher…zusätzlich befanden wir uns auch in der Nebensaison.
Schliesslich sassen wir in einen ziemlich ausgebuchten Flieger der Marke AEROGAL, eine der drei Fluggesellschaften welche die Inseln anfliegt.
Nach knapp 1,5 Stunden Flugzeit waren wir noch eine Stunde jünger und auf der Insel BALTRA, 1.000 km vom Festland entfernt, gelandet. Baltra wird primär als Marinestützpunkt und Flughafeninsel genutzt.
Das wichtigste Vorab: 97% der gesamten Inselgruppe (über 120 Inseln und Inselchen) ist NATIONALPARK. Hier dürfen sich Flora und Fauna noch richtig austoben!
Der restliche Teil ist belebt und bewohnt bzw. dient den Touristen als Unterkunft.
Wieder einer der Flughäfen, wo man easy pisy über das Rollfeld schlendert.
Es war früh am Morgen und es war jetzt schon heiss. Aber ein laues Lüftchen kam vom Meer daher. Bevor es für uns irgendwie weiterging: Ticket kaufen. Da es sich wie gesagt um einen Nationalpark handelt, muss man den Eintritt natürlich auch bezahlen, einen Zoobesuch gibt es schliesslich auch nicht umsonst. Also, bar abdrücken: 100,00 US / Person.
Dann noch fix eine Taschenkontrolle, denn Obst und Gemüseeinfuhr etc. ist auch hier strengstens untersagt. Dann im Nebenraum das Gepäck suchen, wo alle Koffer und Taschen auf einem Haufen lagen. Somit entfiel die Kofferband-Karren-in-Hacken-fahren-Geschichte. Sehr gut, das gefiel mir!
Die meisten Menschen wurden schon von ihrem Touranbieter oder Skipper erwartet. Wir nicht. Wir mussten uns ja erst jemanden suchen, der uns erwarten konnte. Also, los ging’s.
Vor der Tür stand ein Reisebus. Den nahmen wir einfach, da AEROGAL draufstand.
Nach 7 Minuten erreichten wir einen Anleger. Alle stiegen aus. Wir auch. Alle gingen auf eine Art schwimmenden Schiff-Ponton. Wir dann auch. Kostet 0,60 US / Nase. Ankunft nach 5 Minuten auf der Insel SANTA CRUZ. Hier sollte es eine Stadt geben. Die suchten wir. Stiegen wie andere Menschen in einen Bus, der 0,80 € für 40 km Fahrt von Nord nach Süd verlangte. Die Strassen auf der Insel sind asphaltiert, also gut. Wir fuhren schnurrgerade durch die Inselmitte, viel sahen wir vom Bus aus nicht, bis wir die 15.000 Einwohnerstadt PUERTO AYORA erreichten. Der touristische Hot Spot. Der Bus schmiss uns ab und wir standen da. Mit ausreichend Gepäck, schweissgebadet, in der prallen Mittagshitze, mit knurrendem Magen, die Straßen waren leergefegt, Bordsteine hochgeklappt, Geschäfte geschlossen…
Ein Hotel mussten wir auch noch suchen. Die Suche kürzten wir ab und nahmen den nächstbesten Reiseführertipp, der sich als sehr nett, sauber und günstig erwies. Als I Tüpfelchen gab es Wlan und Meerblick. Genial. Das für 45,00 US. (zwei Nasen)
Nach der Mittagsruhe, alias Siesta war die Stadt fast genauso wenig belebt wie vorher. Denn es war Sonntag. Völlig untypisch im Vergleich zu dem restlichen Kontinent waren hier einfach mal die Geschäfte zu. Hier ist sowieso einiges anders. Autofahrer halten für Vögel, Iguanans und alle anderen Tiere an, und ja sogar für Fussgänger wird angehalten. Sowieso sind hier alle sehr freundlich und hilfsbereit. Wenn man fragend guckt, wird gleich geholfen oder Hilfe angeboten.
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| Schöner Ausblick |
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| Hafen von Puerto Ayora |
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| Frischer Fisch und Pelikane schauen dabei zu |
Dreckig ist es hier auch nicht. Nirgends. Müll wird getrennt. Überall finden sich verschiedene Mülltonnen. Niemand wirft etwas auf den Boden. Und wenn keiner etwas Falsches vormacht macht auch niemand etwas Falsch nach. Einfaches Konzept, dass hier funktioniert. Toll.
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| Hamburg, in der Welt zu Hause |
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| abhängen. |
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| Zergeht auf der Zunge: Galapagos -Special |
Die Speisekarten der Restaurants zeigen europäische Preise an. Allerdings – irgendeine Macke der Ecuadorianer – wird die MwSt. von 12 % erst auf der Endrechnung angezeigt. Ebenfalls 10 % Service…was NICHT das Trinkgeld wiederspiegelt, denn das wird NOCHMAL extra berechnet. Lustig wird es, wenn Restaurants in der Speisekarte MwSt und Service inkludiert haben und aber bei den Getränken nicht. Ihr seht, hier kommt man echt ins Rechnen. Besonders gut und im Vergleich günstig sind hier Fisch und Meeresfrüchte, is ja auch klar. Wenn man das nicht mag, bekommt man aber GALAPAGOS-Rind oder Pizza, Pasta, Salate….etc. alles. Sogar deutsches Brot. Denn auch hier hat es einige meiner Landsmänner hin verschlagen. Um genau zu sein: Das Beste Hotel sowie das Gourmet Restaurant der gesamten Inseln wurde von KARL ANGERMEYER gegründet, erbaut und ist nach wie vor eine Top Adresse mit sehr geschmackvoller und guter Küche und TOP Lage. Abgelegen vom Trubel der einzigen Verkehrstrasse, erreicht man das „Angermeyer Point“ oder das „Waterfront In“ nur mit dem Taxiboot und man sitzt quasi im Hafen direkt am Wasser. Pelikane landen neben einem oder stürzen sich 2m entfernt gewaltig ins Wasser um Fische zu fangen. Echt irre.
Kurz dahinter befand sich die heimlich genannte PLAYA ALEMANA…Kurt Angermeyer und ein paar weitere Deutsche haben zu diesem Namen beigetragen.
Die Playa lag idyllische zwischen Mangroven und war am Sonntag das Badeparadies für die Insulaner, ebenfalls die 20 Minuten entfernte Grotte, die durch Kakteenwälder und über Vulkangestein zu erreichen war. Hier tobten sich gerade Schulklassen aus, die zur Klassenfahrt hergekommen war. Die jungen Burschen maßen sich im A-Bombenkontest des Klippenspringens. Unsereins fuhr damals in den Harz, Langeoog oder Rügen. Hier geht’s einfach mal nach Galapagos. Verrückte Welt.
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| flotte Grotte |
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| Traumjob im Paradies |
Glücklicherweise fanden wir auch am Sonntag eine geöffnete AGENCY, bei der wir LAST MINUTE eine Yachtfahrt buchten. Viele der jährlich 270.000 Besucher buchen meist im Vorfeld eine mehrtägige Schiffsfahrt umso möglichst viele Inseln kennenzulernen, da sie dann doch weiter auseinander liegen. Bootstyp und Dauer der Reise kennt kaum Grenzen.
