26.04.2012

23.04.2012 Zaruma / Ecuador

Heute wollten wir mal den Goldgräbern über die Schulter gucken…und das war nicht wirklich eine weite Strecke. Aber es gab diesmal zwei Wege. Wir wählten die grünere Variante und schlängelten uns bei meist Sonnenschein durch die Berge und Baustelle. Einige Hänge waren in den vergangenen Monaten hinunter gekommen… Statt 1,5 Stunden fuhren wir dann 3, aber die Strecke war lohnenswert. Zudem war es meist sonnig und heiss mit über 30°.
Adios, Max!
Danach ging es ein Stück durch eine Art Hochlanddschungel...auch wieder schön!
Wir erreichten eine ärmliche und staubige Stadt in Flussnähe, hier waren Minen zu finden. In Portovelo wird nämlich noch Gold und Silber gewonnen. Es krachte und staubte. Gespannt guckten wir den Maschinen und Menschen zu. Neben einigen modernen und größeren, gibt es zahlreiche private Kleinminen, in denen unter bisweilen prekären Verhältnissen gefördert wird. Aber Kinderarbeit wird nicht geduldet! Über Portovelo, thronte ZARUMA wie eine Festung….nur 500 m höher lag dieses kleine schnuckelige und knuffige Städtchen…
Zaruma ist eine kleine Goldgräberstadt, die sich auf ca. 1.200 m Höhe im unebenen Terrain der Vizcaya-Kordillere, einem westlichen Ausläufer der Anden im Süden Ecuadors und hat etwa 9.600 Einwohner. Zaruma ist bekannt als eine verwinkelte Kleinstadt, deren Kern ein Ensemble aus gut erhaltenen kolonialen und aus dem 19. Jahrhundert stammenden profanen und kirchlichen Gebäuden aus Holz bildet. Seit 1990 ist die Altstadt ecuadorianisches Kulturerbe. Neben dem Bergbau sind Viehzucht, Landwirtschaft, Handel und Tourismus die wichtigsten Erwerbszweige. Kleinere Fabriken produzieren u.a. Textilien. Der Kaffee aus Zaruma wird in Ecuador als „der beste der Welt“ vermarktet. http://de.wikipedia.org/wiki/Zaruma

Löördie schob sich bei Hitze und Sonnenschein die sehr kurvigen Gassen der 1.200 m hoch gelegenen Stadt hinauf. Zu Beginn bot die Stadt nicht so viel, aber also wie den Teil der Altstadt BOLIVAR erreichten, fühlten wir uns fast wie zu Hause.
perfekte Stromversorgung
Häuser wie in einer Altstadt, mit verwinkelten kleinen Gassen, einen super hübschen Plaza und einen der wohl schönsten Kirchen des Landes. Die Holzkirche ist von innen sogar richtig poppig. Für mich die schönste Kirche überhaupt.
Man kann lange durch die Strassen „flanieren“ und in die kleinen Geschäfte gucken, Goldhändler hinter Waagen beobachten oder eine schicke „Tass Kaff“ aus der Region schlürfen. Vermutlich ein einzigartiger Ort auf diesem Kontinent. Wir haben so ein Plätzchen noch nicht angetroffen…Definitiv einen Besuch wert. Eine Handvoll Hotels gibt es auch.
Männeken Piss aus Gold
Wir fuhren nach einem Mittagessen weiter.
Unweit der Stadt Piňas fanden wir das Reservat BUANAVENTURA, welches leider geschlossen hatte. Somit konnten wir keinen Blick in den JARDIN DE KOLIBRIS werfen…für den wir den gesamten Weg eigentlich nur gemacht hatten….Dennoch fanden wir am Rande des Reservats ein Plätzchen zum Übernachten. Es lag nannte sich MOROMORO und lag im Regenwald. Neben irren Blumen, leckerem Essen, schwüler Hitze, gab es auch natürlich auch???...Regen ;)
Kirche in Moromoro
liegt ein V im Vorgarten...
Landestypisch:
Tamales = Maisteig mit Fleischfüllung
....und in der Sonne getrocknetes Schweinefleisch!

23.04.2012

19.04.2012 Vilcabamba & El Cisne / Ecuador

Es ging wieder südlich durch die Berge, was aber bei den guten Strassenverhältnissen kein Problem war. Zwischendrin stoppte der Regen, wolkig war es dennoch. In teilweise über 3.000 m Höhe ging es wiedermal über die mächtige Anden hinweg, bis wir die Grosstadt LOJA durchquerten. Weitere 45 min später landeten wir in einen Bilderbuch…
Cuenca nach Vilcamaba
ca. 240 km und 3,5 Stunden 
Vilcabamba ist ein Ort in der ecuadorianischen Provinz Loja. Es ist auf 1.600 m Meereshöhe gelegen mit ganzjährig mildem, frühlingshaften Klima im Temperaturbereich zwischen 18 und 28 °C. Von Oktober bis Mai herrscht Regenzeit, von Juni bis September Trockenzeit. Vilcabamba hat ca. 4200 Einwohner. Der Begriff Vilcabamba bedeutet „Heiliges Tal.“ 

