Es ist eine rasch wachsende Kleinstadt im Südwesten Argentiniens in der Provinz Santa Cruz am Ufer des Lago Argentino auf etwa 200 Metern Höhe.
Der Name kommt von einem in der patagonischen Region häufig anzutreffenden Strauchgewächs, den Calafate-Sträuchern, einer Berberis-Art mit gelben Blüten und dunkelblauen Beeren.
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| Schaf-Attack |
Man sagt, wenn man von dieser Beere isst, die nicht wie die Blüte gelb, sondern lila ist, so kommt man irgendwann zurück nach Patagonien. Es gefiel uns hier ja gut, also aßen wir.
Der Wind war auf einmal wie weggeblasen (obwohl er hier extrem sein soll)… und die Sonne schien kräftig. Einheimische in FlipFlops und kurzen Klamotten liessen uns erahnen, dass nun Frühling ist. Die „Meile“ (eigtl. ist es nur eine Strasse in Betrieb und touristisch ist) bietet alles Notwenige und einige nette Locations.
Nach einem kurzen Ess. und Einkaufsstopp düsten wir ca. 60 km gen Nationalpark, denn deshalb waren wir schließlich hergekommen. Für den Gletscher Perito-Moreno.
Der Perito-Moreno-Gletscher ist Teil eines riesigen kontinentalen Gletschergebietes in den Südamerikanischen Anden und Teil des als UNESCO Weltnaturerbe eingestuften Nationalparkes Los Glaciares. Er befindet sich in Patagonien im Südwesten Argentiniens in der Provinz Santa Cruz (Argentinien) und mündet in den Lago Argentino. Benannt wurde der Gletscher nach Perito Moreno, einem Erforscher Patagoniens. Heute gehört der Gletscher zu den größten Touristenattraktionen Argentiniens
Der etwa 30 km lange Perito-Moreno-Gletscher hat eine Fläche von rund 250 Quadratkilometern. Er ist einer der wenigen Gletscher, außerhalb der Antarktis und Grönlands, die auch heute noch wachsen. Woran das liegt, ist unter Experten umstritten. Regelmäßig brechen Teile der rund 74 Meter hohen (ab der Wasseroberfläche gemessen; Gesamthöhe ca. 170 m) und ca. 5 km in den Lago Argentino ab, was zu pittoresken Eisbergen und meterhohen Flutwellen im See führt.
Das Abbrechen dieser Teile nennt sich „kalben…“ und soll im Gesamt-Konzept der Gletscherbeschauung klasse sein. Einfach WOW...und das ohne anstrengendes Wandern. Kam uns gelegen. Uns tat noch alles Hüftabwärts weh. Nein, mehr als das.
Am „Lago Roca“, der bereits zum Park gehört und kostenlos zu nutzen ist, verbrachten wir unsere erneut-argentische Nacht. Ein grandioser Platz, der uns allerdings wegen Regen (!) und lauter Musik nicht ausschlafen liess. Auch hier feierte man bis tief in die Nacht und startete um 8:00 mit der Musik mit der man aufgehört hatte. Klar, es war Asado-day…
Genial war zu beobachten, dass die 3 Jungs neben uns ihr riesen Schlauchboot mit den Abgasen ihres Auto aufpusteten. Auf welche Ideen man so kommt.
Dann begaben wir uns auf den Weg in den Nationalpark. Wir waren echt gespannt. Die Landschaft war natürlich wieder irre schön, doch gleich zu Beginn ärgeren wir uns wieder…wir mussten auch hier den Touri-Bonus zahlen. Das Zehnfache. Argentinier und Einheimische, Rentner und Studenten zahlen weniger. Ist das in Deutschland auch so? Zahle ich im Heidepark als Niedersachse weniger als die von weither angereisten Touristen? Ich weiss es echt nicht, aber das geht hier überall so, und es nervt uns. So. Weiter ging es.
Was dann kam, war touristisch. Auto parken und in den Shuttlebus. Nach 5 Minuten standen wir vor einem Souvenirlädchen und Restaurant. Davor sah man ihn schon, den glänzenden Gletscher. Von nun an ging es auf Stegen (welche auf verschiedenen Höhen Balkone und Terrassen hatten) an dem atemberaubenden Kollos entlang. Das Wetter ärgerte uns anfangs mit Nieselregen und Wind, es änderte sich aber als die Touristenbusse abzogen und wir es uns langsam gemütlich machen konnten. Leider kalbte unser Kollege heute wenig. Und wenn er es tat, war es so schnell, dass man es nicht mit der Kamera hinterherkam…aber es war dennoch genial. Diese Grösse, diese Farben und dieses Getöse. Es rumpelt und grummelt die ganze Zeit. Wie ein Gewitter. Und dann KALBT er…wenn alles gut geht. Für unseren Geschmack hätte er mehr abkalben können, einen Sprengmeister sollte man bei den gepfefferten Touri-Eintrittspreisen mal engagieren, dass man auch was für sein Geld was bekommt. Aber auch ohne das, ist es tatsächlich sehr beeindruckend.
Der Park an sich ist sehr schön, Toller See mit schwimmenden Eisblöcken, aber Torres del Paine´s Vielseitigkeit hatten wir noch im Hinterkopf…
Zwischenfrage: Hier fahren übrigens VW-alias „Volkswagen“ Reisebusse. Gibt es die auch bei uns?
Wir verbrachten noch einen Abend in el Calafate und frönten der Erfindung einer „Parilla“, bei bevor es in naher Zukunft für uns heisst: „Adios Argrentina…“
Dann machten wir uns auf nach el Chaltén, auf der Suche nach dem Nächsten WOW!...welches dort sicherlich mit wandern verbunden wäre




















