Wir hatten Glück und erwischten noch Plätze auf der „Luxusyacht“ SEAMAN, einem Catamaran mit nur 16 Gästen und 9 Mann Besatzung. Dieser Trip soll von Mittwoch bis Montag dauern. Somit haben wir aber noch nicht alles gesehen und buchten eine weitere Tour, die Motoryacht EDEN startet am Dienstag, gleiche Anzahl Gäste und Crew, aber mit dem Kahn erkunden wir die andere Seite der Galapagosinseln.
Als Alternative hätte es eine Art Kreuzfahrt auf einem 100 Personenschiff gegeben. Zwar luxuriös, mit Pools und Co. aber wohl nicht so „flexibel, jung dynamisch“ und vor allem „knuffig“ wie die kleinere Variante.
Parallel schauten wir im Internet nach den wirklichen Preisen und erfreuten uns an unseren „Schnäppchen“.
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| so kauft man eine Schiffsreise |
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Senora GEOCONDA (Vorname) freut
sich mit und für uns - und für ihr Konto |
Da wir die „Arbeit“ am Sonntag erledigten hatten blieben uns noch zwei freie Tage die Umgebung zu erkunden. Somit besuchten wir den EINSAMEN GEORG, hier genannt Lonesome George, die einzige überlebende 75 jährige Landschildkröte seiner Art, die sich in der Charles- DARWIN- Forschungsstation befindet. Jeder Versuch im ein Weibchen schmackhaft zu machen, scheiterte. Selbst bei der letzten „Besteigung“ vor einigen Jahren rutschte George ab, fiel zu Boden und schlief ein. Nun harrt der alte Herr halt seiner Dinge…
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| Solar Energy für die Schildkröten |
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| Freund und Förderer |
Die Aufzuchtstation der Schildkröten war besonders putzig. Von frisch geschlüpft bis ziemlich alt war alles dabei. 1957 beauftragte die UNESCO den Österreicher IRENÄUS EIBL-EIBESFELDT mit der Mission, Grundlagen für einen nachhaltigen Naturschutz auf Galapagos zu evaluieren.
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| .BIG LOVE |
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| ...dauert gerne bis 4 Stunden. |
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| Goldwaldsänger (Baby) |
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| Mini-Schildis |
Überall fanden sich gut gelaunte Vögelchen, riesige Iguanas (Leguane) sowie kleine Lavaechsen.
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| faule, fette Echse |
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| Bunte Heuschrecke |
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| alter Falter |
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| Rote Klippenkrabbe |
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| Der Schwanz einer Echse wächst 3 nach, wenn er abreisst |
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| Lavaechse |
Ein Highlight auf Santa Cruz ist die“ Tortuga Bay“, die nur zu Fuss über einen 2,5 Kilometer langen und schmalen Vulkangestein Weg zu erreichen ist, der durch einen wunderschönen Kaktuswald führt, bis man an einen weissen Sandstrand gelangt. Als wir hier ankamen, waren wir sprachlos. SO schön war es hier. Karibisch war es - quasi weisser Sand, türkisfarbenes Wasser und unzählige Vögel flogen putzmunter haarscharf an uns vorbei. Pelikane auf Nahrungssuche stürzten sich nur knapp vor uns ins Wasser, Babyhaie schwammen in Kniehöhe durch das warme, saubere und seichte Wasser. Die Strömung ist hier allerdings sehr gewaltig, sodass man vor dem Hinausschwimmen gewarnt wird. Bademeister gibt es auch keine. „Rumdümpeln“ ging aber und war paradiesisch!
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| Tortuga Bay |
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| Baby Haie |
Tortugas, also die Schildkröten sahen wir hier aber nicht, denn die befinden sich in der hinter dem Strand in einer Schutzzone. Ein Stück weiter befindet sich eine Meereslagune, genannt „Playa Mansa“, sie ist umgeben von Mangroven. Der Strand bietet im Vergleich zu dem anderen ein paar Bäume die etwas Schatten in der brütenden Hitze spenden. Auch hier fanden sich unzählige Iguanas. Marine Iguanas, also diese Art der Leguane kann nämlich auch schwimmen.
Ja, auch ich alter Wüstenfloh fand die Sonne zeitweise echt knackig und saß unter dem Mangrovenbüschen…Durch diese war das Wasser in der Lagune leicht modrig und grünlich und die Sicht zum Schnorcheln eher mau, machte uns aber nix aus. Somit „dümpelten“ wir vor uns hin…
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| Playa Mansa |
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| Braunpelikan |
02.05.2012 Catamaran Seaman
Liebes Tagebuch!
Da die meisten Yachttouren von Baltra am Flughafen starten, mussten wir Mittwoch früh mit Taxi, Bus, Fähre und Bus zum Airport. Hier wartete erst mal niemand auf uns, da wir viel zu früh dran waren. Passiert selten genug, daher genossen wir die Ruhe vor dem Sturm im Café an der Landebahn mit Wlan und Burgern und Cola zum Frühstück. Unerwarteter Luxus.
Nachdem die 3 Tagesflüge brav hintereinander eingetrudelt waren, mischten wir uns dann mal unter das Volk. Irgendwann fand uns CARLOS, ein junger Mann, der dem Team des Nationalparks angehört. DENN: kein Tourist kommt ohne Guide zu einen der 60 Touristenspots die sich auf eine der 20 frei gegebenen Inseln befinden.
Nach knapp 1,5 Stunden hatte Carlos all seine eingeflogenen oder wie wir angereisten Schäfchen beisammen und es ging im Bus zum Schiff. Neben einem älteren Ehepaar aus England sowie einem bereits auf dem Schiff wartenden Ehepaar aus Deutschland, waren noch Mama und Tochter aus den USA, Texas sowie 4 Backpacker aus Israel, Australien, Canada, England und der Schweiz dabei.
Per Dingi ging es zur SEAMAN. Es war cool. Ziemlich super gut sogar. Extrem schick und einladend, fast schon gewaltig. Sofort ging mir durch den Kopf, so eine Kiste mal für eine Freundestour zu buchen…
Auch unsere Kabine war klasse, mit Fenster und recht grossem WC/BAD sowie Klimaanlage. Diese brauchten wir auch. Es war unglaublich heiss draussen.
Nach einem kurzen "Hallo" gab es erst mal Essen. Gaaaanz wichtig. Auf diesem Schiff bekamen wir alles in Buffetform und waren über die Auswahl und Qualität sehr begeistert. Sogar Fisch und Fleischfreie Speisen und Salat-Variationen waren zu finden.
Planmässig lief es ungefähr so ab:
Frühstück um 7:00, 8:00 „Tagesprogramm Part 1“…zurück zum Schiff, Mittagessen um 12:00, danach Siesta, gegen 14:30 Start in „Tagesprogramm Part 2“, zurück zum Schiff gegen 17:30/18:00. Duschen und aufrüschen, 19:00 Abendessen.
