24.03.2012

19.03.2012 Caral & Barranca / Peru

Nach kurzer Anreise durch die Wüste kamen wir nach Caral, die älteste Stadt Amerikas.
Grüne Wüste
Caral ist eine der ältesten stadtähnlichen Siedlungen auf dem amerikanischen Kontinent. Sie liegt in Peru, etwa 200 km nördlich von Lima und 25 km landeinwärts der Pazifikküste im Tal des Rio Supe. Das Alter von Caral und seiner Kultur wurde anhand von Schilfsäcken mit der Radiokohlenstoffmethode auf fast 5.000 Jahre datiert und gehört somit zum Präkeramikum IV-VI des Andenraums. Die Blütephase von Caral fällt in die sogenannte Initialphase (1800-1000 v. Chr.), in der der gesamte zentrale Andenraum einen großen Aufschwung hatte, was auch an der Einführung der Keramik deutlich wird. Zeitlich reiht sich Caral in die bekannten Ursprungszentren der menschlichen Zivilisation neben Mesopotamien, Ägypten und Indien ein, ohne jedoch annähernd den Stellenwert dieser Hochkulturen zu erreichen.
Caral umfasst eine Fläche von 60 Hektar und besteht aus zwei kreisförmigen in den Boden eingesenkten Flächen. Begrenzt wird die Siedlung durch sechs flache pyramidenförmige Erhebungen, von denen die größte 160 m lang, 150 m breit und 18 m hoch ist. Am Eingang der Pyramide befinden sich zwei 3,5 m hohe Monolithen aus Granit. Woher die Steine stammen, ist noch nicht geklärt. Die kleinste Pyramide ist 60 m lang, 45 m breit und hat eine Höhe von 10 m.

http://de.wikipedia.org/wiki/Caral 

UNESCO lässt grüssen
Erstmal den Überblick verschaffen
Nach einem 30 minütigen Fussmarsch in der brütenden Mittagshitze, hatten wir das Gelände erreicht und nun erkundeten wir mit Mauro, unserem Guide, das Gebiet, dessen Geschichte er uns stolz erläuterte.
Ausblick vom Mirador
Angeblich kommt die SCHNECKE von hier -
und nicht wie von allen gedacht aus NAZCA.
Hier gab es übrigens nicht ein Stück Müll auf dem Boden, dafür unzählige Mülltonnen, so viele, wie wir sie in ganz Peru noch nicht gesehen hatten. Vielleich waren diese - wie das gesamte Rezeption und Aufenthaltsgebäude - aus finnischen und deutschen Geldern bezahlt…angeblich hat in Peru mal ein Congress stattgefunden bei dem Geld übrig geblieben war. Dieses wurde in diese Gebäude investiert.
So sind wir. Sieht auf jeden Fall hübsch aus.
Dank an Finnland und Deutschland
Im Anschluss entschieden wir vor unsere Weiterreise in die Berge noch einen Strandbesuch einzulegen und steuerten die Küstenstadt BARRANCA an.
Mais wird getrocknet....
Mit knapp 55.000 Einwohnern nicht gerade klein und auch nicht sonderlich hübsch. Etwas abseits liegt allerdings eine hübsche Strandpartie mit Restaurants und wenigen Hotels, das alles 195 km Nördlich von der Hauptstadt. Wir fanden das recht neue Hotel LOS DELHINOS mit grossem Parkplatz und nnenhof...sowie: MEERBLICK.
Badebucht von Barranca
Peruanisches Sushi = Ceviche
http://de.wikipedia.org/wiki/Ceviche 
Cancha (geröstete & gesalzene Maiskörner
Yuca mit Aji und Salätchen
Sopa Criolla = Nudelsuppe mit Rindfleisch  und Spiegelei
http://de.wikipedia.org/wiki/Peruanische_K%C3%BCche 
Faber Castell, in der Welt zu Hause!
(ÜBERALL zu finden, vor allem in Peru)
Hier erlebten wir am Abend in einem Restaurant unser erstes Erdbeben. Nach einem heftigen Grummeln und Rumsen, als führe eine U-Bahn unter uns, folgte ein WirrWarr aus Schreien und dann war es dunkel. Die gesamte Stadt war ohne Strom und ein leichtes Chaos setze in den Strassen ein. Banken, Supermärkte etc. schlossen zu, um nicht Opfer eines Überfalls zu werden. Lediglich ein paar Restaurants und Kioske bedienten im Kerzenschein. Nach zwei Stunden war der Spuk wieder vorbei.

Am Tag darauf war es wieder soweit – es ging erneut in die Berge.
Über 200 Kilometer trennten uns von der Stadt CHAVÍN DE HUANTÀR unserem ersten Etappenziel in dem Gebiet der „weissen Cordilleren / Cordilerra Blanca“ auf 3.250 m.