Eine wunderschöne Unterkunft für jedes Budget und jeden Reisenden, auch Overlanderstellplätze, bieten dort zwei Deutsche an. Bei Dieter und Peter ist für alles gesorgt. Schon vor langer Zeit haben sie dort eine wirkliche Oase geschaffen, hoch über dem Ort (2 km entfernt) thront das Hostal, verteilt auf 10 Hektar- Es hat alles zu bieten was man benötigt…Neben Schlafräumen und Zimmern gibt es einzelne Bungalows mit grossen Bädern und grandiosem Balkon. Zudem hat es einen schicken Pool und Spa Bereich, Restaurant und Bar. Ja, ein kleines Paradies. Das alles zu einem genialen Preis, ab 10 Dollar. www.izhacayluma.com

 
Blick vom Restaurant über das heilige Tal
Die saubersten und schönsten Zimmer
Lagunenpool
Liebe zum Detail
Garten...
mit vielen bunten Blumen
....und Bambus
Zwar regnete es zwischendrin aus vollen Kübel, dennoch genossen wir hier ein paar Tage Ruhe, Wellnessanwendungen, Spaziergänge…

Die kleine Ortschaft ist aber vor allem für ihre hohe Lebenserwartung bekannt. 120 Jahre bei vollem Lebensgenuss, so heisst es. Das „Tal der Hundertjährigen“ nett man es und sprang uns schon 2011 in der FAZ ins Auge. „Der Grund dafür ist umstritten, Wissenschaftler führten das hohe erreichte Alter und die hohe Vitalität auf die negative Ionenladung der Luft zurück, verursacht durch die abendlichen elektrischen Stürme, auf die perfekte mineralische Ausbalancierung des Wassers, das ganzjährig gesunde Klima, die ausgewogene Ernährung und die ständige Bewegung. Andere medizinische Untersuchungen geben als Grund für die Langlebigkeit der Bewohner Vilcabambas folgende Faktoren an: Einfachheit und bescheidenes Leben, natürliche Speisen ohne jegliche Pestizide, aber mit dem vollen Mineraliengehalt der Erde, Früchte und Gemüse, Kaffeekonsum, Rauchen von Stechapfel (Effekt von Marihuana und Kokain zusammen, ohne dem Körper Schaden zuzufügen). 
Aha...tolles Rezept...
20 min. Weg ins Dorf
Heute: Ein Herz für Pfützen
Plaza
Was man aus Obst & Gemüse alles machen kann?
Die alten Menschen Erledigen Dinge wie Bergsteigen, mit allen Zähnen, mit voller Augenfunktion, bei kompletter Landarbeit sowie bei voller sexueller Aktivität - und auch Alkoholgenuss ist kein Problem. Alterskrankheiten gibt es nicht, sondern der Lebensgenuss geht bis zuletzt. Die Menschen sterben dann jeweils innerhalb einer Woche in höchstem Alter.
Klitzekleine Kathedrale
Christstern

Diesen heiligen und gemütlichen Ort verliessen wir leider nach ein paar Tagen...musste ja weitergehen. Es ging vorerst für einen kurzen Zwischenstopp nach LOJA, dann weiter in das ca. 100 km entfernte CISNE, welches eine der bedeutendsten Wallfahrtsstätten Südamerikas darstellt.
Blick über Loja
LeckAres hinterm Stacheldraht
 El Cisne bedeutet der Schwan. Die Fahrt her war eher mühsam durch die kurvigen Berge. Es schüttete ohne Ende, der Nebel liess uns nur wenige Meter sehen.
Wir fanden ein armseliges Dörfchen und eine grosse gotische Kirche vor, die komplett umstellt war von unzähligen Markt-und Touriständen. In der Kirche, in der leider Fotoverbot herrscht, wird die Statue der Heiligen Jungfrau von Cisne aufbewahrt. Einer Legende zufolge machten sich Campesinos um 1.500 in Richtung Quito auf, um eine geeignete Statue für ihre Kirche zu finden. Beinahe 100 Jahre später kamen andere Campesinos mit der Jungfrau zurück, und seither schmückt sie „den Schwan“. Am ersten Prozessionstag, 15. August, wird die Figur aus ihrem Schrein herausgeholt und in einem festlichen Pilger-Zug in die Kathedrale der Stadt Loja getragen. Dort bleibt sie bis zum 1. November und wird am zweiten Prozessionstag, zurück nach Cisne gebracht. An diesen Prozessionen nehmen bis zu 200.000 Gläubige aus Ecuador und Peru teil. Viele von Ihnen laufen den Weg komplett barfuß. Männer streiten sich darum, die Statue tragen zu dürfen. Es regnete stark regnete und der Nebel nahm zu. Viel sahen wir also nicht. Unsere Stimmung war kurz auf dem Tiefpunkt. Also verabschiedeten wir uns vom SCHWAN.
...wer macht das Licht an?
so sieht EL CISNE im wirklichen Leben aus.
Quelle: Internet
Die Kirche war schon sehr beeindruckend, jedoch stimmte uns das Missverhältins zwischen der Kirche und dem armen Dorf etwas nachdenklich. Als Tagesziel fanden wir in der kleinen Stadt CATAMAYO eine nette Bleibe. Nämlich bei Max.
http://www.rosaldelsol.com.ec/
Das ist Max
er ist etwas fotoscheu...
Vilcabamba via El Cisne nach Catamayo...2,3 Std. / 140 km
Nun besuchen wir die Goldgräber-und Wäscher, unsere Fahrt geht somit gen Westen.