Heute gab es nach einer Einführung in die Sicherheits- und Benimmregeln auf dem Schiff eine weitere wichtige Sache: Erklärung der Park-Regeln. Hierauf wird penibel geachtet, was unserer Ansicht nach verständlich und richtig ist. Sonst sähe Galapagos nicht so aus, wie es aussieht.
An unserem ersten Tag erreichten wir nach kurzer Fahrt die CALETA TORTUGA NEGRA und starteten zu einer Dingi/Beiboottour durch Mangroven und Co. Nachdem es davor einmal tüchtig geregnet hatte, war es leider nicht abgekühlt sondern heiss und schwül. Aber schön. Somit schwirrten wir in zwei Bötchen durch die Gegend und erhielten von unserem Guide Carlos alles Infos die wir benötigten. Er weiss einfach alles, erklärt es im perfekten Englisch, ist geduldig und nett und nicht auf der Flucht. Soll heissen: wir haben Zeit. Keine Eile. Es geht weiter, wenn alle genügend Fotos gemacht und Fragen gestellt haben.
Wasserschildkröten schwammen um uns herum, ab und zu hoben sie zum Luftholen ihren Kopf und schnauften schwerfällig. Pelikane und Fregattvögel kreisten in Mengen um und über uns herum. Sie peitschten mit aller Wucht ins Wasser um Fische zu ergattern. Bzw. die Fregattvögel wollen nur schnorren nicht selber fangen. Pelikane mag ich (inzwischen) sehr. Ich mag es, wenn sie über das Wasser düsen und nur ihren gewaltigen Schnabel öffnen oder aber „Schuss“ ins Wasserstürzen und alles Umliegende schnappen. Wusstet ihr, dass Pelikane in ihrem Schnabel zwei Gallonen Wasser speichern können? DAS ist eine Menge. Auch sehen wir endlich aus nächster Nähe eine Art der Tölpel. Hier genannt Boobies. Hier haben wir den hübschen BLAUFUSSTÖLPEL.
Wenn ich noch Platz im Auto hab, bringe ich neben Esel, Tapir, Tukan, Hund Whiskey, Hund Handvoll, Flamingo, Eule, Kaktus….auch noch einen Pelikan mit und den TÖLPEL dito.
Vor dem Abendessen meldete sich die Crew zu Wort, stellt sich vor und sagt "hola." In Uniform, geschniegelt und gestriegelt nannten sie Namen und Verantwortungsbereich. Ich war beruhigt, auch der Capitan heisst Carlos. Da ich eigentlich nur einem Capitan vertraue, der ebenfalls „Carlos“(-Enrique) heisst, bin ich glücklich. Hier konnte nichts schiefgehen.
Zudem gab es noch Koch und Zweitkoch, Ingenieur, Stewart-Barmann (Wichtiger Mann!) Cabin-Boy und Carlos unseren Natur-Guide. Allesamt sehr nett, hilfsbereit und immer ein Lächeln auf den Lippen. Verdammt nette Truppe.
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| Willkommen an Board |
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| Zottis Paradise |
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| Gang zu den "Kajüten" |
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| Office von Capitan Carlos |
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| Sonnendeck / Upperdeck |
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| frische Briese |
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| Panga Ride mit Carlos |
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| Pelikan-Power in den Mangroven |
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| Adlerrochen |
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| AHOI |
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| Bereit zum Abschuss |
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| Teil der Crew |
03.05.2012 Isla Genovesa
Moin mein Tagebuch!
Die Nacht über fuhren wir zu unserem Nächsten Ziel. Isla Genovesa, ganz im Norden. Spät nachts passierten wir den Äquator…da wir aber schon auf der Grande San Paolo die Äquatortaufe erlebt haben, schliefen wir weiter. Alle anderen auch.
Das Frühstück ist übrigens deluxe. Neben frischen Obstsaft, mundgerechten Obsthappen punktet bei mir eine Art Misch-Kornbrot sowie vom Koch liebevoll vor meinen Augen und nach Wunsch geklöppeltes Omelette, Spiegeleier oder was auch immer. 5*****.
Dann hiess es fertig machen zur „Nassen Landung“…am Strand, der Bahía Darwin. Hier wurden wir abermals von unzähligen Vögeln begrüsst. Direkt in den Büschen nisten Unmengen von Fregattvögel. Die Männchen tragen rote Ballons vor sich…die nur zur gewissen Zeiten prall aufgebläht sind. Dann schreien sie und flattern wie wild mit den Flügeln um ein Dame heranzuwinken…Wenn ihm das gelingt und die Dame sich darauf einlässt, beginnt die „Zweisamkeit“…
Kurz hinter den Frigattvögeln befinden sich Büsche, in denen ROTFUSS-Tölpel nisten. Sie sind die einzigen Tölpel, die im Baum und nicht auf dem Boden nisten.
Auch NAZCA-Tölpel sind hier zu sehen. In braun-weiss, quasi der Sankt Pauli -Tölpel. Ebenfalls viele frisch Geschlüpfte, inzwischen Teenager. Während sie ihre „erste Wolle“ loswerden und ein strammes Gefieder bekommen, stabilisieren sich ihre Flügel. Sie sehen echt putzig aus, ich nannte sie „Schneeflocken“. Das Flügelschlagen üben sie und dabei schauen sie einen ziemlich stolz an. Genial.
Besonders gelungen waren die Seelöwen, die uns am Strand besuchen kamen. Nach einem Jungtier, welches laut heulend auf der Suche nach seiner Mama war, trafen wir noch Mutter und Kind, die in aller Seelenruhe das Stillen vornahmen. Auch diese Tiere sind nicht scheu und wuseln einem um die Füsse. Unfassbar!!!
Danach schnorchelten wir in dem hübsch türkisfarbenen Meerabschnitt am Strand. Clemens wagte sich in die Nähe des Cliffs, sah zwar keine tauchenden Seelöwen, aber dennoch ein paar hübsche Dinge.
Weiter ging es mit dem Dingi zu den Felswänden des Vulkankraters. Hier tauchten wir am bzw. schnorchelten wir rum. „Deep-Sea-Snorkeling“ nannte es Carlos. Bis zu 15 m tief war es hier. Leider nicht so klar, denn hier ist eine Stelle, wo auch gelegentlich Familie Hammerhai sich blicken lässt. Heute kamen sie aber leider nicht. Dennoch sahen wir eine Menge hübscher bunter Fische. Kalt war das Wasser im Übrigen nicht, zu dieser Zeit hat es circa 25 Grad.
An Bord wurden wir vom Stewart Francisco mit leckeren Keksen und heissem Kakao begrüsst. Sehr cool – so ein heisser Kakao nach ner Stunde im Wasser.
Am Nachmittag erstiegen wir die PRINCE PHILIP´s STEPS, in die Kraterwand gehauene Treppen. Vorerst durchliefen wir einen Kilometer BALSAMO-Wald (Weyrauch) und konnten wieder aus nächster Nähe Nistkolonien der Rotfusstölpel studieren, sowie Nazcatölpel und Fregattvögel. Die Galapagostaube liess sich auch blicken. Vermutlich ist sie die schönste Taube der Welt, mit ihren Knopfähnlichen blauen Augen.