23.03.2012

18.03.2012 Albufera de Media Mundo / Peru

Mit ein paar wenigen Umwegen hatten wir uns aus der Hauptstadt in die angrenzende Hafenstadt vorgearbeitet, die nicht sonderlich schick, eher „funktionell“ war.
das Chaos hielt sich in Grenzen
...und dann sahen wir sie doch noch...
fröhlich, tanzend
...die Kleinen...
...und die Grossen...
hier sahen wir die ersten Taxifahrer, geschützt in einem Käfig
Bald kamen wir auch wieder zu einer Maut Station. In Peru zahlt man ebenfalls wie in allen anderen südamerikanischen Ländern Maut, hier allerdings nur wenn man von Lima wegfährt.
Davor hielt uns noch eine Polizeikontrolle an, wo einer der Polizisten der Ansicht war, dass wir 70 statt 35 km/h gefahren wären und wir nun über 450 Sol (über 100,00€) bezahlen müssten. Er tippte nervös mit seinem Zeigefinger auf einen bereits neonfarben markierten Abschnitt seines Bussgeld-Kataloges. Den Beweis wollten wir natürlich sehen. Angeblich hatte er Radargerät im Fahrzeug, zeigte aber wild tippend auf den Absatz sowie den Ticket-Block alias „Papelito“…den er uns nun ausstellen würde und den müssten wir dann in Lima beim Amt abgeben und bezahlen….jaja, is klar. Mühsam verstand er, dass wir nicht auf dem Weg nach Lima sind und auch nicht zurückkehren…jetzt stellten wir mal auf Stur. Der Kollege versuchte dann noch uns eine Strafe wegen getönten Scheiben anzuhängen, doch wir sprachen energisch und hektisch miteinander auf Deutsch und ignorierten die beiden Herren, die offensichtlich ihre Kaffekasse aufstocken wollten.
Müll vor der Stadt
Callao
Holz hält Holz
Stöckchenlaster
Irgendwas liessen sie uns ziehen…sie kamen mit uns einfach nicht weiter. Gut so!
Danach waren wir auch prompt wieder in der gähnend leeren und heissen Wüste. Es war schön auf asphaltierten Strassen zu fahren...Schlagloch und staublos...und sogar ohne Regen. Genial!
Panamericana
Gegen Nachmittag erreichten wir den nur vom Lima 190 km entfernten Strandabschnitt „Medio Mundo-Albufera“. Hier liessen wir uns in einer kleinen Wüstenoase mit Lagune nieder. Unerwartet schön und sauber war es hier.
Oase ALBUFERA DE MEDIO MUNDO
Lagune
Sit-in
Leider nur nicht am Strand. Auch hier werden leider sämtliche Abfälle der Gäste am Strand abgelegt, statt sie wieder mitzunehmen, denn Mülleimer waren hier keine vorhanden. Für uns ist es einfach nur unverständlich, wie man sein eigenes, so schickes Land, verschandeln und zumüllen kann und selbst vor Nationalparks mit Tieren und allem Pipapo kein Halt macht. Schade.
WC und Müllplatz
Der Pazifik toste und schäumte hier extrem, endlich wieder bei Wellenrauschen einschlafen… Das Highlight waren aber die Vogelscharen. Pelikanschwäre, Störche, Austernfänger, Möwen etc. flogen in Schwärmen über den Strand und schossen dicht über Wasser, oder stürzten von hoch oben pfeilschnell hinab in die Wellen und tauchten nach Nahrung.
Oyster-Catcher
Wir genossen das Vogel-Spektakel und den Spätnachmittag am fast menschenleeren Strand und dann wieder einen wunderbaren Sundowner.
bei der Arbeit
...sie lernen es einfach nicht...
Auch am nächsten Morgen unternahmen wir einen großzügigen Strandspaziergang und sahen auch Tausende Krebse…die sich aus ihren Höhlen kamen wenn sie uns nicht bemerkten…wenn sie das taten, flitzen sie im Eiltempo wieder in ihe eigene „Strandhöhle“ oder in eines in der Nachbarschaft. Sie lagen alle nur ca. 1 m auseinander. Es waren also unzählige, die sich hier tummelten…
Krebs-Suchbild
Pelikan links - Ich (K.) rechts
Demnach hat ein Pelikan Schuhgrösse 36/37
Leider vergaßen wir beim „Tummeln“, dass wir wieder in der Wüste waren und das Thermometer über 30 Grad anzeigte. Somit verbrachten wir danach viel Zeit, ausreichend After Sun auf diversen Körperstellen zu platzieren…und dann ging es weiter gen Norden!
von Lima (A) nach Albufera (B) ca.190 km