Der weitere Weg verlief über Lavagestein über die recht raue Küste. Hier begrüßten uns wunderschöne TROPIC-Vögel, mit roten Augen, weissem Gefieder und langem, filigranen Schwanz. Sie waren allerdings so schnell, dass sie vorerst nur zu sehen waren…
Der Rotfusstölpel kommt nur auf Genovesa und in Teilen der Insel San Cristobal vor. Also mussten wir vieeeeeeeeeeele Fotos schiessen.
Mit einem Fruchtcocktail und Käseempenadas wurden wir zurück an Bord begrüsst und läuteten den Sundowner ein.


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| Partnersuche |
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| Rotfusstölpel |
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| Gut gelaunte Tölpelchen |
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Nazca Tölpel oder auch genannt St. Pauli-Tölpel Unterart der Maskentölpel |
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| Baby Nazca |
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| Huiiiii, bald kann ich fliegen |
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| Junger Fregattvogel |
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| plitschplatsch da bin ich |
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| Mama ist die Beste |
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| Stillen macht müde |
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| Kuss für Mama |
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| er will bald zu den Grossen gehören |
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| irgendwie ist die Luft raus |
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| klein aber fein |
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| knuddeln mit Mami |
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| Lavakaktus |
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| Hier shuttelt der Capitan noch persönlich |
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| Michéle (UK) und Stewart Francisco |
04.05.2012 Isla Santiago & Isla Bartolomé
Um 6:00 früh erreichten wir die Isla Santiago, die viertgrösste Insel von Galapagos. Junge Lavaflüsse und traumhafte Strandabschnitte prägten das Inselbild. Besiedlungsversuche wurden vor 40 Jahren eingestellt. Vis-à-vis der kleinen Insel Bartholomé breitet sich ein an der BAHÌA SULLIVAN grosses erst 100 Jahre altes Lavafeld aus.
Wir gingen den Rundweg auf teils scharfkantigem Untergrund, die an eine Mondlandschaft erinnert und aus PAHOEHOE-Lava besteht die teils Blasen und „Öfen“ formt. Sehr beeindruckend. Kaum ein Pflänzchen war hier zu sehen…wie denn auch.
Danach legten wir eine weitere Runde DEEP SNORKELING ein…und bekamen Besuch von unseren ersten Pinguin-Schwärmen. Das war irre, wie sie im Rudel um uns herum „pesten“.
Am Nachmittag steuerten wir die gegenüberliegende ISLA BARTOLOMÈ an und legten vorerst eine weitere Runde schnorcheln im Blitzeblauen Meer und eine Strandrunde ein. Hier war der Sand schick braun, sah toll aus. Neben Seelöwen, Krebsen und Marine Iguanas / Meerechsen gingen wir hier mit Pinguinen schwimmen. Diese sind aber aufgrund ihrer Schnelligkeit im Wasser ähnlich schwer zu fotografieren wir Delphine…Der Galapagos Pinguin ist übrigens klein. Sieht aus wie der Kollege Humboldt, ist aber noch keiner. Danach ging es 365 Stufen zum Aussichtsturm hinauf. Hier schiesst jeder Galapagos reisende ein Foto vom Spitzzulaufenden PINNACLE ROCK. Auch hier dominiert eine Mondlandschaft das Gelände.
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| Galapagos Pinguin |
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| Kein Kuhfladen sondern JUNGE Lava (ca. 100 Jahre) |
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| Pinnacle Rock |
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| Klippenkrabbe |
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| Baby |
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| Bartolomé Beach |
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| aua... |
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Die Seelöwen Mütter sind oft auf Futtersuche, finden dann ihre Babys nicht wieder. Nicht alle überleben. |
05.05.2012 Santiago und Seymour Norte
MoinMoin!
Die Nacht über ankerten wir wo wir waren…denn bevor es weiterging schauten wir uns noch beim SOMBREREO CHINO, oder auch Chinesen Hut genannt, um Dieser befand sich auf Santiago.
Hier hatten wir ein WET-Landing an einem kleinen aber paradiesischen weissen Strand mit Seelöwenbabys. Weiter ging es bei einem Spaziergang über das Lavasteinreiche und Pflanzenreiche Gebiet. Danach schnorchelten wir durch das faszinierende und unglaiblich klare Wasser…Hier fand ich schnorcheln besonders toll. Das Wasser war klar, die Fische bunt, der Geräuschpegel unter Wasser von sich bewegenden Muscheln beeindruckend. Auch Seelöwen kamen zum Baden…
Ebenfalls fand Clemens Haie. Oder fanden sie ihn?
Nach dem Mittag ging die Fahrt weiter, wir machten Halt bei einem „abgesoffenem Krater“ in welchem Flamingos sich tummeln. Nur vom Oberdeck hatte man Blick in den Krater. Sah abgefahren aus!
Kurz danach meldete sich Capitan Carlos via Lautsprecher: Delphine waren in Sicht. Wir standen nun am Bug und beobachteten mindestens 5 Delphine, wie sie bei voller Fahrt zwischen den Kufen „surften“ und zwischendring mehrmals durch die Luft sprangen. Wow, Gänsehaut pur!
Nach einer weiteren Runde Tiefseeschnorcheln bei leichtem Regen, erkundeten wir die flache und kraterlose Insel SEYMOR NORTE. Sie entstand durch eine Hebung des Meeresgrundes. Auch hier sah es mal wieder völlig anders aus. Es ist einfach unglaublich, dass jede Insel einzigartig ist. Sei es durch das Aussehen oder seine Bewohner.
Hier gab es erneut grosse Kolonien von Fregattvögeln. Das Highlight allerdings waren riesige, gelbe Landleguane und Mengen von BLUEFOOTED BOOBIES, die tlöpeligen Blaufusstölpel. Sie finde ich am schicksten. Sie sind witzig und putzmunter. Wir hatten super Glück, denn momentan ist der Balztanz angesagt, der Boobie-Dance. Es ist unglaublich mit anzusehen. Hier stehen die Männchen in der Nähe des Weibchens und pfeifen vor sich hin. Wenn sie in Fahrt kommen, heben sie die Füsse nacheinander…immer wieder. Das SKYPOINTING folgt auch. Dabei werden die Flügel akrobatisch nach vorne gebracht, so dass die Flügeloberseiten-und Spitzen genauso nach zum Himmel zeigen wie aufgestellter Schwanz und Schnabel. Die Männchen pfeifen dazu laut und schrill. Das alles geschieht vor ihrer neuen „Wunschpartnerin“…dazu der Boobie-Boogie..
Es ist unglaublich und wir sahen ewig dabei zu. Wenn sie das Weibchen entschieden hat, wird das Bündnis durch Stöckchenübergabe sowie Schnäbeleien bestätigt. Dann folgt sie ihrem „Mann“ in das von ihm gemachte Nest. 1-3 Eier folgen später im Abstand innerhalb von 3-5 Tagen. Die Brützeit beträgt 41 Tag. Hauptsächlich durch? Klar, ihre wahnsinnig schicken und gut durchbluteten blauen Füsse.
Mit 3-4 Monaten verlassen sie das Nest. Oftmals überlebt nur der das Erstgeborene. Die anderen werden vom grossen Geschwister aufgrund von Fressneid oftmals vertrieben. Ist das bitte fies!?
Neben diesen beeindruckenden Tieren sahen wir aber noch andere grandiose Lebewesen. Spinnen die sich hier in großen Gruppen niedergelassen haben, gab es sämtliche Echsenvarianten. Auch Baby Meer-Leguane waren anzufinden. Sie waren noch nicht ein Jahr alt, maßen von Kopf bis Fuss ca. 15 cm und man erkannte schon ziemlich genau, wie sie mal aussehen werden…
Die Galapagos Schlangen die sich hier rumtreiben sollen, trafen wir leider nicht. Dafür aber die freundliche Gabelschwanzmöwe.
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| Chinesen Hut |
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| ! |
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| Warten auf Mama... |
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| Schnecklein |
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| Korall wohin man schaut |
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| Austernfänger |
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| Die perfekte Welle |
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| Gruppenkuscheln |
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| abgesoffener... |
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| ...Krater |
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| gelber Landleguan |
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| Weibchen schaut sich die zwei balzenden Männer an |
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| und ACTION! |
06.05.2012 South Plaza & Santa Fé
Ahoi, mein Tagebuch!
Früh morgens setze Capitan Carlos den Catamaran in Gang, sodass wir zum Frühstück etwas mehr Ruhe hatten als in den Stunden davor. Ein gewaltiger Seegang herrschte…den ein oder anderen Magen brachte das durcheinander. Wir waren inzwischen Seefest…könnten quasi anheuern. Wir lagen vor einer traumhaften Kulisse, schon um 6:30 war die starke Sonne.. Schattig war anders.
Dann landeten wir auf der 13 ha kleinen Insel PLAZA SUR – SOUTH PLAZA. Diverse Seelöwen begrüssten uns. Die Insel ist ein landschaftlich reizvolles Lavaplateau mit hohen Baum-Opuntien und vielen Galapagos-Sesuvien, die in der Trockenzeit feuerrot sind. Aber auch nun sah es landschaftlich hier wunderschön aus. Highlight dieser Insel sind die gelben Landleguane. Angeblich wohnen 219 Stück hier. Man musste regelrecht aufpassen, so viele kreuzten den Weg. Auch einen Paarungsversuch durften wir beobachten. Kuschelig sieht zwar anders aus, aber auch hier respektieren wir andere Vorlieben.
Neben den meist freundlichen Galapagos Seelöwen, von denen die Babys extrem verspielt und neugierig sind und den Kontakt zu einem suchen, sahen wir auch Nistplätze meiner neuen Lieblingsmöwe: Der freundlichen Gabelschwanzmöwe, oftmals mit ihrem Kind im Nest anzutreffen. Wie die Pinguine haben diese Art von Möwen auch nur einen Partner…im gesamten Leben!
Hätte man auf der Insel noch eine Ladung Blue-Boobies ausgesetzt, hätte die Insel eine gute Chance meine Lieblingsinsel zu werden.
Vor dem Mittagessen stachen wir heute schon in See, Guide Carlos hatte noch eine Menge mit uns auf dem Zettel bevor wir Montag früh seine Heimatinsel San Cristobal erreichten und von Bord mussten. Der Seegang war nun extrem…ich lag ganz oben auf dem Sonnendeck und genoss das Schaukeln. Kindheitserinnerungen kamen hoch. Doch bald wurde es schattig. Ich schaute hoch und erkannte einen Frigattvogel. Dann einen zweiten…bald waren es mehr. Genaugenommen waren es 5 Stück. Sie schwebten im Windschatten dicht über der SEAMAN. Und ich lag drunter. Hurra. Aber, meine seit einem Jahr selbstverschriebene Eigentherapie gegen meine Vogelphobie greift langsam. Zwar war ich mir sicher, dass wenigstens einer der 5 Vögel was auf mich herablassen würde, doch ich blieb verschont und atmete einfach ruhig weiter…um genau zu sein: 1,5 Stunden. Denn dann zogen die 5 Freunde ab und wir erreichten ein weiteres Paradies: ISLA Santa Fé, olé!!
…nun aber waren wir im Paradies. Wie soll es denn auch anders aussehen? Zumal die lustigen Seelöwen lauthals schrien, wir sollten sie endlich besuchen kommen…Die Insel ist klein und liegt im Südosten von Santa Cruz wo wir ja schon mal waren…wir landeten WET und das direkt in einer Seelöwenkolonie und mussten uns durch die teils verspielten, teils brummenden Sportfreunde durchkämpfen.
Danach ging es durch einen OPUTENWALD, also Galapagos Kaktus, wo wir dann auch den völlig gemütlichen Santa Fé IGUANA trafen. Neben meinem Prunkstück: GALAPAGOS EULE.
Zu den Landiguanas ist zu sagen, dass die Männer mehr Sex wollen als die Frauen…die Frauen werden dazu genötigt…was an der Geschichte interessant ist, die Leguandame ist so stinkig, weil der Mann sie bespringt, daher beisst sie ihm ab und zu sein Bestes Stück ab.
Clever sag der eine…noch besser weiss der andere und kommt mit seinem zweitem Pimmel daher. Also: ein Land Iguana besitzt zwei Penisse. Gut zu wissen.
Den Abend genossen wir nach einem grandiosen Sundowner bei heftigem Seegang. Hier war ich wieder Mals froh, dass mich „mein“ Captain Carlos schon auf Kindesbeinen an die Seefahrt gewöhnt hat, denn ich konnte das alles genießen, statt wie andere wie ein Käfer auf dem Rücken zu warten, dass sich der Seegang legte und wir in „Parkposition“ landeten.
Nach Landung vor der Isla San Cristóbal folgten ein Abschiedsdrink mit der Crew, ein abermals sehr gutes Essen und ein Abend in bunter Runde.
Schade, das Abenteuer war am Tag darauf schon wieder vorbei. Gerade hatten wir uns alle „eingeroovt.“
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| EiEiEi zum Frühstück |
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Leguane können auch klettern. Gerne auch am Kaktus hoch |
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| Guckguck! |
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| Rochen spielen am Ufer |
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| ...und ich drunter |
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| Seelöwen-Ufer |
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| Stelzenläufer |
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| ähm... |
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| Schmusen mit Mutti |
07.05.2012 San Cristóbal
Ach, mein Tagebuch...
...dann war das Erlebnis „SEAMAN-Family“ vorbei.
Wie verabschiedeten uns von allen und genossen den letzten Gang und Blick über das knapp 28 m lange und 11 m breite Schiff, welches uns sicher und „elegant“ die letzten Tage über das Archipel gebracht hatte.
Wer von Euch nach Galapagos kommt, sollte definitiv nach der SEAMAN suchen und diese buchen…im besten Fall mit dem Guide Carlos ;) Der allerdings nun vorerst in Quito weiterstudiert, aber dann zurück kommt, in seine Heimat, in sein Paradies, von dem er uns auf sehr freundliche, lustige und besonders professionelle Art und Weise einen Teil gezeigt hat!
Zwar hatten wir das Glück, dass wir erneut ein Schiff für abermals 6 Tage und 5 Nächte betreten zu dürfen, aber wir vermuteten, dass es sicherlich nicht sooooo gut werden würde, schliesslich lag das neue Schiff in einer anderen Kategorie.
Nun, vorerst landeten wir auf der Insel SAN CRISTÒBAL in dem kleinen Hafenort Puerto Baquerizo Moreno (ca. 5.500 Einwohner) der sich inzwischen wohl rausgeputzt und fast alles zu bieten hat. 3 Fussballfelder, einen Flughafen und seit 2006 auch eine Verkehrsampel. Eine.
Vor allem aber Seelöwen. Sie beherrschen die gesamte Hafenmole. Sie sind überall, liegen meist faul im Schatten und belagern die Sitzbänke, Spielplatz und Hafenbecken. Scheu sind sie übrigens nicht. Schon gar nicht die „Lütten.“
Diese Ortschaft ist noch „ursprünglicher“ als Puerto Ayora auf Santa Cruz, aber auch hier legen diverse Schiffe an um die Insel zu erkunden. Wir besichtigten mit Carlos noch das „Centro de Interpretacion“, wo Entstehung, Hintergründe und Entwicklung zu den Inseln dargestellt sind. Danach ging es zu Pepe. Wir hatten Glück, denn Carlos kennt den ca. 85 jährigen sehr interessierten und „rüstigen“ schon seit seiner Geburt, genauso wie sein Vater. Nicht jeder bekommt ihn zu sehen, da er nicht in einem „offiziellen“ Programmpunkt, sondern der Kirche angehört und die einzige zu fütternde Elefanten - Schildkröte der Insel ist. Er war wirklich freundlich, anhänglich und schon fast kuschelig. Es war ein gelungener Abschluss von Carlos.


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| Carlos erläutert nochmal seine Heimat, sein Paradies |
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| Das ist Pepe und er ist schon über 85 Jahre alt |
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| Pepe freut sich immer über Besuch |
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| Clemens fand er auch top |
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| mümmel |
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| Einzige zu fütternde Schildkröte...und ich hab es getan! |
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| Hafen und Mole |
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| selbstgemalte Strassenschilder |
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| auf jeder Insel war ein Landy (Santana) zu finden |
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| sie liegen auf Bänken... |
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| ...oder in Speilplatzrutschen |
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| ...auf der Mole... |
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| gemeinsamer Sundowner |
08.05.2012 „Yate / Yacht Eden“
Tach!
Wir starteten früh um 7:00 mit der örtlichen Fähre zurück nach Puerto Ayora auf die Insel Santa Cruz. Hier sollten wir mittags auf das NEUE Schiff aufspringen. Die Fähre mit diversen PS dauerte ca. 2 Stunden und sogar ein Wal liess sich blicken.
Wir lernten bei einer Busfahrt zum Schildkröten Reservat EL CHATO im Hochland der Insel unsere neue Reisegruppe sowie Guide Rubén kennen.
In El Chato fanden wir 4 in freier Wildnis lebende Galapagos-Riesen-Schildkröten zwischen 40 und über 100 Jahren. Ebenfalls sahen wir hier einen gewaltigen Lavatunnel und einen grandiosen Krater.
So schnell Ruben gekommen war, so schnell war er auch wieder weg und bevor wir das Boot betraten, stellte sich unser neue Guide FELIPE bei uns vor.
Dann wurden wir samt Gepäck auf unser neues Schiff gebracht.
Es war bedeutend kleiner, älter sowie „unluxuriöser.“ Bei einer Länge von 25,00 m und lediglich einer Breite von 5,00 m schaukelte es extrem. Schon im Hafen war es fast unerträglich.
Die anderen Gäste kannten sich bereits, sie waren Sonntag gemeinsam auf das Schiff gekommen. Somit war klar, wer das „letzte“ Zimmer bekam. Unter Deck neben Motorraum und Kloake wohnten nun die Zottis. Hurra. Unsere Stimmung lief auf Hochtouren.
Die Crew lernten wir nach und nach kennen, sie punktete nicht direkt durch Witz und Freundlichkeit. Nach dem Abendessen und dem wirren Briefing durch den neuen Guide, versuchten wir mit ner Tasse Rotwein das „Ungleichgewicht“ in den Griff zu bekommen, was durch die nette Aufnahme der Gäste auch ganz gut klappte.
Hier lernten wir nun Catherine und Bob mit ihren Söhnen Rémy und Manuel aus YUKON, Canada sowie auch Caitlen, Marie und Ann aus Canada, Danielle aus Australien, Kathie aus Kalifornien, Anna und Don aus Texas, Sergey und Xavier aus Paris und zur unsere besonderen Freude Ingrid aus Lins in Österreich, kennen. Alle waren sehr nett und interessiert.
Später frönten wir dem mächtigen Seegang und schreiten uns GUTE NACHT von Bett zu Bett zu, da man sein eigenes Wort bei dem Motorenlärm nicht verstehen konnte. Selbst Oropax hatten keine Chance.
Nach 7 Stunden landeten wir in Puerto Villamil vor der Insel Isabella. Und die Welt sah schon wieder anders aus, bei dem Ausblick.
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| Örtliche Fähre |
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| Viel Zedernholz ist im Hochland zu finden |
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| Blick aus dem Lavatunnel |
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| keiner (mehr) zu Hause |
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| Krater |
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| neues EDEN Team |
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| Yacht / Yate Eden |
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| schon irgendwie "knuffiger" hier |
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| Guide Felipe präsentiert das Tagesprogramm |
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| Haustier |
09.05.2012 Isla Isabela, Puerto Villamil
Isla Isabela ist aus 5 Schildvulkanen zusammengesetzt und die grösste Insel des Archipels. Mit 4.588 km² Fläche trägt Isabela mehr als die Hälfte zur gesamten Landmasse des Archipels bei. Insgesamt erstreckt sie sich die über 130 km von Nord nach Süd. Der Nordteil trägt 3 Vulkane, von denen WOLF sich 1.677m aus dem Meer erhebt.
Heute begann das Frühstück um 8:30, um 9:30 ging es Richtung Insel. Das Timing schien auf diesem Schiff anders zu sein. Das Dorf soll für viele ein Aussteigertraum sein. Es wirkt total verschlafen, Sandstrassen und hölzerne Strassenlaternen prägen das „Dorfbild“.
Wir fuhren ein Stück mit dem Bus zum Nationalparkbüro auf ca. 800 m Höhe, um den grössten Vulkankrater der Welt, 10 km Durchmesser, genauer zu begutachten. Der Weg danach verlief bei Regen und Nebel gut 45 Minuten auf ca. 1.000 m Höhe.
War es im Dorf noch heiss, trocken und klar gewesen, wurde es je höher wir kamen desto nebeliger. Der Aufstieg durch Matsch und bei war leider umsonst gewesen, denn wir sahen nichts. Rein gar nichts. Schon schade.
Danach besuchten wir auch hier eine TORTUGA Aufzuchtstation, wo insgesamt knapp 1000 Elefanten-Schildkröten vom Embryo bis zum ausgewachsenen Tier zu finden sind. Das war sehr beeindruckend.
Der Weg an den Strand ging durch einen 1.200m langen Pfad durch Mangroven und Küstenwald.
In der gemütlichen Beachbar BAR BETO liessen wir den Tag ausklingen, bevor es zurück auf das Schaukelboot ging.
Um 19:30 traten wir erneut die 7 stündige Fahrt nordwärts an.
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| Anfahrt Isabela |
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| Mega Yacht Cristina |
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| Hafen Isabela |
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| Stelzenläufer |
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| Taxi |
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| Inselmobil |
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| in Ruhe abhängen |
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| Urwald |
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Flamingos, die durch Karotin (in vielen Algen und Fischen enthalten) besonders rot/pink sind |
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| Liebe ohne Ende! |
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| Galapanesischer Buddel-Baum |
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| Hard work... |
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| Selbstgeklöppelte Strassenlaternen |
10.05.2012 Punta Morena & Elizabeth Bay, Isla Isabela
Früh starteten wir in einer zerklüfteten Lavabucht, uns wanderten auf den 750 Jahre alten Lavafeldern zwischen den Vulkanen Cerro Azul und Sierra Negra. Es war unglaublich, besticht dieser Inselteil durch wilde, zerrissene Schönheit und ein paar wenigen Lavakakteen, welche zum Teil in den Felsplatten wuchsen. Kleine Lavabecken haben sich gefüllt und als knallgrüne Lagune entwickelt. Sieht verrückt aus, so mitten im kargen Land von AA-Lava…
Danach ging es eine Runde schnorcheln…wo wir Seepferdchen, grüne Schildkröten und allerlei neue Fische trafen, sowie flugunfähige Kormorane mit uns schwammen und tauchten.
Nach dem Mittagessen fuhren wir ein gutes Stück weiter nördlich (2.Std) , sahen springende Rochen und erreichten Elisabeth Bay wo wir einen „PANGA-RIDE“ = Dingi-Tour oder auch Gummibootfahrt unternahmen und durch die Mangroven pesten. Hier sahen wir Unzählige grüne Meeresschildkröten, teils riesengross, die durch das Gewässer dümpelten. Sie sind toll. Gerade, wenn sie nach oben an die Wasseroberfläche kommen und lautstark schniefen und ausatmen.
Wenn ich noch Platz finde, packe ich mir auch von denen eine ein. Sicher ist sicher. Im Garten mit Pool machen sie sich sicherlich gut.
Zwischendrin sahen wir ein Potpourri an Getier auf vorgelagerten Felsen. Freundliche Seelöwen, Pinguine, Kormorane und Blaufusstölpel und Pelikane.
Heute hatten wir die erste Nacht ohne Seegang, da wir bereits zum Sundwoner und Abendessen weiterfuhren und in der Bucht von TAGUS COVE ankerten.
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| Lava-Kaktus |
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| Eine Lava-Oase |
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| Zottis on tour! |
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| Mangroven-Landschaft |
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| Pesende Pinguine |
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| Guckguck! |
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| Merkelmania |
11.05.2012 Tagus Cove, Isla Isabela & Isla Fernandina
Der Blick aus dem Fenster erinnerte an einen Fjord in Norwegen oder Canada. Die Bucht war früher mal ein beliebter Anlaufpunkt für Piraten und Walfänger die ihre Schiffsnamen und Besucherjahr in die Felsen ritzten. Wir stiegen hinauf und wanderten durch die Trockenvegetation um einen Blick auf den DARVIN See zu erhaschen, der durch einen schmalen Landrücken getrennt ist. Sah faszinierend aus. Auch hier finden sich viele Balsambäume sowie allerlei Vögel. Auch danach ging es eine Runde unter Wasser weiter und Pinguine und Schildkröten wurden beobachtet. Das Wasser war hier übrigens besonders schattig. So waren wir beim Schnorcheln auf der Seaman immer ohne Anzug im Wasser gewesen…in der Runde bildete ich eine Ausnahme im Bikini. Anfänger, die ! ;))
Nach einer kurzen Weiterfahrt bei strahlendem Sonnenschein ankerten wir vor dem Mittagessen vor der Insel FERNANDINA, eine sehr junge Insel, die Westlichste des Archipels. Der jüngste und weiterhin aktive 1500m hohe Vulkankrater ist umgeben von schwarzer Lava, am Ufer finden sich dann doch aber mal ein Kaktus, Zyperngras sowie Mangroven. Es war bullig heiss und wir wanderten über den einzigen Besucherplatz, die PUNTA ESPINOSA.
Kolonien von flugunfähigen Kormoranen und geschätzt MILLIONEN von Seeechsen, Marine Iguanas beherbergt diese Insel. Ob es Millionen sind weiss ich nicht, aber die dichteste Population dieser Meerechsen auf Galapagos.
Ebenfalls findet man hier die nördlichsten Pinguine der Welt! Das schattige Wasser lockt regelmässig Delphine und Wale an. Ein Walskelet haben wir schon mal gefunden.
Die Insel besticht durch ihre Schlichtheit und karge Schönheit. Wir alle waren gefesselt und konnten uns kaum losreissen…schon gar nicht von den am Ufer treibenden Schildkröten, spielende Seelöwen und den enorm faszinierenden Marine Iguana. Wie ihre Kollegen die Landiguanas werden sie vermutlich nie meine kuscheligen Lieblingstiere, dennoch befinden sich auf meiner „I like-Liste“ sehr weit oben, da sie einfach faszinierend aussehen und zu beobachten sind, wenn sie sich schon fast filigran durch das Wasser oder an Land bewegen, diese kleinen Dinosaurier.
Danach ging es zum PUNTA VINCENTE ROCA zum Schnorcheln. 33 m abfallende Steilwand und farbenprächtige Felsen, Harlekinfische, Mondfische, Pinguine, Kormorane sowie Orcas und Finnwale, Buckelwale sind in diesem Tauchrevier zu finden. Zur derzeitigen Jahreszeit aber nicht ;)
Das Highlight an diesem bereits dunklen Spätnachmittag waren Unmengen von grünen Meeresschildkröten.
Gegen 19:45 wurden wir von Kapitän KLEVER (Typisch ecuadorianischer Männervorname) auf die Brücke zitiert. Ein paar Minuten später war es soweit. Wir passierten (erneut) den Äquator und stießen mit bunten Getränken darauf an.
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| Lake Darwin |
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| Weyrauchbaum-Balsambaum |
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| Willkommen auf Fernandina |
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| neugierige Echsen schwommen gleich zu uns |
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| Doppeldecker |
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| Tripple |
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| in der Sonne eingepennt? |
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| Walskelett mit Seelöwenkopf |
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| schon schön hier |
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| Im Kakteenland |
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| Iguana-Durcheinander zur Siesta |
12.05.2012 Puerto Egas, Santiago & Red Beach, Rabida
Zwar hatten wir Isla Santiago letzte Woche schon besucht, aber heute ankerten wir an andere Stelle.
Es ging über eine tiefschwarze Lavaküste in welche sich Naturpools befanden, in denen Galapagos FELLROBBEN tobten. (Auch genannt Seebär). Sie unterscheidet sich von dem Galapagos Seelöwen durch Grösse, plattere Schnauze, dem Fell sowie dem Verhalten. Findet man die Seelöwen gerne in grosser Runde, knuddelnd, tobend und aufeinander, ist die Fellrobbe lieber alleine. Wehe es kommt ihr einer zu Nahe, dann gehen sie aufeinander zu. Auch spielen sie nicht mit uns, wie die kleinen Seelöwen Babys es zu gerne tun, besonders unter Wasser bei Schnorcheln…
Auch fanden wir hier eine Menge Küstenvögel. Im Anschluss ging es mal wieder unter Wasser, diesmal an der BAHIA JAMES. Hier trafen wir erneut Weißspitzen-Riffhaie, Seelöwen, Tonnen von bunten Fischen. Es war einfach nur Fantastisch. Wir starteten zu einer Mittagsfahrt, bei der wir mindestens 15 springende Mantarochen mit ca. 5 m Länge beobachten konnten. Unfassbar.
Vor Anker gingen wir bei der ISLA RABIDA, wo wir entlang des Red Beach schnorchelten und wieder das gesamte Spektrum der Unterwasserwelt zu Gesicht bekamen. Nach unserem somit letzten Schnorchel-Gang nahmen wir uns fest vor, bald in Kolumbiens Karibik unseren Tauchschein zu absolvieren, um noch besser in die Unterwasserwelt „eintauchen“ zu können.
Die Bilder und O-Töne der Unterwasserwelt befinden sich noch in Bearbeitung.
Hier aber bereits ein erster Eindruck:
http://www.youtube.com/watch?v=fXI3o_963tI
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| Geriefter Reiher - Striated Heron - Butorides striatus
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| Seebär |
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| ausgeflogener Seeigel |
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| Asche-Lavamix mit Clemens |
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| Unser Kleiner |
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| is er nicht süß? |
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| ♥ ♥ ♥ ♥
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| Tölpelalarm |
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| Galapagos-Zottis |
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| Red Beach |
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| Fregattvogel |
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| Byebye Crew |
13.05.2012 Seymor Norte
Schon um 5:45 ging es auf die Insel, die wir schon zwar kannten, dennoch kamen wir zum letzten Ausflug mit, bevor es für uns und viele andere Richtung Flughafen ging.
Auch heute war die Insel hübsch anzusehen, der Sonnenaufgang versetze sie in ein völlig neues Licht, da wir Seymor Norte vergangene Woche am Nachmittag besichtig hatten. Heute war es ruhiger.
Diverse Fregattvögel brüteten oder kreisten über die Insel und ein Stück weiter waren ein kleiner Teil der Blaufusstölpel schon aktiv und tanzte durch die Morgenstimmung. Viele Pärchen hatten sich nun schon gefunden. Der Liebesakt, den wir nun heute beobachten konnten dauert hier- im Vergleich zu den Schildkröten- nur 4 Sekunden. Ein Quickie wird daher schwierig ;)) (Sorry Mama, musste aber sein)
Zu dieser frühen Uhrzeit sahen wir zwar weniger Landleguane, aber dennoch liessen sich einige blicken. Sie sind um diese Uhrzeit körperlich „kalt“, daher liegen sie meist platt auf dem Boden.
Es war ein schöner Abschluss für unsere zweiwöchige Galapagos Expedition, bei der wir zwar nicht alle, aber einen Grossteil der Inseln gesehen und besucht haben.
Eine Lieblingsinsel gibt es bei uns nicht. Zu beeindruckend und unterschiedlich ist jede einzelne.
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| Morgenstimmung um 6:00 |
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| Alle in Warteposition |
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| Nestbau |
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| Spinne bei erfolgreicher Nahrungssuche |
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Und der winkte uns zum Abschied. Adios, kleiner Freund! |
Ohne Probleme hätten wir noch länger bleiben können. Dieser Ort ist nicht nur faszinierend und friedlich, sondern einfach magisch. Eigentlich mag ich diesen Begriff nicht, aber hier, nur hier trifft er zu. Hier herrscht noch eine heile Welt. Es gibt ausserdem keinen Ort auf der Welt, wo man Tieren so nah sein kann, die Natur noch so unberührt und ursprünglich ist.
Es ist der perfekteste Ort den wir jemals besucht haben.
Es ist auch der schönste Fleck der Welt, welchen wir bislang zu Gesicht bekommen haben.
Es wäre schön, wenn jeder Mensch die Möglichkeit hätte, diesen Ort besuchen können um das „Feeling“ zu spüren. Für viele ist es möglich, aber vielleicht zu ungemütlich oder stressig, die Reise hier her anzutreten, obwohl es sehr gute Fluganbindungen nach Ecuador gibt.
Daher lasst es Euch gesagt sein: Nutzt die Möglichkeit, spart Geld, passt auf Eure Gesundheit auf und kommt eines Tages her.
Ein „Schlupfloch“ gibt es immer, wie zum Beispiel die Nebensaison wo man extrem viel Geld sparen kann und dennoch auch nichts verzichten muss.
Unserer Ansicht nach ist das Erlebnis auf einer Schiffsreise noch grösser. Erst dann springt der Funke so richtig über...wenn man über die Wellen gleitet und die saubere Luft einatmen und die Natur aufsaugen kann, die Sonnenunter- und Aufgänge spürt und am nächsten Morgen an einem wunderschönen Ankerplatz aufwacht. Aber auch ein Besuch in einer der idyllischen Kleinstädte mit Insel Hopping hat seinen Reiz. Mit Kindern ist es übrigens auch möglich. Empfohlen wird der Besuch auf einem Schiff im Mindestalter ab 6/7 Jahren, oder man erkundigt sich nach dem Kidsprogramm von Touranbieter DISNEY oder betreibt von einer Insel Tagestouren. Brad Pitt und Angelina Jolie haben das auch gerade zur selben Zeit gemacht ;)
In der Hoffnung, dass der schönste Archipel der Welt so bleibt wie er ist und von der ecuarorianschen Regierung, den Einheimischen und Touristen weiterhin so gepflegt und gehegt wird, denn nur dann bleibt es weiterhin so schön und einzigartig.
Galapagos "muss" man einfach gesehen und erlebt haben. Für uns ging ein Traum in Erfüllung!
Hoffentlich können wir eines Tages wieder kommen.
Denn: "It´s only magic!"...und der Einzige Ort auf der Welt, wo man ohne Angst mit Haien tauchen kann. Denn hier zählen sie NICHT zu den Menschenfressern ;)